Kultur | 25.09.2006

Frei sein für den Frieden

Text von Godi Rahmen
Ein Vorgeschmack auf das Festival Free for Peace war am Freitag im KiFF in Aarau zu erleben. Nebst der Hauptstilrichtung Reggae und leichtem Einfluss von Ska und Soul wurde viel Wert auf aussagekräftige Texte gelegt.
Reggae à  la romande: O. R. S. Massive. Fotos. Raphael Hünerfauth Drei Stunden Stau für Plenty Enuff aus Schaffhausen: lohnenswert Reggae aus Basel: Shabani

Die von Free for Peace präsentierte Reggae Night wurde durch ihre Botschaft von Frieden und einer besseren, gerechteren Welt mit drei verschiedenen Bands aus der Schweiz tatkräftig unterstützt.

Leere Halle

Zu Beginn des Abends ertönten aus den Boxen leise Lieder von Bob Marley und anderen berühmten Reggae-Musikern. Die ersten Leute trudelten langsam in den Klub ein, vergnügten sich an der Theke oder unterhielten sich miteinander. Wo waren wohl die Besucher geblieben? Kurz vor dem Start der ersten Band war der Saal noch fast leer. Die Veranstalter hatten grosse Konkurrenz: Draussen war schönes Spätsommerwetter und in Zürich begann das Freestyle.ch.

Botschaft verbreiten

Marco Schwab und die anderen neun Mitglieder des Festivalteams wollen eine Botschaft verbreiten: «Stopp dem Missbrauch der Dritten Welt!« Es forderte das Publikum auf, anstelle eines doppelten Ja ein doppeltes Nein in die Urne zu legen.

Wenn die jungen Festivalorganisatoren nächsten Sommer ein finanzielles Plus herauswirtschaften, wollen sie im Osttibet armen Kindern den Besuch der Primarschule ermöglichen.

Gute Musik

Als dann die vier jungen Romands von O.R.S. Massive auf der Bühne standen und den Leuten mit ihrem jamaikanischen Musikstil und den provokativen Texten einheizten, tanzte schon weit mehr Publikum vor der Bühne.

Nach fast einer Stunde französischem Reggae und einer kleinen Pause ging es weiter mit Plenty Enuff aus Schaffhausen. Die Aussage der deutschen Texte, die Begleitung durch verschiedene Blasinstrumente, die Soloeinlagen der Gitarre und die einzigartige Stimme der Sängerin verschmolzen zu Reggae der besonderen Art. Als zum Schluss die kraftvollen Shabani and the Burnin’ Birds zu spielen begannen, hatte man das Gefühl, sich irgendwo in Jamaika zu befinden. Die Musiker wurden von zwei Ladies mit klangvollen Soulstimmen unterstützt.

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