Kultur | 03.10.2006

Erfrischender Secondo-Rap aus dem Aargau

Text von Luzius Brotbeck
Mit "Pizza Connection" erschien am 8. September 2006 das erstaunliche Debütalbum von Stoffunita. Die Hiphop-Crew besteht aus den Rappern Marzelez, Ceschi D. und DJ Gianchi.

Produziert wurde die Scheibe mehrheitlich vom hauseigenen Produzenten AL R., aber auch Jakebeatz, Simon Ayem, Lou Geniuz und die italienische Legende Bassie Maestro haben ihre Sounds beigesteuert. Die Italo-Schweizer aus Baden verstehen es, italienschen Rap mit Schweizer Slang zu vereinen.

Das klingt sehr erfrischend und bringt eine angenehme Abwechslung. Die MC versuchen so eigenständig wie möglich zu wirken und distanzieren sich mit ihren Rhymes vom kommerziellen Gangsterrap und der von Markenklamotten dominierten Hiphop-Szene.

Sie setzen sich zudem mit den Vorurteilen gegen Secondos bzw. Italiener auseinander. Wie in dieser Szene üblich, fehlt auch bei Stoffunita das nötige Eigenlob und der so genannten Diss gegen andere Rapper nicht, dabei geht aber die nötige Selbstironie nicht verloren. Unterlegt werden die Texte geschickt mit eingängigen Beats, die sehr melodiös, aber auch hart klingen. Auf diesem Erstlingswerk sind sowohl schnelle wie auch langsame Rhythmen vertreten.

Insgesamt ist “Pizza Connection” ein geglücktes Debütabum, welches in der CD-Sammlung eines Schweizer- bzw. Italo-Rapfans nicht fehlen sollte.

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