„So lang wie breit“ am Festiwald Baar

Am Freitagabend sitze ich mit meinen Freunden am See auf der Rössliwiese, als plötzlich ein schwer definierbares Gefährt unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht. Es sieht aus wie eine überdimensionale, viereckige Werbetafel, welche von vier Fahrrädern angetrieben wird. Diese Idee kann natürlich nur von der Pfadi Baar stammen, welche auf ihr bevorstehendes „Festiwald“ aufmerksam machen will. Sie stellen das Festiwaldmobil direkt vor uns ab und spielen laute Musik ab. Hauptsächlich CH-Rap, wie z.B. Breitbild. Nicht unbedingt meine Lieblingsmusik und trotzdem höre ich zu. Bei einem Lied werde ich stutzig. Es klingt ähnlich wie die Lieder von Breitbild und doch anders. Bei genauerem hinhören stelle ich fest, dass sich der Text um das Festiwald und die Pfadi Baar dreht! Ich frage nach und erhalte von einem grinsenden Pfader die Antwort: „Das sind unsere Pfadi MC`s!“ Neugierig geworden wittere ich sofort eine Chance für einen neuen Bandartikel.

Hip-Hoper aus Baar

„So lang wie breit“, so nennen sich die Schweizer Hip-Hoper aus Baar. Die Idee zum Namen stammt von der Aussage: „Uns ist egal, was andere von unserem Sound halten!“ Die Band besteht aus zwei Mitgliedern, die natürlich begeisterte Anhänger der Pfadi Baar sind. Zum einen Rafael Orler mit dem Künstlernamen Herzog, zum anderen Matthias Letsch alias Pasha. Die beiden kamen vor etwa 2 Jahren bei einem Freestyle auf die Idee, eine Band zu gründen. Sie hatten bis jetzt vier Auftritte. Ihren Ersten an der Chilbi Baar 2005 und danach folgten weitere Auftritte in Buochs, am Geburtstagsfest eines Freundes und als Einleitung für ein Theater.

Matthias besucht momentan das Gymnasium im vierten Jahr und Rafael absolviert das erste Lehrjahr als Sanitär. Auf die Frage hin, was ihnen denn nun wichtiger sei, die Ausbildung oder ihre Musik, meinen sie lachend: „Theoretisch die Ausbildung, praktisch der Sound“.

Und es lohnt sich! Bisher haben sie ca. zwölf komplette Songs und dutzende Beats. Sie schreiben ihre Texte selbst, welche sich mit Problemen und Interessen der beiden oder mit anderen aktuellen Themen (wie bereits erwähnt, Werbung für das Festiwald, Berichte vom Pfadilager oder ihre Freundinnen) befassen.

Geprobt wird in einem Raum bei Matthias zu Hause. Er ist ausgestattet mit Sofa, Keyboard, Plattenspieler, PCs und Mikrofonen. An den Wänden hängen Poster von Cypress Hill, Spongebob Schwammkopf und ein Bild von den beiden beim Rappen. Sie verleihen dem Raum eine persönliche Note und machen ihn erst richtig gemütlich. Eine Demo-CD von „So lang wie breit“ ist bereits in Planung.

„So lang wie breit“ am  Festiwald Baar

Ihre Musik scheint anzukommen: „Bei den bisherigen Auftritten sind die Fans richtig abgegangen!“ Und ich persönlich finde die beiden auch wirklich gut. Wer die beiden live sehen möchte, hat schon sehr bald die Möglichkeit dazu. Denn, wie könnte es anders sein, sie treten am 1. September am Festiwald in Baar auf. Zu kommen lohnt sich! „So lang wie breit“ tritt neben 24 anderen Bands wie beispielsweise Gleiszwei oder Wurzel 5 auf. Auch für diejenigen, die nicht so gerne Hip-Hop hören, hat es etwas dabei. Es werden pro Abend etwa 1000 Zuschauer erwartet und die Mitglieder der Pfadi Baar sind schon fleissig am Aufbauen. Ein zehn-köpfiges Organisationsteam ist schon seit einem Jahr am Vorbereiten, damit alles am kommenden Wochenende glatt läuft.

Den Festiwald-Song  von „So lang wie breit“ und dem dritten Pfadi MC, Andreas Lustenberger, kann man sich ausserdem auf der Homepage vom Festiwald anhören. Dort finden sich auch noch Bilder und Videos von den fleissigen Pfadern beim Bauen und ab Mittwoch sogar ein Videoclip zum Festiwald-Song.

