Der Raum der Kommunikation

Die Zuhörer fühlen sich sichtlich wohl im Raum der Kommunikation, dessen Aufgabe ist, zum Austausch und zur Auseinandersetzung anzuregen.

Jung, dynamisch und romanisch

Zu Beginn der Eröffnung gibt die Moderatorin Karin Oberdorfer kurz Anweisungen zum Gebrauch der Kopfhörer, erklärt auf welchem Kanal man welche Sprache hören kann. Enttäuscht fragt ein Jungparlamentarier: «Und wo höre ich Rätoromanisch?» Gibts leider nicht. Das Rumantsch ist nicht so omnipräsent, wie man es von einer Session im Graubünden erwarten könnte. Die Redner bemühen sich aber die vier Landessprachen zu verwenden um einen guten Eindruck zu hinterlassen.  

Lieber Unterhaltung als Unterricht

Der erste Redner, Claudio Lardi, Regierungsratspräsident des Kantons Graubünden, stellt richtig fest: «Die Leute werden lieber unterhalten als unterrichtet.» Und das sei ja eigentlich auch gar nicht so schlecht. Man solle arbeiten um zu Leben, und nicht umgekehrt. Es scheint, als versuche man den Parlamentariern, sowohl den jungen als auch den alten, mit dem Motto «mehr Unterhaltung, weniger Unterricht» die Politik schmackhafter zu machen. Die professionellen Politiker machen es sich in der Sauna gemütlich, die Jugendsession-Mitmischler ravten durch Graubündner Gewässer, lernen von Lokalmatador Gimma rappen und powern sich aus beim Tennisspielen.  

Von der Ski- zur Seglernation: Geld regiert die Welt

«Wer etwas erreichen will, muss hartnäckig sein und braucht Mut.» Als Beispiel für seine These fügt Reto Gurtner, Präsident der Weissen Arena Gruppe, an: «Früher war die Schweiz eine Skination, heute ist sie halt eine Segelnation. Mit genügend Einsatz kann man vieles erreichen.» Das von ihm erwähnte Alinghibeispiel ist aber nicht ganz passend: Der Milliardär Bertarelli hat den Weg seines sportlichen Erfolgs mit einigen Geldscheinen gepflastert. Und finanzielle Mittel werden für die Jugendlichen ja bekanntlich nicht all zu oft locker gemacht.  

Frau Egerszegi bringts auf den Punkt

Frau Egerszegi, die Vize-Nationalratspräsidentin, will den jungen Politikinteressierten keine falschen Hoffnungen machen: «Ihr sucht die Nähe zum eidgenössischen Parlament, aber im noblen Ambiente des Parkhotels «Waldhaus» in Flims wird kaum zur Kenntnis genommen, was ihr hier in Laax tut. Leider. Ihr diskutiert und debattiert auf einem beachtlich hohen Niveau, vermutlich deutlich kreativer und unverkrampfter als wir alt gedienten Politfüchse. Doch die breite Öffentlichkeit nimmt das kaum zur Kenntnis.» Aber auch wenn das mediale Echo und die Wirkung der Jugendsession nicht so gross seien, solle das kein Grund zur Entmutigung sein. Wichtig sei, dass Politik mit Leidenschaft betrieben werde und dass sie Spass mache.

“Rap ist eine sehr primitive Ausdrucksform”

Was wünscht du dir für die Schweiz?

70 Prozent Nein. Allgemein mehr Aktivität. Mehr Einsatz in verschiedenen Bereichen. Anpacken und verwirklichen. Weniger reden, mehr bewegen.

Seit wann hörst, machst, lebst du Hiphop?

Leben? Hiphop ist kein Lifestyle, sowas behaupten nur Dogmatiker. Anfang 1993 habe ich erstmals Hiphop gehört. Heute nicht mehr. Rap ist eine sehr primitive Ausdrucksform. Es gibt keinen Rapper, den ich mir lange anhören mag. Ich bevorzuge Rock und Techno.

Wie entsteht ein Song?

Das ist ganz unterschiedlich: Manchmal habe ich einen Text in fünf Minuten fertig, manchmal dauert es zwei Tage oder ich brauche ein halbes Jahr.

Deine Konzerte locken Scharen von Teenagern an. Bist du dir deiner Verantwortung bewusst?

Texte können Menschen beeinflussen. Ich weiss, dass sie eine enorme Wirkung auf Menschen haben können. Aber es ist nicht meine Aufgabe, meine Konzertbesucher zu erziehen. Das ist Sache der Eltern. Intelligente Hörer können zwischen Ernst und Ironie unterscheiden. Früher blieb ich nach den Konzerten regelmässig bis am Schluss, doch das habe ich aufgegeben. Ich versuche mit den Besuchern zu reden. Es freut mich, dass sie sich für mich und meine Musik interessieren. Auch Autogrammwünsche versuche ich zu erfüllen. Allerdings gibt es Leute, die extrem aufdringlich sind. Das kann mit der Zeit nerven.

Bitte vervollständige folgende Sätze:

Am schönsten ist… schlafen.

