Das erste eigene Printmagazin

Vieles war neu an der diesjährigen Jugendsession, der Ort, der Plenarsaal, die Workshops. Aber auch das Medienteam nahm die 15. Jugendsession zum Anlass, etwas ganz Besonderes zu produzieren: Das erste gedruckte Magazin von Tink.ch, in fünf Sprachen. Du hältst es in deinen Händen und wir wünschen dir viel Spass beim Blättern, Lesen und Erinnerungen aufkommen lassen.

An diesen 36 Seiten haben 17 junge Journalistinnen und Journalisten aus Italien, der Ukraine, Estland, Österreich, Ungarn und der Schweiz viele Tag- und Nachtstunden gearbeitet, Schulter an Schulter. Und für uns alle, Reporterinnen und Reporter, Fotografen, Layouterinnen und Layouter, war es ein tolles Erlebnis, eine wertvolle Erfahrung auf unserem journalistischen Weg.

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Genau so – oder umgekehrt

Januar

Der leicht ins Trudeln geratene Merkur, der kleinste Planet unseres Sonnensystems, wird im Januar für strukturelle Veränderungen in unserem Privatleben verantwortlich sein. So wird der Tabakkonsum stark zurückgehen und es werden überdurchschnittlich viele Anmeldungen bei Fitnessstudios sowie bei Singlebörsen verzeichnet werden. Ende Monat wird Merkur wieder in seinen gewohnten Bahnen kreisen und auch wir werden wieder in unseren Alltagstrott und zu unseren Lastern zurückfallen.

Februar

Die negative Energie des kriegerischen Mars, griechisch Ares genannt, wird im Februar aussergewöhnlich stark gebündelt sein und dadurch unsere Gewaltbereitschaft und Zerstörungswut verstärken. In der Basler Innenstadt wird es zu bandenmässigen Zusammenrottungen vermummter Gestalten kommen, wodurch der gesamte öffentliche und private Verkehr umgeleitet werden muss. Während drei Tagen werden diese Randalen trotz landesweiter medialer Berichterstattung nicht unter Kontrolle zu bringen sein.

März

Dank einer partiellen Sonnenfinsternis, welche im Osten von Asien zu beobachten sein wird, kann exakt berechnet werden, dass im März in der Schweiz noch Schnee liegen wird. Irgendwo.

April

Pluto, der von der Erde am weitesten entfernte Planet unseres Sonnensystems, wird trotz der beträchtlichen Distanz unser Alltagsleben im April beeinflussen. So wird eine kurzzeitige Verknappung der Eier verzeichnet werden, weil insbesondere bei bemalten Eiern Verunreinigungen durch Plutonium nachgewiesen werden. Zeitgleich wird Pluto für kilometerlange Staus vor dem Gotthardtunnel in Richtung Tessin verantwortlich sein. Ob ein Zusammenhang mit dem in diesen Nächten sichtbaren O-Stern besteht, wird in der Forschung noch heftig debattiert.

Mai

Im Mai werden die Jupitermonde mit ihrem Mutterplaneten im Zwist liegen, so dass sie ihre kosmische Verschwiegenheit missachten. Skandalöse Enthüllungen werden aufdecken, dass massloser Zuckerkonsum, fettreiches Essen, mangelnde Bewegung sowie Rauchen tatsächlich zu Übergewicht, Lungenkrebs und einer tieferen Lebenserwartung führen. Aus den unkoordinierten Bewegungen der Jupitermonde kann zusätzlich gefolgert werden, dass das Kleinbasel entgegen konspirativen Guerilla-Plänen doch nicht mittels einer Revolte die Diktatur über das Grossbasel zu übernehmen gedenkt.

Juni

Der beinahe strukturlose Uranus wird im Juni die Modetrends vorgeben. Die Untersuchung seiner Drehungen verrät uns, welche Modesünden im folgenden Sommer unbedingt vermieden werden sollten. Möchte man keine kosmische Verstrahlung riskieren, sollten weisse Socken, kombiniert mit Sandalen, Latzhosen, Hawaii-Hemden sowie die Schirmmütze seitwärts oder die Sonnenbrille am Hinterkopf vermieden und gemieden werden.

