Kultur | 27.10.2006

Wie geschmiert

Text von Redaktion Bern
In Burgdorf haben die Krimitage begonnen. Nach dem diesjährigen Motto "wie geschmiert" gibts dort vom 27. Oktober bis am 5. November allerlei Vorlesungen, Konzerte, Ausstellungen, Hörspiele, Filme und Theatervorstellungen zu sehen und zu hören.

Die Krimitage Burgdorf finden heuer bereits zum siebten Mal statt. Und wieder präsentieren die Organisatoren ein zehntägiges abwechslungsreiches und vor allem spannendes Programm. Die Höhepunkte im Überblick:  

Am Montag 29. Oktober gibts ein Palaver zu Geheimsprachen. Es unterhalten sich auf lockere Art Christian Schmid, Redaktor bei Schweizer Radio DRS und der Historiker Hansjörg Roth und nehmen dabei das Leitthema der diesjährigen Krimitage, das Schmieren, unter die Lupe. Es folgen ein Gespräch über Korruption und Geldwäscherei sowie der Hörkrimi „Schnee im Mai“ am Dienstag, am Mittwoch das Konzert der Berliner Literaturband Fön, die einige kriminelle Stücke mit dabei haben, zum Beispiel das in diesem Jahr besonders gut ins Krimitage-Programm passende „Schmiere jestanden“, und am Donnerstag wird getrascht an der Pecha Kucha Night: 20 Personen zeigen und kommentieren 20 Bilder in je 20 Sekunden. Auf diese Weise soll das Publikum zu einer Diskussion oder Debatte angeregt werden. „Pecha Kucha“ heisst so viel wie „irritierendes Plappern“, kurz „Tratsch“.  

Am Freitag 3. November geht es dann los ins Wochenendprogramm. Wladimir Kaminer kommt mit seiner Russendisko und seinen hinreissenden Kolumnenübers Leben in der Grossstadt und wie man es sich einigermassen zurecht mischelt nach Burgdorf. Und zu später Stunde wird im Kino Krone „Tod einer Ärztin“ gezeigt. Ein Fall für Kommissar Hunkeler.

Nächstentags gehts weiter mit einer Führung an „Böse Orte“ in der Burgdorfer Oberstadt, einer Lesung von Mafia-Spezialist Ottavio Cappellan aus Catania aus seiner Parodie auf die moderne Mafia „Padre Padrones Enkel“. Passend dazu spielt später die Cello Mafia auf: Eine Frau. Vier Männer. Fünf Celli. Klirrende Eisbrocken, gefährliche Leidenschaften, heisse Töne.

Zum Abschluss der Krimitage gibt es am 5. November schliesslich einen spannenden Filmsonntag. Zur Auswahl stehen fünf Kriminalfilme.

Einige Programmpunkte gibt es auch mehrmals zu sehen und zu hören. Beispielsweise die Undurchschau-Bar der blindekuh Basel, die zum Apéro in der Dunkelheit lädt (jeden Tag von 17 bis 21 Uhr) , die etwas spezielle Ausstellung „Guggers Dreckgeschäfte – Die geheimnisvolle Schliessfachgalerie“ (jeweils von 18 bis 20 Uhr und am Samstag, 4. November, von 11 bis 17 Uhr). Oder das Theaterstück „-˜s Huus vo de tote Ouge…“: Augenräuber, leblose Bräute und besessene Forscher in einem schaurigen Stück Theater nach einer Erzählung von E.T.A. Hoffmann. Und bereits die 5. Produktion von TAT. ORT. THEATER im Rahmen der Burgdorfer Krimitage (täglich um 20 Uhr bis am 11. November).

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