Kultur | 14.08.2006

Nervenkitzel dank Lakejump

Spektakel pur am Lakeside Festival. Waghalsige Biker rasten von einer acht Meter hohen Rampe auf eine Schanze zu und sprangen anschliessend mit gewagten Flugeinlagen in den Vierwaldstädtersee.
Fotos: Thomas Hirsbrunner, Julian Perrenoud Acht Meter hohe Rampe Spektakulärer Dreifachsalto Erleichtertes Auftauchen Auch Rückwärtssaltos sind möglich Vom Bike sollte abgestiegen werden Zwei der Jurymitglieder Die Sprünge waren sichtlich hoch

Am vierten und letzten Tag des Lakeside Festivals in Hergiswil stand der Lakejump Contest auf dem Programm. Ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, einen möglichst hohen, weiten und spektakulären Sprung in das kühle Nass des Vierwaldstädtersees zu wagen. Die waghalsigen Fahrer/innen reiten auf ihren Drahteseln eine acht Meter hohe Rampe hinunter auf eine Schanze zu, die direkt am Ufer des Gewässers aufgebaut ist. Von einer dreiköpfigen Jury werden die Sprünge mit den Noten eins bis zehn bewertet.

Erfolg trotz Aussetzer

22 Springer und zwei Springerinnen gaben in drei Durchgängen ihr Bestes. Die Fahrer, die nach diesen drei Sprüngen die höchsten Bewertungen erhalten haben, durften bei dem anschliessenden Finale ein weiteres Mal ihr Können zeigen. Für besonderes Aufsehen sorgte Lilian Walder. Sie verpasste bei ihrem ersten Sprung die Schanze, fand den Weg in den See aber via Gebüsch doch noch. Bei ihrem zweiten Versuch klappte es dann besser und am Ende erreichte die Reidnerin sogar den ersten Rang in der Kategorie der Frauen. Dank ihrem Ausflug durchs Gebüsch erhielt sie ausserdem den Wanderpokal für den spektakulärsten Sprung. Bei den Männern hiess der Sieger Michael Waser. Der Hergiswiler setzte sich knapp gegen den Vorjahressieger durch.

Taucher und Sanitäter für Sicherheit

Da diese gewagten Lakejumps nicht ganz ungefährlich sind, musste natürlich auch für die Sicherheit gesorgt werden. Am Rande des Geschehens standen zwei Sanitäter, die aber glücklicherweise nicht zum Einsatz kamen. Im Wasser waren zwei Taucher für die Sicherheit zuständig. Am meisten beschäftigten die Taucher jedoch absinkende Velos, nach denen sie immer wieder tauchen mussten.

Unterhaltung zwischen den Sprüngen

Rund um die nervenaufreibenden Sprünge, wurde der Anlass mit der Musik von Elvis Explosion geschmückt. Die Zweimannband gab während dem ganzen Lakejump immer wieder Elvis Klassiker zum Besten. Für ununterbrochene Unterhaltung sorgten zudem zwei Kommentatoren, die das zahlreiche Publikum immer wieder mit guten Sprüchen zum schmunzeln brachten.

Sogar das Wetter spielte mit

Der Lakejump Wettbewerb blieb grösstenteils vom Regen verschont. Hinter den gänzlich besetzten Holzbänken standen viele Zuschauer, die für gute Stimmung und Szenenapplause sorgten. Einzig die regelmässig einfahrenden Schiffe verursachten Störungen. Weil sie gleich neben der Rampe anlegten, musste der Anlass immer wieder unterbrochen werden. Insgesamt ging die Veranstaltung jedoch gut über die Bühne und kann als voller Erfolg bezeichnet werden.

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