Kultur | 11.09.2006

Silhoutten im Farbenmeer

Text von Martin Sigrist
Fünf Männer aus Glasgow namens Mogwai zogen das Publikum in der Kaserne Basel in ihre Klangwelten. Worte brauchten sie dafür kaum. Sie liessen die Instrumente gewähren. Mit voller Wucht.
Stuart Braithwaite im Farbenbad der Lichtshow. Fotos: Martin Sigrist Mogwai gaben in Basel ihr einziges Schweizer Konzert... ...liessen ihre intensiven Klangwelten mit den Farben verschmelzen... ...und sangen nur ganz selten mal ins Mikrofon. Hier John Cummings.

Die Vorband hatte leider abgesagt. So warteten an diesem warmen Herbstabend die zahlreichen Fans, manche von ihnen weit her gereist, draussen vor der Kaserne Basel etwas länger auf das einzige Schweizer Konzert der Band Mogwai.

Im Gepäck hatten die fünf Männer aus Glasgow ist ihr fünftes Studioalbum «Mr. Beast«. Punkt 22 Uhr standen sie auf der Bühne der Kaserne und legten gleich mal kräftig los mit dem Song “Hunted”.

Mogwai brauchten eine Weile um den mittlerweile engen Reithalle mit ihrem ganzen Sound zu füllen. Nicht alle Besucher konnten sofort etwas anfangen mit den teilweise sehr langen Instrumentalstücken. Doch trotz oder gerade wegen der Hitze im Raum wurde die Stimmung nach jedem Stück intensiver. Mogwai fanden schnell zu ihrem einzigartigen intensiven Stil, welcher fast ausschliesslich instrumental und mit voller Wucht auf die Zuhörer losgelassen wird. Mehr und mehr verstummten die Plappermäuler im Publikum und liessen sich ein in eine Klangwelt voller Elektronik, Effekte und viel Musik ziehen.

Die starke und zugleich schlichte Lichtshow liess die Musiker in intensiven Farben schwimmen und die meiste Zeit als schwarze Silhouetten erscheinen. Nach gut 90 Minuten und zwei Zugaben war der Spuk vorbei und der dringend benötigte Gehörschutz konnte wieder entfernt werden.

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