Sport | 21.11.2006

Ein Park mit Abwechslung

Text von Daniel Jörg
Tink.ch wollte wissen ob dieses auf den ersten Blick etwas hässlich anmutende Objekt die Bezeichnung Skatepark überhaupt verdient. Und siehe da...
Kleine Quarter mit Bank. Aussicht von der Grossen Bank auf Funbox und Miniramp. Die Miniramp. Rollstuhlrampe mit Teppe. Copingkanten an der Ledge. Es giebt sogar ein Kiesbett zum rüberhüpfen.

Ort

Baar, neben der Waldmann-Halle, vor dem Jugendtreff Cube.  

Hindernisse

Auch bei diesem Park finden wir die typische Funbox mit Ledge als zentrales Element. Die Ledge zieht sich über die ganze Funbox und ist nicht mit den üblichen Metallwinkeln versehen, sondern mit einer Art Coping, wie man es von Quarterpipes und Miniramps her kennt.

Auf der einen Seite gibt es eine Quarter mit Bank nebenan, und auf der anderen Seite finden wir das Selbe nochmals in klein. Zwei Betoncurbs mit normalen Metallwinkeln ergänzen den Park.

Nicht zu vergessen ist auch die Miniramp für Transitionfreunde. Eine lange Rollstuhlrampe mit anschliessender 4er-Treppe bietet sich sogar als echtes Streetelement an. Manchmal steht da noch anderer Kleinkram, wie zum Beispiel selbst gebastelte Curbs oder wackelige Flatrails.  

Material

Fast der ganze Park besteht aus Beton und ist auch ziemlich gut verarbeitet. Die Miniramp besteht aus einem Metallgerüst mit Kunststoffplatten. Der Boden sowie die Rollstuhlrampe sind geteert. Wobei letztere wohl nicht zum Skaten gedacht ist.  

Fahrspass

Dadurch, dass es doch recht viele verschiedenartige Elemente gibt, wird es einem in diesem Park nicht so schnell langweilig. Natürlich fährt man im Park vorwiegend von vorne nach hinten, jedoch kann man dabei locker drei Elemente in eine Linie mit einbeziehen ohne einmal zu pushen. So kann man beispielsweise nach einem Trick in der grossen Quarter die Hip der Funbox  nutzen und gleich weiter auf ein Curb zufahren.

Die Verteilung der Elemente auf dem Platz scheint etwas besser gelungen, als in Zug. Jedoch kommt es auch hier ab einer gewissen Anzahl Skatern zu Platzproblemen. Hat man vom eigentlichen Park die Nase voll, kann man zur Miniramp wechseln. Jedoch täuscht der Name, denn diese Ramp ist doch etwa 1,8 Meter hoch, und somit einer dieser komischen Zwitter zwischen Halfpipe und Miniramp. Meiner Meinung nach sollte eine Miniramp viel tiefer sein, damit das wirklich chillige Minirampfeeling aufkommt. Sonst könnte man ja gleich in die grosse Halfpipe gehen, was dann wieder ganz etwas anderes wäre. Vielleicht ist dieses Exemplar auch eher etwas für Rollerblader oder die fortgeschrittenen Minirampchamps.

Die Legde der Funbox ist wegen seiner Copingkanten gewöhnungsbedürftig. Auch kann man das kleinere Quarter-Bank Element nicht zum Anlauf auf die Ledge benutzen. Will man von dieser Seite her kommen, muss man von weiter hinten, aus dem Flachen heraus, Anlauf nehmen.  

Note

4,5 – Leider ist der Platz oft mit Steinen und Glasscherben übersäht, was wohl der Nähe zum Jugendtreff zu verdanken ist. Ein öffentlicher Besen könnte hierbei Abhilfe schaffen. Der Park bietet grundsätzlich viel Abwechslung und die vorhandenen Elemente sind auch brauchbar. Aber es gibt Dinge, die man besser machen könnte. So wäre zum Beispiel die Grösse der Miniramp anzupassen. Und wie wäre es einmal mit einer dritten Bank als Anlauf auf eine Funbox? So ein Teil hat ja schliesslich nicht nur zwei Seiten.