Juli

Ein sich rasch der Erde näherndes Schwarzes Loch wird im Juli eine nicht näher bezifferbare Anzahl Singles verschlucken. Astrologielaien, Numerologen und das Bundesamt für Statistik jedoch meinen einen Zusammenhang mit den unerklärlich vielen geplanten Hochzeiten am 7.7.2007 zu erkennen.

August

Der Vollmond wird Anfang August Menschenansammlungen sowie tausende von kleinen, weder geologisch noch meteorologisch erklärbare Vulkane, Blitze und Supernoven (Aufleuchten eines Sterns am Ende seiner Lebenszeit) verursachen. Bei einem sich gleichzeitig ereignenden Erdbeben in der Region Kleinhüningen könnte ein Weltuntergang nicht ausgeschlossen werden, wie das Institut für Astrologischer Unsinn und Leichtgläubigkeit (IAUL) warnt.

September

Neptun, in der römischen Mythologie der Gott der Meere, wird im September die Geschicke des Basler Rheins beein-fluss-en. So wird der Rhein dank mariner Unterstützung nach aus-ufer-nden Debatten um die ungelöste Littering-Problematik und die zunehmende Lärmbelästigung doch nicht wie geplant mit Kies und Schutt zugeschüttet.

Oktober

Im Oktober wird medienwirksam diskutiert, ob der Ring des Saturns ein Heiligenschein und damit Zeichen dessen Allmächtigkeit sei. In einem überraschenden Communiqué wird der Vatikan bekannt geben, dass der Papst trotzdem katholisch bleibt und definitiv nicht gedenkt zum Saturnismus überzutreten.

November

Im November werden die Bernerinnen und Berner unter unerklärlich starken Blähungen leiden. Die genaue Ursache kann astrologisch noch nicht eruiert werden. Eventuell besteht ein Zusammenhang mit dem Auftauchen einer Vielzahl von zwiebelartigen Asteroiden, welche sich für einige Tage in der Umlaufbahn der Erde befinden werden.

Dezember

Beeinflusst vom Liebesplaneten Venus werden im Dezember Brigitte, Annabelle und Marie Claire – alles Artverwandte der Glückspost – die prominentesten Rosenkriege und Skandale des ausklingenden Jahres Revue passieren lassen.

Für weiterführende Analysen fragen Sie bitte die Kioskverkäuferin Ihres Vertrauens.

Delfine und die Opposition

Das Jahr 2007 ist nicht bloss ein lästiges, ungerades Fülljahr, das uns während 365 Tagen beschäftigen wird, sondern ein Jahr mit vielen Überraschungen und spannenden Themen, sowohl auf politischer, sportlicher als auch kultureller Ebene.

Am 1. Januar übernahm der neu gewählte Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon aus Südkorea offiziell das Amt von Kofi Annan und läutete somit das neue Jahr ein.

Mit ihm starten wir gleichzeitig in das Internationale Jahr der Delfine, das vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen UNEP ausgerufen wurde.

Und Mit Micheline Calmy-Rey erhält nach Ruth Dreifuss erst die zweite Frau überhaupt die Ehre des Bundespräsidenten-Amtes in der Schweiz: Die Genferin wurde am 13. Dezember 2006 von der Vereinigten Bundesversammlung mit nur 147 Stimmen gewählt und wird für ein Jahr höchste Bundesrätin.  

50 Jahre Europa – Vitus auf Übersee?

Auch Europa ist in Festlaune. Seit 50 Jahren gibt es die europäische Einigung. 1993 wurde sie offiziell in EU umbenannt. Die Politik aus Brüssel beeinflusst mittlerweile alle Lebensbereiche und macht auch in Übersee von sich reden.

Auch die internationalen Kinderrechte feiern ihr 10-jähriges Bestehen. 32 Vertragsstaaten sind darin einbezogen und 49 haben sie bereits ratifiziert.

Auch auf der sportlichen Bühne tut sich einiges. Mit der Snowboard Weltmeisterschaft vom 13. bis 20. Januar in Arosa und der Ski-Alpin-Weltmeisterschaft vom 3. bis 18. Februar im schwedischen Are finden bereits zu Jahresbeginn spannende Wettkämpfe statt.