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Austausch von Kunst, Kultur, Gedanken und Gefühlen

An der Ausstellung der interkulturellen Schriftbilder in Solothurn, einem Gemeinschaftsprojekt der interkulturellen Kreativwerkstatt Solothurn und Workcamp Switzerland, gab es Bilder von 15 StudentInnen aus zwölf Nationen zu sehen. Kulturaustausch wurde gross geschrieben. Es lohnte sich einen Blick über den eigenen Tellerrand zu erhaschen, denn Kunst ist nicht nur von Kultur zu Kultur verschieden, sondern auch von Mensch zu Mensch. 

Die Kunstschaffenden standen neben Bild und Besucher und waren offen für den Dialog. Zum Beispiel Vickie Wood aus England:  

Was wolltest du mit diesem Bild ausdrücken?

Ich arbeitete mit Studentinnen und Studenten aus Solothurn und zeigte ihnen verschiedene Techniken und Werkzeuge, zum Beispiel wie man mit dem Spachtel arbeitet oder wie man bestimmte Farben hervorhebt und vermischt. Dieses Bild ist ein Übungsexemplar. Ich habe es so gemalt wie es mir gefällt und dabei die Farben miteinander verbunden und spielen lassen.  

Was bedeutet die Kunst für dich?

Der Ausdruck von Gefühlen und Gedanken.  

Wie war das mit der sprachlichen Verständigung zwischen euch?

Alle können ja ein bisschen Englisch sprechen, die einen mehr und die anderen weniger. Körpersprache war aber doch sehr wichtig. Auch über unsere Bilder haben wir uns unterhalten. Wenn man jemandem ein Bild zeigt, das man soeben zu Ende gemalt hat, weiss dieser wie du fühlst und an seiner Reaktion erkennst du, wie es auf ihn wirkt und ob es ihm gefällt.  

Auch Maria Padro Casas aus Spanien war offen für ein Interview:  

Ist es möglich von der Kunst zu Leben?

Möglich ist es. Schwierig auch. Sehr schwierig sogar. Ich selbst kann nicht nur, aber auch, von der Kunst Leben. Das gefällt mir.  

Was sehe ich auf diesem Bild?

Das Leben und der Tod. Leben steht auf Serbisch und Tod auf Slowakisch. An diesem Bild habe nicht nur ich gearbeitet, da haben viele etwas dazu beigetragen.

Das Bild wurde, ob man es glaubt oder nicht, nur mit drei Farben gemalt. Maria mag keine homogene Farbmasse. Farben sind ihrer Meinung nach schöner, wenn sie erst auf dem Blatt vermischt werden und nicht bereits zuvor mit einem Pinsel. In der grossen Welt der Kunst, hat eben jeder seinen eigenen Geschmack. Kim Hyei-Soo aus Süd Korea ist beispielsweise fasziniert von Bewegung und vom Leben.  

Was hat dich zu diesem Bild inspiriert?

Ich ging durch die Strassen und sah einen Baum. Er erholte sich vom Winter und begann zu spriessen. Für mich bedeutet das Leben Auferstehung und Vergänglichkeit. Ich habe es “spring is gone” genannt. Es ist der Moment, in dem es langsam richtig beginnt zu blühen. Der Moment, wo sich das Leben entfaltet und in alle Richtungen strebt.  

Wie hat dir dieses Projekt gefallen?

Anfangs war ich traurig. Ich fühlte mich alleine und konnte nur schlecht Kontakte knüpfen. Dadurch, dass ich nur wenig Englisch spreche, war ich im Nachteil. Doch mit der Zeit wurde die Sprache immer unwichtiger. Wir lernten uns auf andere Weise auszudrücken, etwa mit Gestik und Mimik. Auch Musik und Kunst machten wir zu unseren Kommunikationsmitteln. Es war und ist ein sehr schönes Erlebnis. Wundervoll, wie sich Menschen, die so verschieden sind, respektieren und eine gute Zeit verbringen können.

Während der zweiwöchigen Zusammenkunft haben nicht nur die angereisten Künstlerinnen und Künstler zu Farbtube und Pinsel gegriffen. Auch die Organisation konnte nicht widerstehen. So etwa Rico Engesser aus der Schweiz, der für das Geschehen im Hintergrund verantwortlich war. Sein einziges Bild zeigt das Wort “unmöglich”, in den einzelnen Buchstaben findet sich das Wort “Endeffekt”.  

Was wolltest du mit diesem Bild ausdrücken?

