Kultur | 25.09.2006

Langer Weg zur ersten CD

Text von Janosch Szabo
Vor rund zehn Jahren haben die Jungs von Pegasus ihre ersten Gitarrentöne gezupft. Jetzt endlich ist ihre erste CD «music is my baby« herausgekommen. Und die geht weg, wie frische Brötchen, denn darauf hat es drei schnörkellose, rockige, melodiöse und ziemlich fetzige Songs.

Angefangen haben Noah, Simon und Gabriel mit der Musik schon sehr früh, als kleine Jungs, zu Hause im Keller. Die Nachbarn schlugen die Türen zu, die Mütter brachten das Picknick die Stufen runter. Das Schlagzeug war selber gebastelt und anfangs hatte nur der Bass eine elektrische Verstärkung.

Die Bandnamen wechselten von The Eagles über The Keys bis zu The Misters. Die Beatles waren ihre Inspirationsquelle und später alte Rock’n’Roll-Schinken wie “twist and shout”. Die kommen auch heute noch gut an beim Publikum, denn die Jungs covern die Beatles erstklassig, fetzig und frisch.

Schliesslich besorgten sich die Drei anständige Instrumente, tauften sich um auf den Namen Pegasus, holten Schlagzeuger Hannes Prisi an Bord und gaben des öfteren Konzerte. Langsam aber sicher begann der Aufstieg.

Der Durchbruch kam im Jahre 2003. Im Sommer gewannen Pegasus gleich zwei Bandwettbewerbe nacheinander, jenen am Aarebordfest und den Soundcheck in Brügg. Dort rockten sie bereits mit Stefan am Schlagzeug. Jetzt kam Schwung in die Band. Die vier Jungs übten unermüdlich, begannen vierstimmig zu singen, wollten ihre Möglichkeiten voll ausschöpfen, träumten von ihrer ersten CD und wollten so viele Konzerte wie nur möglich spielen. Dabei schauten sie anderen jungen Bands stets über die Schulter, um ihnen ebenbürtig zu sein.

Es folgte 2004 der Beo-Rockpreis, den Pegasus den vielen anderen meist älteren Bands glatt vor der Nase abräumten und dadurch Aufsehen erregten. Jetzt gings richtig los mit den Konzerten. Immer feilten die Vier weiter an ihrer Musik. Im Bandraum begannen sie im folgenden Sommer ihre Kompositionen, ihre Songs, auf Kassetten aufzunehmen. Ganze Sessions auch mit Gastmusikern entstanden. Das Resultat lässt sich hören: Rund 90 Songs, Segmente oder Ideen stehen bei Noah zu Hause schön geordnet im Regal.

Doch auch im Studio arbeiteten die Jungs weiter an ihren CD-Projekten. Das war nicht immer einfach, das Business nagte an den Nerven. Doch schliesslich klappte es doch: Die erste CD kam in die Läden, am 16. September 2006, also noch gar nicht so lange her.

Eine EP ist es, also ein Zwischending zwischen Single und Album, mit drei Stücken. Die kommen schnörkellos, rockig, melodiös und ziemlich fetzig daher, ganz Pegasus eben. Da ist in erster Linie mal der Titelsong «music is my baby«, mit krachendem Einstieg, starken Gitarren, gezielten Orgelinputs und rockigem Gesang. Er gehört zu Pegasus, wie «Yellow Submarine« zu den Beatles, und die Jungs spielen ihn an jedem Konzert.

Es folgt mit «Run trough the rain« ein sehr melodiöses Stück, eine Komposition, die stark an die Beatles erinnert, besonders der kurze verspielte Instrumentalpart in der Mitte. Mit der Ankündigung «Ok guys, lets go« beginnt der letzte Song. «She makes me feel fine« ist präziser, mittelschnell und sehr direkter Rock ‘n’ Roll, vor allem geprägt von einem treibenden Schlagzeug und der stimmungsvollen Kleinchorbegleitung. Der Song setzt sich schnell im Ohr fest.


Von der CD «music is my baby« gibt es nur 1000 Exemplare. Für rund 9 Franken bekommt man sie im Lollypop in Biel.

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