Eine besondere Ehre könnte am 25. Februar der Schweizer Filmindustrie zu Teil werden, nämlich an den Oskarverleihungen in Los Angeles. Nebst allen Hollywood-Produktionen mischt allenfalls auch der Schweizer Film “Vitus” von Fredi M. Murer in der Kategorie der “Nicht englischsprachigen Filme” mit, sofern er nominiert werden sollte.  

Totale Mondfinsternis im Mai

Für alle Fussballfans kommt mit dem 1. März nicht nur der Frühling, sondern auch ein Datum, dass sie dick in ihrer Agenda anstreichen müssen. Dann beginnt nämlich die erste Verkaufsphase der Europameisterschaft-Tickets in der Schweiz. Diese dauert genau einen Monat. Pro Tag können jedoch maximal vier Tickets für ein Spiel bestellt werden. Dabei setzt man aber nicht auf ein Spiel, sondern eine Mannschaft, von der man überzeugt ist, dass sie die Qualifikation überstehen und an der EM mit dabei sein wird.

Ebenfalls im März werden wir Zeugen einer totalen Mondfinsternis. Dieses Naturspektakel konnte man auf europäischem Boden letztmals vor drei Jahren bewundern.

Bereits mitten im Frühling kommen die Eishockeyfans nochmals in den Genuss von krachenden Banden und puren Emotionen: In Moskau findet vom 27. April bis 13. Mai die Eishockey-Weltmeisterschaft statt. Mit dabei auch die Schweiz, die mit einem jungen Team versuchen wird, eine Überraschung zu landen.

Gibt es am Eurovision Song Contest im finnischen Helsinki mit der Teilnahme von DJ Bobo endlich wieder mal einen Schweizer Sieg? Am 12. Mai misst er sich mit einer Rekordzahl von 41 Vertretern anderer Teilnehmerländer.  

Kinosommer und politischer Herbst

Der Sommer bringt viel Freude für die Kinogänger. Mit dem letzten Teil der “Fluch der Karibik”-Trilogie am 24. Mai, “Harry Potter und der Orden des Phönix” am 12. Juli und “Simpsons The Movie” am 27. Juli kommen gleich drei Publikumsmagnete auf die Leinwand. Die Kinobetreiber wirds freuen.

Der bereits jetzt heiss ersehnte Festival-Sommer wird ab Juni bis Mitte September ebenfalls Besucher in Scharen anlocken. Die vielen neuen Festivals vom vergangenen Jahr stehen bei ihrer zweiten Durchführung nun vor einer Bewährungsprobe.

Last but not least die Eidgenössischen Wahlen. Am 21. Oktober werden die Karten für die Plätze im National- und Ständerat neu gemischt. Bei den Bundesratswahlen an der Wintersession (3. bis 21. Dezember) wird sich dann entscheiden, ob die SVP ihre Oppositions-Drohungen im Falle einer Abwahl einer ihrer Bundesräte wahr machen wird.

Das neue Jahr bietet viel Neues, dem wir gespannt oder mit Sehnsucht entgegenblicken dürfen. 2007 kann kommen.

Tour de Lorraine

Schon fast traditionell findet im Januar 07 die Tour de Lorraine statt. In 10 verschiedenen Lokalen dies- und jenseits der Berner Lorrainebrücke treten 10 Bands, diverse DJ’s und eine Tanztheatergruppe auf und es werden Filme gezeigt. Mit dem Gewinn der Tour de Lorraine werden die Proteste gegen das WEF 07 unterstützt, sowie andere politische und soziale Projekte.

Programmauswahl

Konzerte und DJ’s:

Café Bar Kairo

21:30 My Name is George (Winterthur), Retro−Rock−Punk−Grunge

Brasserie Lorraine

21:30 Fisty Four (Bern), Rock

23:00 Flaming Cocks (Prag), Rock−a−Psychobilly

Restaurant Du Nord

23:00 Mouthwatering Club Night feat. DJ’s Kev the Head, Dustbowl & Swo (BE)

Dachstock, Reitschule

23:30 Diesler feat. Laura Vane (UK), Funk−Soul−HipHop

Frauenraum, Reitschule,

23:00 Stella Glitter et les deux etoiles ** (ZH), R’n’R

01:00 aRAPiata (BL), HipHop

Tanztheater:

Tojo, Reitschule

20:30 Jitterbug – Larve, Puppe, Imago, Tanztheater pulp.noir

Film:

