Kultur | 14.10.2006

Haarsträubend

Text von Redaktion Bern
Erstmals spannen das Naturhistorische Museum und das Museum für Kommunikation in Bern für eine Ausstellung zusammen. Am Donnerstag, 19. Oktober 2006, wird die Ausstellung mit der feierlichen Vernissage um 18 Uhr eröffnet.

Die Vernissage findet aus Platzgründen gleichzeitig im Museum für Kommunikation sowie im Naturhistorischen Museum statt.

Die Ausstellung «haarsträubend» wird einen Einblick bieten in die Kommunikation zwischen Tieren und zwischen Mensch und Tier. Sie eröffnet ein weites Feld voller eindrücklicher bis skurriler Phänomene. Und sie zeigt: Kommunikation ist eine unverzichtbare Grundlage des Lebens, für uns Menschen wie für die Tiere. So bunt wie das Leben, so vielfältig sind die Phänomene und so exotisch die Formen der Kommunikation.

Ob Furcht, Aggression oder Zuneigung: Tiere kommunizieren mit ihrem ganzen Körper. Sie gehen dabei unkompliziert und effizient vor. Denn meist ist es lebenswichtig, dass sie richtig verstanden werden. Ohne Balzverhalten (und die Antwort darauf) keine Nachkommen, ohne Warnsignale Tod und Verderben. Daher ziehen sie alle Register, die einem Lebewesen zur Verfügung stehen.

Tiere lassen uns Menschen nicht kalt. Von der leidenschaftlichen Vergötterung des «Büsis» über den instinktiven Ekel vor Schlangen und Spinnen bis zur um sich greifenden Furcht vor bissigen Kampfhunden: Der Umgang mit Tieren ist geprägt von Emotionen; aber auch von Vorurteilen und Missverständnissen. Wie können wir die Signale deuten, und können wir dies überhaupt?

Man sagt vom Heiligen Franz von Assisi, von Tarzan und von den Schamanen, dass ihnen die Tiersprache geläufig war und ist. Normalsterbliche verstehen die unglaubliche Vielfalt der Tiersprache(n) höchstens annäherungsweise. Die beiden Mussen wollen dir nun einen tieferen Einblick ermöglichen. Die Qualität der bisherigen Sonderaustellungen in beiden Häusern lässt einiges hoffen. Mach dir dein eigenes Bild, vielleicht gleich an der Vernissage, wenn auch das Apéro lockt.

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