Ich empfehle… Scheuklappen abschütteln und Augen öffnen.

Ich bin Politiker… in Chur. Auf der Freien Liste. Letztes Mal hatte ich leider 800 Stimmen zuwenig, um in den Gemeinderat gewählt zu werden. Im Jahr 2008 trete ich wieder an.

Unbedingt einmal zusammen arbeiten, möchte ich mit… The Streets und Richard Ashcroft.

TV ist… sinnlos. Scheiss auf die BILAG und auf das Schweizer Fernsehen.

Ich wünsche mir… Familie und Kinder.  

Was sind deine nächsten Projekte?

Im März erscheint, wenn alles wie geplant läuft, mein neues Album. Ich werde die Hauptrolle in einem Film spielen und den Soundtrack dazu produzieren. Es wird viele Konzerte geben. Das Jahr 2007 ist schon ziemlich verplant.

„Hoffentlich nehmen uns die Politiker wahr“

Priska (16) und Christina (17): Wir freuen uns, dass die Jugendsession ausnahmsweise in Laax stattfindet und nicht in Bern. Es herrscht hier natürlich eine andere Atmosphäre.

Priska: Ich bin das erste Mal dabei. Ich weiss nicht richtig, was mich in Laax erwartet, ich lasse es einfach auf mich zukommen. Ich beschäftige mich sonst eigentlich selten mit Politik.

Christina: Ich bin im Jugendparlament St. Gallen tätig und freue mich sehr auf die Session.  

Elias (16): Ich komme dieses Jahr das erste Mal an die Jugendsession und freue mich, mit Jugendlichen aus der ganzen Nation zu diskutieren. Im Jugendparlament sind nur Leute aus der Region dabei. Ich finde es schön, dass wir, wie die Nationalräte, auch nach Laax kommen durften. Es ist spannend, in einer anderen Sprachregion Politik zu machen, obwohl ich heute noch wenig vom Rätoromanischen mitbekommen habe.

Pascal (19): Die Stimme der Jugend soll laut werden und von den „alten“ Politikern wahrgenommen werden. Ich bin sicher, dass wir in der Politik etwas bewirken können. Der diesjährige Ort ist sicher etwas Spezielles. Ich freue mich, die Welt der rätoromanischen Minderheit kennen zu lernen.  

Leila, Sarah und Eren (alle drei 17): Wir sind das erste Mal dabei und freuen uns riesig. Sonst sind wir politisch nicht sehr aktiv. Wenn jedoch Abstimmungen anstehen, wissen wir, um was es geht. Wir werden sicher spannende Diskussionen haben und können uns näher mit politischen Themen befassen. Danach können wir sicher besser mitreden. Hier in Flims ist es auf jeden Fall schöner als in Bern.

Lukas (17): Bis jetzt war ich zwei Mal an der europäischen Jugendsession. Auf nationaler Ebene bin ich das erste Mal dabei. Politik interessiert mich. Es werden sicher drei tolle Tage. Hoffentlich nehmen uns die alten Politiker auch wahr.

Pio (18): Letztes Jahr war ich an der regionalen Jugendsession in Basel dabei. An der nationalen bin ich zum ersten Mal. Ich hoffe, diese Session wird interessant. In einer Jugendpartei bin ich nicht, aber ich interessiere mich für die Politik, mal mehr und mal weniger. Es ist doch eine gute Abwechslung, dass die Session einmal in Laax und nicht in Bern stattfindet.  

Tamara (20): Ich habe mich ganz spontan entschieden, an der Jugendsession teilzunehmen. Ich finde es toll, dass sie ganz in meiner Nähe stattfindet. Das war einer der Gründe, warum ich mich angemeldet habe. Denn sonst bin ich nicht sehr an Politik interessiert. 

Joschua (20): Ich bin eigentlich apolitisch. Doch um meine Interessen durchzusetzen, muss ich Kontakt mit der Politik haben. Jedoch glaube ich nicht, dass diese Jugendsession wirklich etwas bewirkt. Die Jugend nimmt sowieso niemand ernst.

Frei sein für den Frieden

Die von Free for Peace präsentierte Reggae Night wurde durch ihre Botschaft von Frieden und einer besseren, gerechteren Welt mit drei verschiedenen Bands aus der Schweiz tatkräftig unterstützt.

Leere Halle

Zu Beginn des Abends ertönten aus den Boxen leise Lieder von Bob Marley und anderen berühmten Reggae-Musikern. Die ersten Leute trudelten langsam in den Klub ein, vergnügten sich an der Theke oder unterhielten sich miteinander. Wo waren wohl die Besucher geblieben? Kurz vor dem Start der ersten Band war der Saal noch fast leer. Die Veranstalter hatten grosse Konkurrenz: Draussen war schönes Spätsommerwetter und in Zürich begann das Freestyle.ch.

Botschaft verbreiten

Marco Schwab und die anderen neun Mitglieder des Festivalteams wollen eine Botschaft verbreiten: „Stopp dem Missbrauch der Dritten Welt!“ Es forderte das Publikum auf, anstelle eines doppelten Ja ein doppeltes Nein in die Urne zu legen.