Kino in der Reitschule

20:00 We Feed the World; Erwin Wagenhofer, Ö, 2005

22:00 Diskussion mit dem Regisseur Erwin Wagenhofer

Eintrittspreis für alle Anlässe der Tour de Lorraine: 20.-

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Milad

Milad erhält von einer Fee das Versprechen, einen Schatz zu kriegen, wenn er es schafft 21 Tage in Folge satt zu werden. Da dies in seiner Heimatstadt Malula nicht möglich ist, macht er sich auf um in Damaskus sein Glück zu versuchen. Unterwegs verdingt er sich bei verschiedenen Herren, einer verschrobener als der andere, mehrmals gelingt es ihm mehrer Tage lang statt zu werden, aber den 21ten Tag erreichte er nie. Seine Herren rennen ins Verderben und Milad muss immer zusehen wie er sich retten kann. Plötzlich aber schrie einer:“ Sein Gehilfe! Wo ist sein Gehilfe? Fasst ihn den räudigen Hund, er darf nicht entkommen!“ Mir gerann das Blut in den Adren. Mit einem Satz sprang ich in den Garten und verschwand in der Dunkelheit. Ich rannte die ganze Nacht, und bei jedem Geräusch wähnte ich mich verloren.

Ein andermal stiehlt er einem reichen Händler gold und mietet sich für 21 Tage im einzigen Bordell von Damaskus ein Zimmer, doch auch hier erreicht er sein Ziel nicht, dafür verbringt er einige lustvolle Tage mit der Hure Nariman. „Wer zum Teufel hat dich geritten?“ tadelte mich die Fee, „ du warst jeden Tag imstande, den Schatz zu bekommen, und hast statt dessen deine Zeit und Kraft vergeudet.“ „Lass das. Davon verstehst du nichts. Du bist ein Luftgeschöpf. Und nur wer Fleisch auf den Knochen hat, verspürt den Hunger nicht bloss im Magen“, erwiderte ich trotzig. Sie schwieg. Dann sagte sie: „Mag wohl sein, Milad, aber ein bisschen Vernunft hätte dich gerettet.“

Der Autor Rafik Schami, 1946 in Damaskus geboren, schriebt voll Ironie, aber mit einer grossen Liebe zu seiner Heimatstadt, heute lebt er in Deutschland und wird auch als deutschsprachiger Autor geachtet. Mit Milad ist ihm ein schönes Märchen gelungen, voll Hoffnung und Charme, voll Farben und Düften – mit einer unterwarteten, hübschen Wendung zum Schluss. Ein Roman, den man an einem Wochenende in der Badewanne oder in der Hängematte verschlingt.

Viel Spass beim Lesen.


Milad, Von einem, der auszog um einundzwanzig Tage satt zu werden

Rafik Schami erschienen 2000 im dtv Verlag, München

 

20 mal Weihnachten

Geschenke die dir nicht gefallen, Dinge die du doppelt bekommen hast, Geschenke vom Vorjahr, die du nicht vermissen würdest, all das kann noch jemanden erfreuen. SRK, SRG SSR idée suisse und die Post geben gemeinsam Geschenke die für diese Aktion abgegeben wurden an arme Leute weiter. Die geschenkten Artikel werden laut dem SRK je zur Hälfte an Bedürftige in der Schweiz und im Ausland verteilt. Für sie soll die Geschenkaktion „2 x Weihnachten“ einen kleinen Lichtblick in die Winterzeit bringen – ein Akt der Nächstenliebe aus der Konsumgesellschaft.

Gefragt sind haltbare Nahrungsmittel und Alltagsgegenstände wie neue Kinderschuhe und -kleider, Schreibwaren und Schulhefte und Hygieneartikel (Seife, Shampoo, Zahnpasta). Man kann sich natürlich auch an der Aktion beteiligen, wenn man kein ungeliebtes Geschenk zum weitergeben hat und selbst etwas einkaufen gehen.

Das Rote Kreuz verteilt die eingeschickten Sachen an Kinder-Tagesstätten, Pflegeheime und Sozialhilfeempfänger in der Schweiz sowie an arme Menschen Osteuropa. Dieses Jahr schwerpunktmässig in Moldawien.

