Politik | 30.09.2006

„Hoffentlich nehmen uns die Politiker wahr“

Text von Gianna Sonder
Am Samstagmorgen trafen in Chur rund 200 Jugendliche aus der ganzen Schweiz ein. Ihr Ziel: Die 15. Jugendsession in Laax. Auf dem Postautodeck bekamen sie eine kleine Zwischenverpflegung. Tink.ch nutzte diese Gelegenheit, um sich nach ihren Erwartungen zu erkundigen.
Rauf zum Postautodeck: Die Jugendsessions-Teilnehmer bei der Ankunft in Chur. Fotos: Josias Brotbeck "Wir freuen uns, dass die Jugendsession ausnahmsweise in Laax stattfindet." Priska und Christina. "Es ist spannend, in einer anderen Sprachregion Politik zu machen." Elias "Ich bin sicher, dass wir in der Politik etwas bewirken können." Pascal "Wenn Abstimmungen anstehen, wissen wir, um was es geht." Leila, Sarah und Eren "Auf nationaler Ebene bin ich das erste Mal dabei." Lukas "Ich hoffe, dass diese Session interessant wird." Pio "Ich habe mich ganz spontan entschieden, an der Jugendsession teilzunehmen." Tamara "Die Jugend nimmt sowieso niemand ernst." Joschua

Priska (16) und Christina (17): Wir freuen uns, dass die Jugendsession ausnahmsweise in Laax stattfindet und nicht in Bern. Es herrscht hier natürlich eine andere Atmosphäre.

Priska: Ich bin das erste Mal dabei. Ich weiss nicht richtig, was mich in Laax erwartet, ich lasse es einfach auf mich zukommen. Ich beschäftige mich sonst eigentlich selten mit Politik.

Christina: Ich bin im Jugendparlament St. Gallen tätig und freue mich sehr auf die Session.  

Elias (16): Ich komme dieses Jahr das erste Mal an die Jugendsession und freue mich, mit Jugendlichen aus der ganzen Nation zu diskutieren. Im Jugendparlament sind nur Leute aus der Region dabei. Ich finde es schön, dass wir, wie die Nationalräte, auch nach Laax kommen durften. Es ist spannend, in einer anderen Sprachregion Politik zu machen, obwohl ich heute noch wenig vom Rätoromanischen mitbekommen habe.

Pascal (19): Die Stimme der Jugend soll laut werden und von den «alten« Politikern wahrgenommen werden. Ich bin sicher, dass wir in der Politik etwas bewirken können. Der diesjährige Ort ist sicher etwas Spezielles. Ich freue mich, die Welt der rätoromanischen Minderheit kennen zu lernen.  

Leila, Sarah und Eren (alle drei 17): Wir sind das erste Mal dabei und freuen uns riesig. Sonst sind wir politisch nicht sehr aktiv. Wenn jedoch Abstimmungen anstehen, wissen wir, um was es geht. Wir werden sicher spannende Diskussionen haben und können uns näher mit politischen Themen befassen. Danach können wir sicher besser mitreden. Hier in Flims ist es auf jeden Fall schöner als in Bern.

Lukas (17): Bis jetzt war ich zwei Mal an der europäischen Jugendsession. Auf nationaler Ebene bin ich das erste Mal dabei. Politik interessiert mich. Es werden sicher drei tolle Tage. Hoffentlich nehmen uns die alten Politiker auch wahr.

Pio (18): Letztes Jahr war ich an der regionalen Jugendsession in Basel dabei. An der nationalen bin ich zum ersten Mal. Ich hoffe, diese Session wird interessant. In einer Jugendpartei bin ich nicht, aber ich interessiere mich für die Politik, mal mehr und mal weniger. Es ist doch eine gute Abwechslung, dass die Session einmal in Laax und nicht in Bern stattfindet.  

Tamara (20): Ich habe mich ganz spontan entschieden, an der Jugendsession teilzunehmen. Ich finde es toll, dass sie ganz in meiner Nähe stattfindet. Das war einer der Gründe, warum ich mich angemeldet habe. Denn sonst bin ich nicht sehr an Politik interessiert. 

Joschua (20): Ich bin eigentlich apolitisch. Doch um meine Interessen durchzusetzen, muss ich Kontakt mit der Politik haben. Jedoch glaube ich nicht, dass diese Jugendsession wirklich etwas bewirkt. Die Jugend nimmt sowieso niemand ernst.