Wenn die jungen Festivalorganisatoren nächsten Sommer ein finanzielles Plus herauswirtschaften, wollen sie im Osttibet armen Kindern den Besuch der Primarschule ermöglichen.

Gute Musik

Als dann die vier jungen Romands von O.R.S. Massive auf der Bühne standen und den Leuten mit ihrem jamaikanischen Musikstil und den provokativen Texten einheizten, tanzte schon weit mehr Publikum vor der Bühne.

Nach fast einer Stunde französischem Reggae und einer kleinen Pause ging es weiter mit Plenty Enuff aus Schaffhausen. Die Aussage der deutschen Texte, die Begleitung durch verschiedene Blasinstrumente, die Soloeinlagen der Gitarre und die einzigartige Stimme der Sängerin verschmolzen zu Reggae der besonderen Art. Als zum Schluss die kraftvollen Shabani and the Burnin’ Birds zu spielen begannen, hatte man das Gefühl, sich irgendwo in Jamaika zu befinden. Die Musiker wurden von zwei Ladies mit klangvollen Soulstimmen unterstützt.

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Hoch lebe die Festung!

Mich erinnert das Szenario an mittelalterliche Burgherrschaften. Eine privilegierte Herrscherklasse schliesst sich in einen Gebäudekomplex ein, demonstriert Macht und beutet die Landbevölkerung aus. Das Burgleben blüht im Luxus, das umliegende Land verhungert. Wenn die Landbevölkerung aus Verzweiflung versucht an den Burgreichtum heranzukommen, um überleben zu können, so müssen der Schutzwall um die Burg ausgebaut und die Tore sicherer gemacht werden.

Doch die Zeit der Burgherrschaften war weder eine gute noch eine erfolgreiche oder blühende Epoche der Menschheitsgeschichte. Gebracht hat diese Taktik niemandem etwas. Wer anderen Schaden zufügt, wird nie in Frieden leben können. „Es geht darum Probleme auszurotten, nicht neue zu schaffen“ sagte mir Abu Bakka Barrie. Und so ist es auch mit den heutigen Entscheid, den 21 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung gefällt haben: Letztendlich nützt er niemandem etwas. Am wenigsten den Ausländern und Asylsuchenden und genauso wenig der Schweizer Bevölkerung.

Viel mehr Geld wird zukünftig in völlig überflüssige Sicherheitsmassnahmen fliessen, die Kriminalität wird nicht abnehmen, wenn immer noch mehr Menschen in die Verzweiflung gestossen werden. Politik ist ein totes Spiel. Jeder schaut nur für sein Bestes und ist nicht selten so kurzsichtig, dass dasselbe noch während seiner Lebenszeit zu seinem Nachteil wird.

Aber wie könnte diese Abstimmung anders ausgegangen sein? Macht hat die Eigenschaft sich zu reproduzieren, nicht sich aufzugeben. Wieso sollten wir also unsere Vorherrschaft für des anderen Freiheit aufopfern? Natürlich, wer dem anderen Schaden zufügt, wird irgendeinmal die Folgen davon zu spüren bekommen. Doch die Vogelperspektive, die es braucht, um solche Zusammenhänge zu verstehen, haben sich hierzulande sogar die Politiker abgewöhnt.

Ende Hotel Schweiz

Alex Brotbeck: Ich habe nicht abgestimmt, weil ich mich nicht richtig informiert habe. Von allen Seiten wird man zugetextet, was man wählen soll. Ich möchte nicht einfach die Meinung von jemand anderem übernehmen. Da wähle ich lieber gar nicht. Ich stimme nur ab, wenn es mich sehr interessiert oder betrifft.

Lea Beck: Ja, ich habe gestimmt. Ich stimme immer mit, wenn es so schweizweit und wichtig ist. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Ich habe mich bei meiner Schwester informiert, sie hatte dieses Thema in der Schule behandelt. Ausserdem habe ich noch dieses Infobüchlein gelesen.

Ruben Pica: Natürlich war ich stimmen. Mit dem Ergebnis bin ich aber überhaupt nicht zufrieden. Da kann man ja nicht zufrieden sein. Ausländer haben es schon schwer genug. Diese neuen Gesetze sind Diskriminierung. Abstimmen tu ich nur, wenn es mich direkt betrifft oder interessiert.

Simon Kovatst:  Ich habe nicht abgestimmt, ich habe es versifft. Ich wusste sowieso nicht recht, ob ich dafür oder dagegen sein will. Eigentlich nehme ich es mir immer fest vor wählen zu gehen, oft klappt es dann aber trotzdem nicht. Ich bin nicht stolz darauf. Es ist ist eben doch eine gewisse Verantwortung. Obwohl, manchmal glaube ich, dass sich sowieso nicht viel ändert.

Jean-Pierre Dupont und Robert: Wir dürfen gar nicht wählen. Sind ja kein Schweizer. Mit dem Ergebnis sind wir aber zufrieden. Wir hätten auch ja gestimmt. Jetzt heisst es Ende Hotel Schweiz.