Alle Poststellen nehmen bis zum 6. Januar Geschenkpakete für „2 x Weihnachten“ gratis entgegen. Vorgedruckte Adressetiketten sind dort erhältlich.

Slampoetry in Bern

Ein Poetry Slam ist ein moderner Dichterwettstreit, ähnlich wie ein Freestyle-Battle ib der HipHop-Kultur. Die Slamenden tragen ihre Texte vor und kämpfen so um die Gunst des Publikums. Aus sechs bis acht Teilnehmenden wird am Schluss des Abends der Sieger gewählt.

Slam Liga

Die U20 Slam ist daran in der ganzen Schweiz eine Slam-Liga aufzubauen. In Workshops können sich Jugendliche und junge Erwachsene, zwischen 14 und 20 Jahren mit ihren Texten und ihrem Auftreten auseinandersetzen. Angeleitet werden sie dabei jeweils von einem Rapper und einem konventionellen Schriftsteller, Schauspieler oder von erfahrenen Slammern. Anschliessend messen sich die Teilnehmenden mit den andern Slammern aus der Region, die besten nehmen an den Schweizermeisterschaften teil. Auf der Homepage von U20 Slam können sich alle Slammenden der Liga über ihre Texte austauschen – eine interaktive Plattform für junge Dichter und MC’s entsteht.

Berner Sektion

Am 26. Januar findet im Gaskessel Bern der Startevent für die Slam-Liga Bern statt. Interessierten wird in einem stündigen Programm vorgeführt, was man unter Slam Poetry zu verstehen hat.

Türöffnung: 19.30

Alterslimite: keine

Preis:

10.- für SchülerInnen und Studenten

15.- für Verdienende

Wenn du dich direkt bei der Liga anmelden möchtest, oder aus einem anderen Kanton kommst, ist eine Anmeldung über die Homepage natürlich jederzeit möglich! Nach diesem Startevent finden bis zum Sommer einige Workshops und

Wettbewerb

Gewinne für dich und deine Klasse 25 Freieintritte an den Startevent im Gaskessel. Falls ihr noch nicht 16 Jahre alt seit, muss euch ein Elternteil oder eine Lehrkraft begleiten. Schicke zur Teilnahme bis am 20. Januar eine Mail mit dem Stichwort U20 Klasse an rahel.bachmann(at)tink.ch.

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Tribute to Santana

Die kalte Winterzeit kannst du dir im Gaskessel Bern am Donnerstag, 28. Dezember, mit heissem Latin-Rock erwärmen. Die südamerikanischer „Santanico“ gelten als die beste Santana-Coverband überhaupt. Sie spielen die

bekannten Hits von Carlos Santana: “She is not there”, “Black magic woman” und “Oye como va”. Sie bringen dazwischen aber auch eigene Songs oder gekonnte Improvisationen – alles mit viel Salsa-Feeling und mitreissenden Rhythmen. Eine Band zum Abtanzen und Aufwärmen.

Die sechsköpfige Truppe kommt ursprünglich aus Venezuela, seit rund zehn Jahren lebt sie nun aber den grössten Teil des Jahres in Holland und tourt immer wieder erfolgreich durch Europa.

Eintritt: 18.-

für Schüler und Studenten 15.-

Altersgrenze: 16 Jahre

Türöffnung: 21.00 Uhr nebst und nach dem Konzert ist Rockdisco angesagt.

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„Die Leute wollen keine teuren Bilder“

Sie bieten eine Auswahl von Ihren Werken am Kunstsupermarkt in Solothurn an. Neuland für Sie?

Nein, es ist keine neue Welt für mich. Ich wirke mittlerweile seit drei Jahren an Kunstsupermärkten mit, sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland.

Wie kamen Sie auf die Idee, sich für den Kunstsupermarkt anzumelden?

Am Anfang wusste ich noch nichts über den Kunstsupermarkt. Einige Kunden aus Basel, die mich an einer Ausstellung in Müllheim in Deutschland besuchten, brachten mich auf die Idee. Übers Internet habe ich dann meine Bewerbung nach Solothurn abgeschickt.

Es werden Bilder zwischen 99 und 599 Franken verkauft. Worin lag die Motivation, extra eine passende Auswahl an Bildern anzufertigen?

