Kultur | 11.09.2006

Tourstart mit 22 neuen und alten Songs

Text von Laura Kissling
Der 8. September 2006 war für die fünf «bärner Giele« der Mundart-Band Plüsch ein besonderer Tag. Nach eineinhalb Jahren Pause stand ihr drittes Album «Früsch gwäsche« in den Regalen. Gleichentags fand in Interlaken die CD-Taufe statt.
Sänger Ritschi genoss es, endlich wieder auf der Bühne zu stehen. Fotos: Laura Kissling Völlig verschwitzt aber glücklich beendeten Plüsch ihre Plattentaufe unter anhaltendem Applaus. Frauenschwarm Roger bewies, wie gut er seine Gitarre beherrscht. Bassist Simi zupfte nicht bloss die Saiten, sondern zeigte auch sein Können am Mikrofon. Beim neuen Song "Allei und wit wäg" zog Hunzi das Publikum mit einem beeindruckenden Keyboard-Solo in seinen Bann. Jeder war voll und ganz mit von der Partie. Hier Gitarrist Roger.

“Wir wollten einfach mal so richtig Gas geben”, sagte Ritschi vor dem Konzert, das am Abend in familiärer Atmosphäre im Restaurant Goldener Anker in Interlaken stattfand, vor etwa 230 Leuten, darunter viele Freunde, Kollegen und Verwandte. Der sympathische Frontsänger hatte auch nicht zu viel versprochen: Plüsch legten fast pünktlich um 22.30 Uhr mit ihrem ersten neuen Song los. Es dauerte nicht lange, schon hatte Ritschi sein Publikum fest im Griff.

Vom neuen Album «Früsch gwäsche« gab es live komplett alles zu hören, von «Wie Chind« bis zum finalen Zugabe-Titel «Freie Fall«. In das gut zweistündige Programm passten natürlich auch ein paar alte Hits, wie zum Beispiel «Irgendeinisch«.

Plüsch goes Rock?

Mit zwei neuen Songs kommen Plüsch ungewohnt rockig daher. Vor allem «Allei und wit wäg« hatte es dem Publikum besonders angetan. Mit einem Keyboard-Solo und diversen Showeinlagen wurde dieses Lied zu einem zehnminütigen Musik-Highlight, das die Menge zum Kochen brachte. Die Freude darüber, auf der Bühne so richtig Gas zu geben, war den fünf Jungs, Ritschi, Simi, Röschel, Bali und Hunzi, anzusehen.

Gleich anschliessend wurde die neue CD dann mit Champagner feierlich auf den Namen «Früsch gwäsche« getauft. 

Alte Songs neu einstudiert

Doch natürlich war dies nicht alles, womit Plüsch zu überraschen vermochten. Eine moderne Version des Rumpelstilz-Klassikers «Teddybär« entlockte so manchem Besucher lautstarke Begeisterung.

Da kam der Plüsch-Klassiker «Heimweh« genau richtig. Die ausgelassene Stimmung war nicht mehr zu bremsen. Kaum jemand blieb bei diesem Lied sitzen, und von Gross bis Klein sang jeder mit. Nach einigen neuen und alten Balladen war bereits der nächste Höhepunkt angesagt: Eine A-Capella Version von «Schwein gha«, einem Gute-Laune-Song vom zweiten Plüsch-Album. Manch einer war über die Gesangskünste aller fünf Jungs überrascht.

Eine beeindruckende Leistung

Plüsch präsentierten insgesamt ganze 22 neue und alte Songs. Erschöpft und überaus zufrieden beendeten sie das Konzert gegen 0.30 Uhr mit anhaltendem Applaus. Zur Freude aller Fans beantworteten die fünf Musiker anschliessend Fragen und gaben Autogramme. Auch neue Merchandising-Artikel konnten gekauft werden. Passend zum CD-Cover gibt es eine speziell angefertigte «Plüsch-Kernseife« zu kaufen, welche sich bereits an diesem Abend als Renner entpuppte. Eine äusserst gelungene CD-Taufe ging zu Ende. Plüsch haben bewiesen, dass sich das Warten auf ihr neues Album gelohnt hat.


Plüsch haben ihre Tour begonnen und treten unter anderem am Schupfart Festival, im Bierhübeli Bern und in der Schüür in Luzern auf. In den nächsten Monaten geben sie fast jedes Wochenende ein Konzert.  Den genauen Tourplan gibts auf der Band-Website.

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