Sport | 10.08.2006

Dopingsumpf ohne Ende

Nach dem jüngsten Skandal bei der Tour de France wollte Tink.ch wissen, warum Spitzensportler es nötig haben, Doping zu nehmen. Ob das Interesse der Menschen nach solchen Skandalen an diesen Sportarten abgenommen hat und wie ihre persönlichen Vorschläge zur Dopingbekämpfung aussehen.
Christian Bittdorf, Ersigen Nicole Provini, Bern Max, Carlo, David Saladin aus Bern Barbara Beetschen aus Bern Matthias Kuert aus Bern Anja Oertli aus Wetzikon

Für mich haben die Sportler, die sich dopen, nicht genug Selbstwertgefühl. Ich denke, sie greifen zu Doping, weil ein enormer Leistungsdruck vorhanden ist und zu viel Geld auf dem Spiel steht. Ich fahre selber viel Velo, deshalb interessiert mich der Radsport auch weiterhin. Es sollten fleissiger Dopingkontrollen durchgeführt werden und die Sünder sollten eine lebenslängliche Sperre erhalten.

Christian Bittdorf aus Ersigen

Ich denke, dass fast alle Radprofis gedopt sind, bei vielen ist es jedoch im Nachhinein nicht nachweisbar. Ohne illegale leistungsfördernde Mittel ist es im Radsport fast unmöglich geworden noch Erfolge zu feiern. Durch die neuesten Skandale wurde der Radsport für mich unglaubwürdiger und hat an Ansehen verloren. Die Funktionäre sollten mit gutem Beispiel vorangehen und Leute, die früher selbst gedopt haben, dürften keine Funktionärsposten übernehmen.

Nicole Provini aus Bern

Die Radprofis nehmen Doping damit sie gewinnen und schneller sind. Der Radsport interessiert uns aber trotz den Skandalen noch. Man sollte die Sportler vor jedem Rennen genau überprüfen und die Fahrer, welche Doping genommen haben, sofort vom Radsport ausschliessen.

Max, Carlo und David Saladin aus Bern

Unter den Radprofis herrscht ein riesiger Leistungsdruck. Fast alle Fahrer nehmen unerlaubte Mittel. Durch die vielen Dopingskandale ist mein Interesse am Radsport eher noch gestiegen, da er nun auch in den Medien präsenter ist. Man müsste weniger Sponsoren zulassen und dadurch die Preisgelder senken. Womit es sicher weniger Dopingfälle geben würde.

Barbara Beetschen Bern

In der Radsportszene ist das Doping weit verbreitet. Zum Glück sind andere Sportarten noch Doping-frei. Der Radsport interessierte mich schon vor den aktuellen Skandalen nie gross, da diese Sportart schon längere Zeit nicht sauber ist. Eine Möglichkeit wäre, die Dopingmittel freizugeben. Ansonsten müsste eine äusserst raffinierte Methode entwickelt werden um die Dopingsünder auffliegen zu lassen. Aber das wird sowieso nie geschehen, da es immer schwieriger festzustellende Mittel gibt.

Matthias Kuert aus Bern

Die Radfahrer sind so auf den Sieg fixiert, dass sie auf die unerlaubten Mittel kaum noch verzichten können um erfolgreich zu sein. Mein Interesse am Radsport nimmt jedoch nicht ab, da der Radsport in seinen Grundlagen noch immer der Selbe geblieben ist. Die Radprofis müssten noch effektiver kontrolliert werden, was jedoch auch schwierig ist, da sich die Dopingmittel laufend verändern und sich an die Tests anpassen.

Anja Oertli aus Wetzikon