Viviana Zitola: Ja, klar habe ich abgestimmt. Mit dem Ergebnis bin ich aber ganz und gar nicht zufrieden. Alles kam so, wie ich es nicht wollte. Dieses Mal haben viel zu wenig Junge abgestimmt, nur die alten SVP-Wähler und so. Das ist sehr schade. Ich selbst versuche immer zu wählen und zu stimmen. Es kommt aber auch vor, dass ich es einfach vergesse. 

Reto Witschi: Ja, ich habe abgestimmt. Informiert habe ich mich mit dem Abstimmungsmaterial. Mit dem Ergebnis bin ich aber keineswegs zufrieden, bei keinem einzigen. Eigentlich stimme ich oft ab, manchmal habe ich aber einfach keine Zeit und vergesse es. Ich denke, dieses Mal sind viele stimmen gegangen, welche normalerweise nicht wählen oder abstimmen.

Langer Weg zur ersten CD

Angefangen haben Noah, Simon und Gabriel mit der Musik schon sehr früh, als kleine Jungs, zu Hause im Keller. Die Nachbarn schlugen die Türen zu, die Mütter brachten das Picknick die Stufen runter. Das Schlagzeug war selber gebastelt und anfangs hatte nur der Bass eine elektrische Verstärkung.

Die Bandnamen wechselten von The Eagles über The Keys bis zu The Misters. Die Beatles waren ihre Inspirationsquelle und später alte Rock’n’Roll-Schinken wie “twist and shout”. Die kommen auch heute noch gut an beim Publikum, denn die Jungs covern die Beatles erstklassig, fetzig und frisch.

Schliesslich besorgten sich die Drei anständige Instrumente, tauften sich um auf den Namen Pegasus, holten Schlagzeuger Hannes Prisi an Bord und gaben des öfteren Konzerte. Langsam aber sicher begann der Aufstieg.

Der Durchbruch kam im Jahre 2003. Im Sommer gewannen Pegasus gleich zwei Bandwettbewerbe nacheinander, jenen am Aarebordfest und den Soundcheck in Brügg. Dort rockten sie bereits mit Stefan am Schlagzeug. Jetzt kam Schwung in die Band. Die vier Jungs übten unermüdlich, begannen vierstimmig zu singen, wollten ihre Möglichkeiten voll ausschöpfen, träumten von ihrer ersten CD und wollten so viele Konzerte wie nur möglich spielen. Dabei schauten sie anderen jungen Bands stets über die Schulter, um ihnen ebenbürtig zu sein.

Es folgte 2004 der Beo-Rockpreis, den Pegasus den vielen anderen meist älteren Bands glatt vor der Nase abräumten und dadurch Aufsehen erregten. Jetzt gings richtig los mit den Konzerten. Immer feilten die Vier weiter an ihrer Musik. Im Bandraum begannen sie im folgenden Sommer ihre Kompositionen, ihre Songs, auf Kassetten aufzunehmen. Ganze Sessions auch mit Gastmusikern entstanden. Das Resultat lässt sich hören: Rund 90 Songs, Segmente oder Ideen stehen bei Noah zu Hause schön geordnet im Regal.

Doch auch im Studio arbeiteten die Jungs weiter an ihren CD-Projekten. Das war nicht immer einfach, das Business nagte an den Nerven. Doch schliesslich klappte es doch: Die erste CD kam in die Läden, am 16. September 2006, also noch gar nicht so lange her.

Eine EP ist es, also ein Zwischending zwischen Single und Album, mit drei Stücken. Die kommen schnörkellos, rockig, melodiös und ziemlich fetzig daher, ganz Pegasus eben. Da ist in erster Linie mal der Titelsong „music is my baby“, mit krachendem Einstieg, starken Gitarren, gezielten Orgelinputs und rockigem Gesang. Er gehört zu Pegasus, wie „Yellow Submarine“ zu den Beatles, und die Jungs spielen ihn an jedem Konzert.

Es folgt mit „Run trough the rain“ ein sehr melodiöses Stück, eine Komposition, die stark an die Beatles erinnert, besonders der kurze verspielte Instrumentalpart in der Mitte. Mit der Ankündigung „Ok guys, lets go“ beginnt der letzte Song. „She makes me feel fine“ ist präziser, mittelschnell und sehr direkter Rock ‘n’ Roll, vor allem geprägt von einem treibenden Schlagzeug und der stimmungsvollen Kleinchorbegleitung. Der Song setzt sich schnell im Ohr fest.


Von der CD „music is my baby“ gibt es nur 1000 Exemplare. Für rund 9 Franken bekommt man sie im Lollypop in Biel.

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„Wir haben nie eine Pause gemacht”

Wir sind hier in eurem Bandraum.

