Kultur | 03.08.2006

Abschied für Double Pact am Arenafestival

Text von Lukas Hohl
In der Römerarena in Orpund ging am vergangen Wochenende die Post ab. Das dritte Arenafestival liess den Hiphop hochleben. Mit dabei Kool Savas aus Deutschland, Latin Playa Records aus Mexiko/Peru, Wurzel 5 und Double Pact, die ihr Abschiedskonzert gaben.

Den Anfang machten die Schweizer Rapper der Swiss Rhymer Squad. Danach folgte schon ein Höhepunkt des Abends, nämlich die vierköpfige Hiphop-Crew Vierzueins aus Deutschland. Sie präsentierten ihr neues Album «Abenteuer hoch drei«. Wenig später trat Latin Playa Records aus Mexiko/Peru auf die Bühne. MC Gramo zeigte sich von seiner besten Seite und aus den Boxen ertönte frischer Sound aus Mittelamerika. Das Publikum war beim Auftritt des Peruaners durchaus erstaunt, weil die Mehrheit kaum ein Wort verstand. Trotzdem fieberten die Zuschauerinnen und Zuschauer mit.  

Einzigartiges Gelände in Orpund

Nicht nur die Musik zeichnet dieses Festival als grösstes seiner Art in der Schweiz aus, auch das Gelände und die Umgebung der Römerarena. Eine Bühne, umzingelt von Bäumen und Sträuchern. Was will man mehr als gute Musik und das Rauschen der Aare im eigenen Ohr.

Die Organisatoren haben die Bands so ausgewählt, dass es am Freitag wie auch am Samstag ein etwa gleichwertiges Programm gab. Den zweiten Festivalabend begann die Schweizer Hiphop-Crew Wurzel 5, die mit ihrem letzten Album «Verdächtig« erst richtig bekannt wurde. Es folgten Masta Ace aus den USA und Double Pact mit Stress, Yvan und Nega. Für die drei war der gelungene Auftritt gleichzeitig das Ende ihres gemeinsamen Wegs. Sie werden sich nach dieser Tournee trennen. Kool Savas durfte das Arenafestival 2006 abschliessen. Dem deutschen Rapper türkischer Abstammung gelang es, das Publikum bis um zwei Uhr vor der Bühne zu halten.  

Die Organisatoren sehen ihre Erwartungen als erfüllt. Etwa 6000 Besucherinnen und Besucher konnten am ganzen Festivalwochenende gezählt werden, obwohl es auch Abschnitte mit heftigem Regen gab, was wohl einige Leute vom Festivalbesuch fernhielt.

Links