Gesellschaft | 06.11.2006

Sexy oder sexistisch?

Text von Rahel Schmid
In Basel findet am 17. November unter dem Titel «Von der Inszenierung des Weiblichen und des Männlichen in der Werbung« ein Informationsabend zum Thema Sexismus in der Werbung statt. Wo ist der Wendepunkt von sexy zu sexistisch, von gewagt zu diskriminierend?
Gelungenes Wortspiel oder Diskriminierung? Slogan für Uhren von IWC Betonung der Uhrenqualität oder Heruntersetzung der Frau? Baden im Glück. Werbung für das Badener Casino.

Werbung, in unserem Informationszeitalter omnipräsent, ist zu einem selbstverständlichen Teil unserer Alltagskultur avanciert. Sie berieselt uns beim morgendlichen Zähneputzen in Form von Werbespots aus dem Radio, lenkt uns mit ganzseitigen Inseraten vom Lesen der Zeitung ab, lächelt uns überdimensional von grossflächigen Werbeplakaten entgegen, unterbricht unseren Lieblingsfilm im Fernsehen und erscheint in einem sich plötzlich öffnenden Kästchen als Infoscreen am PC.

Werbung kann verblüffen, unterhalten, langweilen, informieren. Werbung kann aber auch sexistisch sein. Immer mehr Werbeplakate bedienen sich der Darstellung halb nackter Körper oder sexuell gefärbter und diskriminierender Sprüche, wobei der Zusammenhang zu dem beworbenen Produkt häufig äusserst konstruiert ist oder gänzlich fehlt. Warum muss sich eine Uhrenfirma eingerosteten Vorurteilen gegenüber Frauen bedienen, um auf ihr Produkt aufmerksam zu machen? Was hat ein Casino mit einem aufgeblasenen Delphin zu tun, auf dem eine leicht bekleidete Frau reitet?

Dore Heim, Leiterin der Fachstelle für Gleichstellung aus Zürich und Fachexpertin der Schweizerischen Lauterkeitskommission, hält zum Thema Sexismus in der Werbung einen Vortrag mit anschliessender Diskussion über ausgewählte Werbeplakate. Anhand von Bildbeispielen wird sie die Kriterien für diskriminierende Werbung erläutern und auf die unterschiedlichen Rollen von Frau und Mann in der Werbung eingehen. Weitere Schwerpunkte sind die Erläuterung der rechtlichen Grundlagen von Werbung sowie die Skizzierung von Beschwerdemöglichkeiten.

Vortrag:


Freitag, 17. November 2006

19.00 Uhr bis 20.30 Uhr

Universität Basel, Petersplatz 1, Raum 001

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