Noah: Ja, das ist unsere Basis, unser zweites Zuhause. Hier stehen alle möglichen Instrumente herum, eine Orgel, ein Klavier, Bässe, Gitarren, Perkussion und das Schlagzeug. Hier drinnen geht viel mehr ab, als sonst in einem Bandraum. Manchmal sind wir zu zehnt, ziehen andere Musiker mit ein. Es ist dann nicht ein Üben sondern viel mehr ein Experimentieren. Aber hier arrangieren wir auch unsere neuen Songs und schleifen sie.

Und wo entstehen sie?

Gabriel: Meistens bei Noah zu Hause oder in seinem Kopf.

Noah: Ja, die Musik schreibe ich zu Hause, die Songs entstehen am Klavier oder an der Gitarre. Dann bringe ich sie hier in den Bandraum, wo sie sich schrittweise entwickeln. Die Texte folgen meistens erst, nachdem wir den Song arrangiert haben.

Wann kommen dir die Inspirationen und Ideen?

Noah: In der Stube habe ich einen Flügel. Früher hatte ich ihn zur Wand hin, jetzt habe ich ihn gedreht und sehe in den Garten raus. Seither gehen mir viel mehr Sachen durch den Kopf. Die Aussicht gibt mir viel mehr Inspiration. Ich sehe Blätter, Dächer und die Stadt. Meine Augen nehmen Sachen auf. Diese Eindrücke verarbeite ich mit Musik. Manchmal ist es gar nicht wirklich Musik, sondern nur Emotion, ganz kurz, 20 bis 30 Sekunden, in denen ganz viele Emotionen drin stecken.

Wie reagiert ihr anderen, wenn Noah mit einem neuen Song kommt?

Simon: Er spielt ihn uns meistens vor, auf dem Klavier oder an der Gitarre. Dann gehen wir an die Instrumente und fangen an.

Stefan: Wir tun schon auch kritisieren, aber meistens gibt es nicht viel auszusetzen.

Noah: Der Ehrlichste ist Gabriel. Wenn ich etwas fertig habe, rufe ich ihn an. Dann kommt er rüber, setzt sich hin und sagt: Spiel es mal. Und dann sagt er, was er davon hält.

Wo spielt ihr lieber, hier im Bandraum oder auf den Bühnen?

Noah: Ich bin lieber hier im Bandraum. Ich habe es lieber, wenn wir unter uns sind und den Song anschauen. Klar, es ist immer noch ein Erlebnis, wenn wir ihn nachher auf der Bühne spielen, aber die grösste Wirkung hat er, wenn wir ihn die ersten drei vier Male spielen. Das ist wie ein Trip.

Stefan: Ja, hier ist es die ganze Zeit ein Probieren. Das kann man auf der Bühne nicht.

Noah: Wenn man auf die Bühne geht, ist alles klar. Dann weiss jeder, was er zu tun hat. Hier drinnen haben wir mehr Zeit zum Experimentieren.

Trotzdem, die Bühne hat doch ihren Reiz.

Noah: Ja, der Sound ist oft viel besser auf der Bühne, man hört ihn aus allen Richtungen. Es kommt alles wie aus einem Ganzen heraus. Und natürlich sind dort die Leute. Die spüren wir hier drinnen nicht, wissen nicht, was die Leute von dem Song halten werden.

Vor ein paar Tagen ist eure erste CD, eine EP mit drei Songs, in die Läden gekommen. Wie sind die ersten Reaktionen?

Gabriel: Feedbacks habe ich noch nicht sehr viele bekommen. Aber sie hat sich ziemlich gut verkauft.

Noah: Viel besser, als wir erwartet haben. Im Laden ist fast alles raus. An vier Arbeitstagen sind 125 Exemplare verkauft worden. Ich hatte mit 30 bis 40 gerechnet. Aus dem privaten Umfeld sind natürlich schon Reaktionen gekommen und auch auf der Homepage gabs im Gästebuch ein paar Einträge.

Wie verliefen die Aufnahmen im Studio?

Noah: Im Sommer 2004 haben wir angefangen.

Simon: Und haben zwei Songs aufgenommen, unter anderem „Music is my baby“, der jetzt auch auf der aktuellen CD die Nummer eins ist. Letztes Jahr im Oktober sind wir dann wieder ins Studio und haben mit den Aufnahmen fürs Album begonnen. Sie dauerten bis im März.

Noah: Es war eine sehr harte Zeit, für alle. Im letzten Winter ist jeder an seine Grenzen gestossen. Unsere Nerven waren irgendwann am Ende. Jeder hatte die Lehre oder sonst irgendetwas abgebrochen. Die Musik und die Arbeit im Studio waren nie ein Problem, aber das ganze Drumherum, das so genannte Business, die Verträge, das Releasedatum, das immer wieder verschoben wurde. Eigentlich hätte die erste CD schon im Oktober 2004 herauskommen sollen, jetzt ist sie mit 23 Monaten Verspätung auf dem Markt. Das Album kommt dann im nächsten Frühling raus, acht Wochen nach einer Single.

Wie wird das Album tönen?

