Kultur | 14.09.2006

Den Jugendlichen Möglichkeiten aufzeigen

Text von Wanja Knausz
Ein Team von 6 Studenten und 40 Helfern organisierte in Brig zum ersten Mal die Youth@OGA (Oberwalliser Gewerbeausstellung). Ziel war es, Jugendliche mit den Jugendorganisationen zusammen zu bringen und ihnen zu zeigen, welche interessanten Angebote ihnen zur Verfügung stehen.
Fotos: Julian Perrenoud Die verschiedenen Stände boten eine Vielfalt von Informationen. Auch ein Tatoostand war zugegen. Auf einer grossen Wand wurde dargestellt, wie wir Ausländer sehen und wie sie sich selbst einschätzen. Ein Wettbewerb, der viel Geschicklichkeit erforderte. Auch Tink.ch und Infoklick.ch waren mit einem Stand in Brig vertreten. Die YOGA fand parallel zur OGA statt, die viele Besucher aus dem ganzen Wallis anlockte. Jugendliche erhielten die Möglichkeit, sich als DJ zu versuchen.

80 verschieden Jugendorganisationen präsentierten sich in Brig vom 1. bis zum 9. September den zahlreich erschienenen Besuchern. Auf der Bühne im grossen YOGA-Zelt erhielten Jugendliche die Chance à  la Music Star vor Publikum aufzutreten. An Ständen konnte man sich über die verschiedenen Jugendorganisationen informieren oder an Wettbewerben teilnehmen.

 

Es gab ein Tipp-Kick-Turnier und eine Armdrückmeisterschaft, die von einem erfolgreichen Armdrückprofi betreut wurde. Wer den Mut hatte, konnte diesen dann auch herausfordern. Für den Bezwinger waren 50 Franken ausgesetzt, doch wie erwartet gelang dieses Husarenstück keinem der Herausforderer.

 

Für Eishockeyfans fand der Höhepunkt ganz klar am Donnerstagabend statt, als sich auf der Bühne die neue Mannschaft des Nationalliga B Clubs EHC Visp präsentierte, Fragen der Fans beantwortete und Autogramme gab.

 

Die YOGA, die gleich neben der OGA (Oberwalliser Gewerbeausstellung) durchgeführt wurde, bot ein reiches Angebot an Informationen über Jugendförderung, Sprachkurse im französischen Teil des Wallis, Jugend und Gewalt, Integration und Jugendarbeit.

 

Der Jugenddelegierte des Kanton Wallis und Organisator der YOGA, Paul Brugener, gab Tink.ch ein Interview über die erstmalige Durchführung der Jugendmesse.

 

Tink.ch: Wie sind sie mit der ersten Durchführung der YOGA zufrieden?

Paul Burgener: Ich bin sehr zufrieden. Trotzdem habe ich vieles gesehen, was es noch zu verbessern gibt. Ich bin sehr selbstkritisch und würde jetzt vieles anders machen, wenn ich noch mal von vorne beginnen könnte. Aber die Hauptsache ist, dass die Besucher sehen konnten, dass wir uns für die Jugend einsetzen, und dass sie einen Einblick in unsere Arbeit erhielten.

 

Wie lange dauerten die Vorbereitungen für diesen Anlass?

Ich arbeite zusammen mit sechs Studenten von der Fachhochschule für Soziales und Gesundheit in Visp seit Anfang Jahr an diesem Projekt und sehe hier nun das Ergebnis als Lohn für unseren grossen Aufwand. Die Durchführung der YOGA war übrigens nur dank der Unterstützung von Stadt, Kanton, Bund sowie mehreren privaten Sponsoren möglich, denen ich ganz herzlich danken möchte.

 

Was waren die Anforderungen für einen Stand an der YOGA?

Die einzige Bedingung war, dass es sich um eine Jugendorganisation oder ein Jugendprojekt handelt. Insgesamt waren 80 verschieden Jugendorganisationen und Projekte aus der ganzen Schweiz an der YOGA vertreten.

 

Was ist das Konzept der YOGA?

Unser Konzept besteht aus drei wichtigen Punkten. Erstens wollten wir die Jugend unbedingt mit einbeziehen. Wir haben es geschafft, dass sich Jugendliche aktiv an der YOGA beteiligten, zum Beispiel an Ständen oder in dem sie auf der Bühne einen kleinen Auftritt hatten. Zweitens wollten wir den Jugendlichen etwas Neues vermitteln. Wir wollten ihnen zeigen, welche Möglichkeiten sie haben, und nicht einfach ein Mohrenkopfschiessen veranstalten. Drittens mussten wir einen Spagat machen, um Jugendlichen zwischen 14 und 25 etwas bieten zu können.

Um diese breite Zielgruppe ansprechen zu können, mussten wir auch ein breites Programm anbieten.

 

Es gab auch ein Projekt gegen die Vorurteile mit denen Albaner oft leben müssen. War das Anti-Rassismus-Projekt ein zentraler Punkt der YOGA?

Es war nicht unbedingt ein zentraler Punkt, aber es war uns wichtig auch die ausländischen Jugendlichen anzusprechen und sie an der YOGA zu beteiligen. Ich bin selbst Mitglied im Albanischen Jugendverein und die Integration der ausländischen Jugend ist mir wichtig.

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