Kultur | 17.08.2006

Die Karibikinsel von Zürich

Text von Anina Peter
Diesen Samstag, 19. August ist es wieder soweit. Die Werdinsel mitten in Zürich beginnt erneut zu rocken, zu feiern und zu beben. Nicht nur die spezielle Lage, auch die familiäre Atmosphäre leisten ihren Beitrag zur ausgelassenen Stimmung.

Die Lage des Openairs Werdinsel könnte nicht besser sein. Versteckt hinter Bäumen, direkt an der Limmat und trotzdem in der Stadt. Ein perfekter Platz zum Feiern ohne Kopfzerbrechen, wie man wieder nach Hause kommt. Übrigens kann sich der Event rühmen, dass einzige Schweizer Openair auf einer Insel zu sein.

Doch das Ganze kommt noch besser, der Eintritt ist nämlich kostenlos. Organisiert wird das Openair Werdinsel vom gleichnamigen Verein. Dieser hat sich zum Ziel gesetzt, die Insel jedes Jahr zum Klingen, Tanzen und Dröhnen zu bringen. Auch dieses Jahr haben sie ein hörenswertes Programm auf die Beine gestellt. Zum ersten Mal wird ein internationaler Act, die Bühne der Zürcher Insel betreten. Der Dominikaner Mangu wird mit Reggaeton, Hiphop und Latin einheizen.

Die siebenköpfige Band Lariba will ein glückliches Lachen in die Gesichter ihrer Zuschauer zu zaubern. Mit einem Musikstil, der Jazz, Hiphop und Flamenco vereint.

Auch eine geballte Ladung Frauenpower fehlt nicht. Namusoke, Zürcherin mit tansanischen Wurzeln, passt perfekt zum Konzept des Openairs. Sie meint, dass die Musik, die Leute und die Stimmung ihre Spiritualität verlieren, sobald Geld mit ins Spiel kommt. Ihre Musik beschreibt sie selbst als Afro-Ragga mit Soul-Einflüssen.

Am Schluss nochmals ein Heimspiel: Die Rapper von Linktiim vermischen Züridüütsch mit einem Hauch Karibik und beschliessen so den Abend auf dem Werdinseli. Bleibt nur zu hoffen, dass das Wetter bei diesen vielen heissen Tönen und Rhythmen sich ebenso verhält. Daumen drücken und hingehen. Auf die Werdinsel, am 19. August, von 12 bis 22 Uhr.

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