Noah: Es wird ruhiger sein, als wir live sind. Es wird neben ein paar Live-Songs auch solche drauf haben, die die wir noch nie auf einer Bühne gespielt haben. Das sind ruhige, nachdenkliche, etwas tiefere Songs, als jene, die von Frauen oder vom Wetter handeln. Im Studio haben wir die Möglichkeit gesehen, eben auch ruhigere Sachen zu machen.

Wann sind bei euch die Träume erwacht, eine eigene CD zu aufzunehmen?

Noah: Am Aarebordfest im August 2003 haben wir zwei Studiotage gewonnen. Die wollten wir nutzen, um eine Demo aufzunehmen. Aber an dem Tag, als wir ins Studio kamen, war nicht nur Produzent Serge dort, sondern auch ein Mischer und der Manager. Plötzlich haben sie begonnen von einem Album zu reden und dass sie uns gerne unterstützen würden. Das war für uns wie ein Traum, dass professionelle Leute mit uns etwas Professionelles machen wollen.

Unterstützen euch eure Familien?

Noah: Ja, nicht immer, aber meine Mutter ist immer dahinter gestanden. Als wir noch ganz klein waren, der Simon und ich, und im Keller unten gespielt haben, sassen seine und meine Mutter oft dort und haben uns zugehört.

Simon: Und haben uns Picknick in den Keller runtergebracht.

Noah: Die Eltern sind schon stolz, aber es ist auch eine gewisse Angst da, denn der Weg, den wir gehen, ist kein normaler. Anstatt herumzuhängen und zu saufen, sind wir jedes Wochenende unterwegs gewesen und haben für die Band gearbeitet.

Simon: Wir haben nie eine Pause gemacht. Viele Bands machen das. Es gab schon Zeiten, in denen wir weniger geübt haben, aber dann sind wir halt mehr Fussball spielen gegangen.

Noah: Wir sind praktisch seit vier Jahren ununterbrochen dran, jede Woche, auch in den Ferien.

Woher nehmt ihr denn die Kraft?

Noah: Wir sind einfach gerne zusammen, nicht nur wegen der Musik. Wenn wir nicht Musik machen würden, würden wir wohl eine Fussballmannschaft gründen. Ich kann es mir gar nicht vorstellen zu sagen: Ich brauche eine Pause. Da wäre dann eine riesige Leere. Vor dem habe ich auch Angst, dass irgendwann ein Tag kommt, an dem es fertig ist. Was dann?

Gabriel: Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das überhaupt möglich ist.

 

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„Eine Realität, die wir hier nicht haben“

Bald ist die Vernissage deiner ersten Ausstellung. Was willst du mit den Fotos und Skizzen von der Brasilienreise aussagen?

Ein Bild ist nur ein kleiner Ausschnitt, von dem, was ich dort in Sao Paulo gesehen habe. Ich bin gespannt, wie das hier in der Schweiz auf die Leute wirkt, wie weit ich mit einem Bild das vermitteln kann, was ich erlebt habe.

Jede der fünf Wochen in Brasilien hat für mich ein paar Clouwörter, wie Glaube, Hoffnung oder Realität. Ich hänge diese Begriffe zwischen die Bilder. Ob die Ausstellungsbesucher damit etwas anfangen können oder nicht, will ich offen lassen. Ich will den Betrachtern meine Gedanken zeigen und doch Freiräume lassen.

Ganz am Anfang warst du zusammen mit einer Gruppe auf einer Farm.

Ja, da konnten wir ankommen, hatten Ruhe und Zeit. Wir waren noch geborgen, konnten auch geniessen, einfach sein und uns vorbereiten auf das was kommen würde: Das riesige Chaos der Stadt. Ich habe dort einen anderen Bezug zur Natur bekommen. Ich habe gemerkt, dass sie mitgebrachte Gefühle auslösen oder verstärken kann. Ich hatte zum Beispiel gewisse Ängste in die Favelas zu gehen. Dort auf der Farm, wo wir Zeit hatten, sind sie hoch gekommen und zum Teil auch stärker geworden.

Mich nimmt nun Wunder, wie meine Naturbilder auf die Betrachter wirken, ob sie bei ihnen Gefühle auslösen, die sie aus ihrem Alltag mitbringen, ob sie Gedanken auslösen, die über das, was man sieht, zum Beispiel einen Bananenbaum, hinausgehen.

Wie ging eure Reise weiter?

In der zweiten Woche wurden wir ins kalte Wasser geworfen, waren plötzlich mitten in den Favelas von Sao Paulo. All die Ängste, die wir vorher durchgemacht hatten, waren auf einmal verschwunden. Es gab gar keinen Platz mehr dafür, denn so viele Eindrücke überschwemmten uns.

Was haben diese Eindrücke bei dir bewirkt?

Viele Fragen kamen hoch. Zum Beispiel: Was ist meine Aufgabe, wenn ich das schon sehen darf? Gibt es irgendetwas, das ich machen kann? Zum Zeichnen hatte ich auf dieser ersten Fahrt in die Favelas keine Zeit, aber ich hatte die Kamera dabei, in einem Plastiksack versteckt, damit ja niemand merkt, dass ich etwas Wertvolles dabei habe. Ich konnte sie immer nur kurz herausnehmen, ein paar Fotos machen und musste sie dann wieder zurücktun.  Das Fotografieren wurde für mich zum Weg, wie ich etwas von dort zurücknehmen und hier in der Schweiz den Leuten zeigen kann.