Die Bilder sind natürlich schon extrem günstig. Die Preise decken die Unkosten nicht mehr als zu 50 Prozent ab. Einige Künstler wissen auch, dass die Besucher und Käufer nicht sehr kritisch an einen Kunstsupermarkt gehen. Für meinen Teil ist es eine gute Chance endlich meine Werke zu verkaufen, denn der Verkauf von Kunst ist nicht immer profitabel, vor allem für Künstler, die noch nicht an den grossen, internationalen Ausstellungen mit dabei sind. Der Erfolg limitiert sich dabei aber auf die Komplimente, die man erhält. Das ist zwar schön und gut, aber Komplimente allein machen einem nicht immer berühmt.

Arbeitet man bei solch günstigen Werken weniger lange an einem Bild oder wo haben Sie eingespart, was ist schlechter?

Am Kunstsupermarkt beginne ich zu experimentieren. Ich probiere neue Stile und Techniken aus und ich weiss beim Kunstsupermarkt aus Erfahrung, dass die Leute keine teuren Bilder kaufen, die ihnen gefallen. Für mich gibt es wirklich keine schlechten oder schönen Bilder. Wenn ich nach meiner Ansicht schlecht male, dann verkaufe ich das Gemälde auch nicht.

Gibt es Unterschiede zwischen den Kunstansprüchen in der Schweiz und in Deutschland? Und nehmen Sie auf solche Rücksicht?

Ich habe wirklich den Eindruck, dass gewisse Unterschiede zwischen der Schweiz und Deutschland bestehen, aber nicht im Bereich des Supermarktes. Ich habe aber bemerkt, dass Bilder, die mehr ins Klassische gehen, in Solothurn mehr Erfolg haben als am Kunstsupermarkt in Frankfurt. Liegt es an der Gesellschaft? Das ist möglich. Es kann auch einfach am Alltag liegen, den man vielleicht in Deutschland anders wahrnimmt als in der Schweiz.

Von wo holen Sie die Inspiration und Ideen für Ihre Bilder?

Ich nehme meine Inspiration fürs Malen aus meiner Liebe zu Katalonien und dem Mediterranen. Die von der Sonne verbrannte Erde, der salzige Wind und der gute Wein, den man bei einem Essen probiert. Das ist eine Art von reichem Leben für alle Bewohner. Aber weil ich jetzt das Meer und diese Stimmung nicht habe, sind für mich auch andere Themen wichtig geworden, wie zum Beispiel die Schönheit der Frauen und die menschlichen Gefühle.

Können Sie Ihre Techniken, die sie zum Malen verwenden, erklären?

Ich verwende quasi nie einen Pinsel und arbeite eigentlich immer mit den Händen und einem Spachtel auf einer Papierrolle. Ich liebe diese Materie. Die Farbe muss vom Bild hervorkommen, damit es für mich stimmt. Ich verwende übrigens auch praktisch nie eine Skizze für meine Werke. Ich gehe direkt mit meinem Instinkt, meiner Leidenschaft und meiner Spontaneität an die Leinwand heran.

Wie kamen Sie zu diesem Malstil und wann haben Sie mit dem Malen begonnen?

Mein Stil ist eine Fortentwicklung, die sich mit der Zeit und wahrscheinlich mit der Materie gebildet hat. Viele Künstler beginnen mit sehr unterschiedlichen Malstilen. Ich denke, dass jeder Einzelne eine für sich logische und instinktive Entwicklung durchmacht. Ich male seit dem zehnten Lebensjahr. Ich wurde von der Freiheit angelockt. Ich habe diese freie Art zu malen mir selber angelernt. 

Reichen die Erträge, um von dieser Passion zu leben?

Ich habe vier Kinder, was zur Konsequenz hat, dass ich momentan auf Arbeitsuche bin. Es müsste etwa in der Höhe eines Professors sein, um das Minimum abzudecken. Ich verzweifle aber nicht an dieser Situation. Das Geld von den Bildern würde aber nicht reichen, um davon zu leben.

Haben Sie momentan noch eine andere Serie Bilder an einer Ausstellung? Wenn ja, wo und zu welchem Thema?

Ich habe momentan noch eine Ausstellung in der Stadtbibliothek im deutschen Neuenburg. Ab kommendem Januar 2007 bin ich auch noch am Kunstsupermarkt in Frankfurt mit einigen Werken vertreten.