Kultur | 24.10.2006

Katt träumt manchmal von Besuch

«Besuch bei Katt & Fred" heisst das neue Stück des Theater Aeternam. Die Premiere wird am Donnerstag 26. Oktober im Treibhaus Luzern gefeiert. Dort steigen dann auch gleich zwei weitere Vorstellungen.
Katt und Fred mit Besucherin Miranda. Die drei Schauspieler Marco Sieber, Rita Zimmerli und Franziska Bachmann Pfister. Regie führt die Zürcherin Catherine Villiger.

Katt und Fred sind zusammen. Sie haben je ein Sofa. Weitere Angaben zu Ort, Zeit und Biografie gibt der Text nicht vor. Sie sind zufrieden in ihrem kleinen Reich, nur zu zweit, niemand anders.

Nur Katt träumt manchmal von Besuch. Und der Besuch kommt. Miranda. Auch über ihr Woher oder Wohin sagt der Text nichts. Miranda mischt die Gemeinschaft auf, sie treibt einen Spaltkeil zwischen Katt und Fred. Als Katt und Fred das realisieren, muss Miranda wieder gehen. Aber es ist nicht mehr wie vorher.

Die knappe Sprache, die vielen Pausen, die Lakonie der Sätze, das Fehlen jeder Psychologie erinnern an Beckett. Es sind eigentlich Modell-Dialoge, die durch die Abwesenheit von Biografie absurd werden, und dennoch sehr klar zwischenmenschliche Konstellationen untersuchen.  

«Katt und Fredda», so das Original der 1970 geborenen Autorin Ingeborg von Zadow, wurde 1997 im Jungen Theater Zürich uraufgeführt.

Infos:


"Besuch bei Katt & Fred" vom 26. – 28. Oktober, jeweils 20.30 Uhr im Treibhaus Luzern. Auf der Website des Treibhauses können Tickets reserviert werden. Im November spielt das Theater Aeternam in Sempach und im Dezember in Stans.

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