Sport | 02.11.2006

Keine besonders kreativen Lines

Text von Daniel Jörg
Wer nicht nur auf dem flachen Boden skaten, oder Treppen runterspringen will, braucht einen guten Skatepark. Im Kanton Zug gibt es nicht sehr viele davon. Auch der Skatepark beim Podium 41 in Zug schneidet beim Test von Tink.ch nicht gut ab.
Quarterpipe und kleine Bank. Fotos: Daniel Jörg Die grosse Bank und ihr kleiner Bruder. Die Quarterpipe. Aussicht von der grossen Bank. Wenn die wüssten, dass das Curb eingewachst ist.

Ort

Vis à  vis des Podium 41, in der Nähe vom Boots-Hafen.  

Hindernisse

In erster Linie ist die klassische Bank-Funbox-Bank-Form präsent: Auf der einen Seite eine grosse recht steile Bank, mit ihrem kleinen Bruder, welche auch mal für Transfers, von hoch zu tief und umgekehrt genutzt werden kann. Zentral liegt die Funbox mit Ledge. Die Ledge ist aber eher etwas für fortgeschrittene Skater, da sie doch recht hoch ist.  Weiter gibt es noch eine kleine Bank mit einer Quarterpipe nebenan. Es stehen da auch noch ein Curb, ein Stufencurb, ein Flatrail und ein Jersey Barrier. Natürlich hat das ganze kein Dach. Also nix skaten bei Regen.  

Material

Die Banks und die Quarter bestehen aus Kunststoff und sind daher recht rutschig. Bei allen Kunststoffelementen sind die Platten nicht richtig verschweisst, weshalb man dort auch mal hängen bleiben kann, was doch eher nervig ist. Die Funbox besteht aus Beton und ist wesentlich besser verarbeitet, als die Kunststoffelemente. Der Boden ist geteert.  

Fahrspass

Bei dieser Parkform ergeben sich natürlich keine besonders kreativen Lines. Es ist meistens einfach ein hin und her Gefahre, was nach einiger Zeit langweilig wird. Schwieriger wird es ab 7-8 Skatern. Macht jemand einen Trick über die Hip, fährt er bei der Landung fast immer in den Anfahrtsweg auf das Curb oder die Quarter. Man muss bei vielen Leuten im Park also ständig auf der Hut sein. Antiautoritär erzogene Kinder von Spaziergängern und Besuchern des Podium 41, die im Park herumtollen, machen das ganze auch nicht einfacher. Leider ist das Holz-Curb, welches nicht fester Bestandteil des Parks ist, manchmal von allen Elementen am meisten befahren.  

Note

3.5 – Eigentlich müsste man ja dankbar sein, dass überhaupt etwas entstanden ist. Wer aber schon einmal in einem richtig guten Park gefahren ist, weiss, dass dieses Pärkli sich mit solchen aus anderen Ländern oder gar Kantonen nicht messen kann.