Gesellschaft | 11.09.2006

Orangelog.eu geht online

35 junge Journalisten aus fünf europäischen Ländern trafen sich in Potsdam bei Berlin zum Start des multimedialen Webportals Orangelog.eu. Sie diskutierten über die Zukunft des neuen grenzübergreifenden Medienprojekts und erarbeiteten erste Beiträge.
Ein klares "Ja" für die Absichtserklärung von Orangelog.eu. Fotos: Jona Hölderle Austausch vor dem Laptop: Lailo Sadeghi aus der Schweiz und die Ungarin Julianna Boerzei schreiben gemeinsam ein Theaterstück. Diskussionen am grossen Tisch.
Bild: Jonas Häfele Verleger Lord Weidenfeld (ganz links) und andere bedeutende Meinungsmacher am M100 Sanssouci Colloquium. Fotos: Janosch Szabo Die Schwedin Susanna Hult und der Ungare Szabolcs Turanyi beim Apéro vor dem Schloss Sanssouci in Potsdam. Björn Richter, Michael Geffken und Susanna Hult bereiten die Präsentation von Orangelog.eu am M100 Treffen vor.

Das Konzept für Orangelog.eu stammt von der European Youth Press (EYP). Geplant ist vorerst ein Magazin für Berichterstattungen von Events mit europäischem Charakter. In der Absichtserklärung auf der Website steht: «Wir legen besonderen Wert auf den kulturellen Aspekt der Anlässe und berichten über die Verschiedenheiten und Gemeinsamkeiten der teilnehmenden Länder.«

Ziel ist es, dass sich junge Journalisten aus ganz Europa an solchen Anlässen treffen und gemeinsam davon berichten, multimedial natürlich, mit Video-, Podcast-, Bild- und Textbeiträgen. Die verbindende Sprache ist Englisch.

Wertvoller Austausch

Eine erste vielfältige Eventreportage ist nun bereits online, entstanden an einem europäischen Jugendmedienworkshop anfangs September in Potsdam. Dieser fand im Rahmen des M100 Sanssouci Colloquiums 2006 statt und drehte sich thematisch um eben dieses jährliche Treffen der 100 wichtigsten Meinungsmacher Europas, um Web 2.0, also die Weiterentwicklung des Internets hin zu einem multimedialen, interaktiven Netz, und die neuen Medien. Aber ebenso um den Austausch, die Vorurteile und die kulturellen Verschiedenheiten innerhalb Europas, denn beim Start von Orangelog.eu waren rund 35 junge Leute aus Schweden, Polen, Ungarn, Deutschland und der Schweiz dabei. Das gemeinsame Interesse an der Medienwelt und den neuen Möglichkeiten, die das Internet bietet, hat sie zusammengebracht. Ihre journalistischen Hintergründe aber sind sehr verschieden, so verschieden wie die Medienlandschaften der einzelnen europäischen Länder. Der Austausch in Gesprächen, Diskussionen und gegenseitigen Interviews war deshalb ein zentraler Aspekt des dreitägigen Workshops. Geleitet wurde er von Jona Hölderle, dem Generalsekretär der European Youth Press.

“Neue Generationen bringen neue Ideen”

Am Montag 4. September trennten sich die jungen Medienmacher wieder. Vier von ihnen, Szabolcs Turanyi-Vadnay aus Ungarn, Susanna Hult aus Schweden, Lars Friedrich aus Deutschland und Janosch Szabo aus der Schweiz blieben jedoch ein paar weitere Tage in Berlin, um die am Workshop begonnene Arbeit weiterzuführen und die Beiträge auf der Webseite zu publizieren. Schliesslich konnten sie gar am M100 Sanssouci Colloquium teilnehmen und das neue Webprojekt vorstellen. Susanna Hult sagte dabei in ihrer kurzen Ansprache: «Viele von Ihnen sprechen von neuen Medien und den Herausforderungen, die sich dadurch dem Journalismus stellen. Manche unter Ihnen scheinen sich davor zu fürchten. Aber was gibt es da zu fürchten? Neue Technologien bringen neue Möglichkeiten und neue Generationen bringen neue Ideen. Überall in Europa sind tausende junge Journalisten aktiv und manche von ihnen werden in Zukunft dort sein, wo Sie jetzt sind. Und sie haben keine Angst davor.«

Begleitet und unterstützt wurde das vierköpfige Team während der intensiven Arbeitstage in Berlin von Björn Richter, Vorstandsmitglied der European Youth Press, und Michael Geffken, dem Jugendpresse-Koordinator des M100 Treffens. 

Plattform für junge europäische Journalisten

Der Start des neuen Webportals Orangelog.eu ist durchaus geglückt. Was die Zukunft bringt, steht noch offen, aber Ideen sind jedenfalls schon da. Nebst Berichterstattungen von Events könnten zukünftig auch thematische Beiträge publiziert werden, natürlich solche, die über die eigenen Landesgrenzen hinaus interessant sind. Weiter soll Orangelog.eu auch eine Austauschplattform für die jungen Journalisten Europas sein, dazu dienen die Erfahrungen zu sammeln und die Medienlandschaften anderer Länder kennen zu lernen.

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