Politik | 10.08.2006

Ohne Kompromisse keine Lösung

Der Konflikt um Israel und Libanon ist eskaliert. Tink.ch ging auf die Strasse um zu erfahren, wie die Menschen darüber denken. Was halten sie von der Gesamtsituation im Konflikt zwischen Israel und Libanon? Wem gehört das Land und wer trägt Schuld am Krieg? Was könnte die Lösung sein?
Nathalie und Daria Schildknecht aus Chur Nora Müller (Name durch Redaktion geändert) Sandro Fiechter aus Bern Stefan Tschieren aus Fribourg Elias Röthlisberger aus Bern Caroline Jaccobi aus Heidelberg/GER

«Zur Zeit passiert so viel, da ist es schwierig den Überblick zu behalten. Ich habe Verständnis für Israel, in dieser Situation hätte jedes Land irgendwann zurückgeschlagen, auch wir Schweizer. Nur übertreibt die Israelische Regierung jetzt langsam. Ich finde es falsch, einem Land die alleinige Schuld zuzuweisen. Beide haben zur Eskalation beigetragen. Man müsste versuchen den Konflikt verbal und ohne Waffengewalt zu lösen. Wenn Amerika oder sonst eine Grossmacht eingreifen würde, wären sie wieder die Bösen.

Natalie und Daria Schildknecht aus Chur

Die Entwicklung ist sehr bedenklich. Es sind die Machthabenden, welche Angst haben ihre Macht zu verlieren. Schwer zu sagen ist, wem das Gebiet wirklich gehört. Für beide Partien ist es heilig und beide verhalten sich stur und besessen. Auch jene Länder welche Waffen für diesen Krieg herstellen, zum Beispiel Amerika, England und Schweiz, erfüllen einen grossen Beitrag. Leider kann die UNO nicht wirklich etwas unternehmen, ausser zu reden. Eine Partei sollte nachgeben und die umsrtrittenen Landesteile aufgeben.

Nora Müller (Name von Redaktion geändert)

Die Situation ist katastrophal. Ich finde es falsch, dass Israel von der westlichen Welt in Schutz genommen wird. Auch die Berichterstattung nervt mit der Zeit. Ich kann aber für beide Parteien ein gewisses Verständnis aufbringen. Das Land gehört dem Libanon, es ist ihr Staatsgebiet, die anderen sind Terroristen. Wenn nicht ein Staat zurücksteckt, kann diese Situation keinen Frieden hervorbringen.

Sandro Fiechter aus Bern

Die ganze Situation ist total übertrieben und absolut daneben. Es ist weder logisch noch angemessen. Israel wird von der internationalen Politik gedeckt, von ihnen erwarte ich mehr Zugeständnisse. Das Land hat klar überreagiert und ihre Aktionen sind keineswegs gerechtfertigt. Die Argumente, dass es im Interesse von Iran und Syrien geschieht, halte ich für sehr fadenscheinig. Ich weiss nicht wem das Land gehört, sie sollten es teilen. Die Kampfhandlungen müssen eingestellt und der Dialog muss wieder aufgenommen werden. Durch Gewalt erreicht man gar nichts.

Stephan Tschierren aus Fribourg

Der Konflikt ist extrem. Durch die religiösen Interessen beider Seiten sind beide sehr verhärtet und es macht die ganze Angelegenheit um einiges komplizierter. Beide Staaten haben zur Eskalation beigetragen. Irgendwann ist es halt soweit und das Fass überläuft. Ich weiss nicht, wie eine Lösung aussehen könnte, die ganze Sache ist komplex und kompliziert. Um hier eine, für beide Parteien zufriedenstellende, Lösung zu finden, muss man sich sehr gut auskennen.

Elias Röthlisberger aus Bern

Es ist falsch so zu handeln. Ich habe Angst, dass sich durch diese Eskalation weitere Grossmächte einklinken und mitmischen wollen. Obwohl ich die Augen vor diesem Krieg nicht verschliesse und mich informiere, kann ich nicht sagen, wer hier mehr Anrecht auf das Land hat. Frieden scheint unmöglich, da beide Länder eine extreme Haltung vertreten, aber ich sehe die einzige Lösung darin, dass sich ein Land zurückzieht.

Caroline Jaccobi aus Heidelberg/GER