In den Favelas hast du Armut gesehen. Was ist das für eine Armut?

Es ist eine äusserliche, materielle Armut, die nichts versteckt. Es ist viel eher eine Realität. Es ist einfach so, wie es ist. Denn Mittel, sich oder das Problem zu verstecken, gibt es nicht. Es gibt keine Medikamente, es gibt keine schönen Häuser. Krankheiten kommen dort einfach zum Ausbruch und werden ausgelebt. Man nimmt das, was auf einen zukommt. Der Mensch steht viel mehr im Mittelpunkt.

Manchmal ist die Liebe das Einzige, was sich die Menschen, die dort leben, noch geben können. Ich habe ein behindertes Kind gesehen, das ohne Rollstuhl und ohne Medikamente seit 15 Jahren in einem Bett liegt. Seine Mutter schaut zu ihm, hungert neben dran. Und trotzdem: Irgendwie, durch diese Liebe, leben die Leute. Sie haben nichts, aber geben einfach nicht auf. Diese Kraft, die sie haben, gibt Mut.

Es ist eine Realität, die wir hier nicht haben. Hier ist alles viel mehr versteckt, viel mehr Schein. Hier werden den Menschen oft Medikamente gegeben und dadurch die Probleme im Grunde überdeckt.

Es sind grosse Differenzen da.

Und trotzdem hängt alles zusammen. Die Wirtschaft ist so verknüpft. Je reicher wir werden, desto ärmer werden sie. Wir investieren mehr und mehr in die Forschung, entwickeln Gedanken, aber die Richtung stimmt nicht.

Wir könnten beispielsweise den Bewohnern der Favelas lehren, wie sie dort herauskommen, und gleichzeitig durch sie mehr an eine Realität herankommen, die hier bei uns in der Schweiz durch den Reichtum vertuscht wird. Wir könnten von ihnen lernen und sie von uns. So würde es einen Ausgleich geben, aber stattdessen wird die Spaltung immer grösser.

Siehst du eine Möglichkeit, diese Spaltung zu stoppen?

Ja, Verbindungen. In der dritten Woche war ich an der Connectivity-Konferenz in Sao Paulo. Dort sind Jugendliche aus der ganzen Welt zusammengekommen, es ging um Vernetzungen und Verbindungen, wir haben verschiedene Vorträge gehört und darüber diskutiert. Es waren auch ehemalige Favelabewohner dort. Die kamen mit viel Musik und Tanz, während die Europäer eher das Gedankliche mitbrachten. Beides ist dort an der Konferenz zusammengekommen und hat innerhalb der Woche einen genialen Ausgleich geschaffen. Wenn man nur denken würde, ginge das nicht. Wenn man nur tanzen würde, käme man auch nicht weiter. Die Künste waren ein Ausgleich zu den Gedanken, die man sich gemacht hat.

Welche Bedeutung haben für dich Gleichgewicht und Ausgleich?

Eine sehr zentrale. Ich sehe viele Pole, zwischen denen wir uns bewegen und ständig versuchen müssen, das Gleichgewicht zu finden, in erster Linie bei uns selber. Das, was ich in Brasilien gesehen habe, hilft mir einen Ausgleich zu finden. Jetzt kann ich mir ein bisschen vorstellen, was es heisst, mit nichts zu leben. Ich lebe ja hier mit sehr, sehr viel.

Wenn ein Mensch in sich selber die Ausgeglichenheit immer wieder findet, dann strahlt er das auch aus. Dann kann man auch grössere Dinge angehen. Wenn du selber ausgeglichen bist, kannst du dich auch wieder um Weltthemen kümmern.

In der vierten Woche dann habt ihr in einer Favela einen Spielplatz gebaut. War das auch ein Ausgleich?

Ja, sicher, ein Ausgleich im grösseren Sinne. Die Konferenz vorher war rein auf mentaler Ebene. Im Workcamp dann konnten wir etwas von den entstandenen Ideen konkret umsetzen. Dieser aktive praktische Schritt war sozusagen der zweite Ausgleich.

Wie war es für dich, als du zurück in die Schweiz gekommen bist?

Ich bin nach Hause gekommen voller Energie und hatte eigentlich keinen Kulturschock. Denn ich wusste ja, warum ich nach Brasilien gegangen war und dass ich wieder zurückkehren würde, mit dem was ich dort gefunden habe, mit Skizzen und Fotos.

Klar, man kommt hier wieder in alte Formen rein, aber die Erlebnisse und Eindrücke bestehen weiter, vermischen sich mit dem Leben hier. Die Energie lässt zwar nach, je weiter die Reise in die Vergangenheit rückt, jedoch kann ich sie immer wieder hervorrufen.


Die Vernissage zur Ausstellung „Eindrücke vor, während und nach Sao Paulo“ in der Atelier-Galerie Worben an der Bielstrasse 9 in Worben beginnt am 29. September um 19 Uhr.

Heisse Sprünge am Zürichsee

Das Freestyle.ch wurde in diesem Jahr am Freitagabend mit dem FMX Whip Contest eröffnet. Bei diesem mussten die Motocrossfahrer über eine rund zwei Meter hohe Schanze rasen, das Motorrad in der Luft möglichst schräg legen oder das Hinterrad so hoch wie möglich heben und anschliessend sicher landen.

Gestartet wurde mit einfachen Jumps, dann mit immer schwieriger werdenden Sprüngen. Beim Start traten immer zwei Fahrer gegeneinander an. Insgesamt nahmen acht Fahrer aus sieben Nationen an dieser Qualifikation teil, darunter befand sich auch der Schweizer Mat Rebeaud. Die beiden gegeneinander antretenden Fahrer hatten jeweils zwei Sprünge, die von einer Jury bewertet wurden. Der Gewinner kam eine Runde weiter. Im Final traten der Franzose Jey Rouanet und der Deutsche Lukas Weis gegeneinander an. Der Franzose konnte sich mit zwei sehr spektakulären Sprüngen den Titel holen. Auch der Schweizer Mat Rebeaud fuhr stark, schied aber im Halbfinal knapp aus.  

Schweizer auf Platz drei

Kurz darauf ging es los mit der Prequalifikation der jungen Wilden beim Freeski. 16 grosse Talente aus der ganzen Welt lieferten sich einen heissen Kampf um einen der vier begehrten Startplätze vom Samstag, um dort gegen die besten der Welt antreten zu können. Jeder durfte dem Publikum drei Sprünge präsentieren, die zwei besten wurden gewertet. Der Österreicher Martin Misof wurde mit 71.4 Punkten souverän Erster. Unter den drei anderen Qualifikanten fand sich auch einer der vier Schweizer wieder. Der 21-jährige Reto Comincioli aus Davos schaffte es auf den dritten Platz. Zum Siegerquartett gehörten zudem Tim Russel aus den USA und der Franzose Richard Permin. Die Jumps waren gewagt und vielen gelang die Landung nicht wünschenswert.  

Spektakel in der Halfpipe

Nach den Freeskiern standen die Skateboarder mit dem Highest Air Contest auf dem Programm. Zehn Fahrer aus aller Welt traten gegeneinander an und versuchten einen möglichst hohen Sprung aus der Halfpipe heraus zu landen. Die Höhe der Sprünge wurde an der Flughöhe des montierten Brettes gemessen. Die Sprünge zählten allerdings nur, wenn sie auch gestanden wurden. Gefahren wurde abwechselnd, insgesamt hatten die Fahrer eine Stunde Zeit. Die Skateboarder waren allesamt mit Helm, Ellbogen- und Knieschoner ausgerüstet. Bereits waren viele Zuschauer am Freestyle.ch erschienen, weshalb eine Superstimmung entstand.  

Laute Musik und coole Jumps

Zu ständiger Punk- oder Rockmusik zogen die Skater ihre Show ab. Den Sportlern ging es beim Wettkampf allerdings nicht nur um den Erfolg und die Höhe der Sprünge, sondern sie zeigten den Zuschauern auch viele spektakuläre Tricks und pflegten eine gute Stimmung untereinander. Oft geschah es, dass die ganz hohen Sprünge nicht gestanden werden konnten und die Skater auf den Knien durch die Pipe sausten. Unter den zehn Teilnehmern waren deutliche Unterschiede der technischen Fähigkeiten zu beobachten. Schafften es die schlechteren Fahrer nicht über die zwei Meter Marke, sprang der Gewinner Sandro Dias aus Brasilien auf ganze 3.80 m.  

“Schweizer Frauen sind sehr schön”

Bei der Qualifikation der Snowboarder  traten 15 Teilnehmer gegeneinander an. Drei der vier Sieger waren aus der Schweiz. Mit Jahrgang 1988 qualifizierte sich der Zürcher Louri Potladtchikov als jüngster Teilnehmer bei seinem Heimspiel mit Platz vier für die nächste Runde. Auf Platz eins schaffte es Roman Marti aus Luzern und auf Platz zwei folgte der Bündner Stephan Maurer. Einziger Nichtschweizer war der Schwede Chris Sörmann mit Platz drei. Nicht der Erfolgreichste dafür der Auffallendste war der langhaarige Italiener Giacomo Kratter, mit seiner Bemerkung dass er die Schweizer Frauen sehr schön finde.

Trotz seiner Beliebtheit bei den weiblichen Fans verpasste er den Einzug unter die Besten vier deutlich: Die strenge Jury setzte ihn auf Platz zehn. Dank einer grossen Leinwand bekamen auch die Zuschauer in den hintersten Reihen alles problemlos mit. Die Stimmung war ausgelassen fröhlich und auch die Athleten waren dieses Jahr erste Sahne und präsentierten sich bereites in der Prequali auf einem hohen Niveau.

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