Es ist auf zwischenmenschliche Beziehungen bezogen. Jeder Mensch hat seine eigene Sichtweise der Dinge und ist ein Individuum. Wenn man aber jemandem ganz tief in die Augen blickt, erkennt man im Endeffekt das es doch eine Sache der Unmöglichkeit ist, dies in irgendeiner Weise zu ergründen. Ich weiss nicht ob es mir gut gelungen ist, dies auszudrücken. Ich bin eben Germanistikstudent und nicht Künstler.

Wie wichtig ist Kunst?

Sehr wichtig. Kunst ist, egal in welcher Ausdrucksform, eine Möglichkeit Gefühle und Gedanken zu verarbeiten. All die Gefühle welche man in sich trägt, müssen raus. Im eigenen Körper, in der eigenen Seele, wird nichts Gutes daraus. Mir gefällt es nicht, dass die Kunstschaffenden immer so belächelt werden, nach dem Motto „Ja, ja, das ist halt ein Künstler“. Es ist schade, dass sie nicht so richtig in die Gesellschaft integriert sind, aber vielleicht brauchen sie das ja auch.   

In unserer Gesellschaft, wo sich eigentlich niemand für die Gefühle und Gedanken des Gegenübers interessiert, ist die Kunst eine der letzten Möglichkeiten, zu erfahren, was sich in Köpfen anderer Menschen abspielt. Hierbei ist es egal, ob man die Kunst „versteht“. Man nimmt sie einfach wahr. Und ob bewusst oder unbewusst, die Energie und die Gedankenkraft, die in ein Werk gesteckt wurde, kommt rüber. Man muss sich der Kunst nur ein kleines Stück öffnen und dafür wahrlich kein Kunstexperte oder Kulturkritiker sein. Kunst ist etwas wunderbares, etwas wichtiges. Kunst ist eine Belohnung für unsere Gesellschaft. Eine Belohnung, die sie gar nicht unbedingt verdient hätte. 

Das Festival, das etwas anders tickt

Seit mehreren Monaten arbeiten eine Hand voll junger Leute an der Entstehung der Spelunke in Vivo. Sie haben sich zum gleichnamigen Verein zusammengeschlossen und konnten gleich noch 40 weitere Begeisterte zum Helfen animieren. Sie alle wollen und kriegen dafür kein Geld, dafür aber Freude am Werk, die Möglichkeit Ideen und Träume zu verwirklichen. Ihre Ambitionen? Die Freude an der Kunst und die Hoffnung, dass es ihnen vielleicht andere gleichtun werden. Die Begeisterung und der unermüdliche Einsatz sind spürbar und machen neugierig. Geboten werden dem Besucher viel gute Musik, Theater, Film und Tanz – alles gratis und franko.  

Bühne frei für jedermann

Die Spelunke soll auch ein Ort der Begegnung sein. Alt und Jung, Anwohner oder Anreisender, alle sollen zusammen geniessen, zurücklehnen, Augen, Ohren und natürlich den Gaumen verwöhnen lassen. Damit es den Kindern bestimmt nicht langweilig wird während Mami und Papi gemütlich ein Bier trinken, ist für sie ein breites Programm zusammengestellt worden. Spielen, basteln und sogar Bühnenluft schnuppern. Die Kleinen werden mit ihrem eigenen, einstudierten Theater die Bretter, die die Welt bedeuten, erobern und sich als Zirkusartisten versuchen. Bühne, Leinwand und Mikrofon sind natürlich nicht nur den Kindern vorbehalten. Der Spelunkenleitsatz “alle sind Künstler, auch das Publikum” gibt jedem die Chance das Publikum von sich und seiner Darbietung zu überzeugen.

Unterhaltung und 7-Sterne Verköstigung

Das Programm ist vielfältig und gut geplant. Theater, Musik, Lesungen und Filme garantieren eine Serie pausenloser, spannender Unterhaltung. So kann man sich zuerst schweissnass tanzen, bei Film und Theater wieder Energie tanken und ist dann topfit für das nächste Konzert. Verständlich, dass man bei so einem Angebot gar nicht mehr nach Hause mag, oder man einfach vor lauter Begeisterung den letzten Zug verpasst hat. Kein Problem, ein Zeltplatz ist vorhanden. Damit man nach dem langen Spelunkenabend auch gestärkt in den nächsten starten kann, ist samstags und sonntags ein ausgiebiger Brunch angesagt – mit Spezialitäten vom Bauern. Einen leeren Magen muss man sowieso nicht befürchten. Der Spelunken-7-Sterne Koch kümmert sich um den kleinen und grossen Hunger und stopft bestimmt jedes Maul. Auch ungelöschten Durst wird es hier nicht geben. Drinks, mit oder ohne Alkohol, sind zur Genüge erhältlich.  

Gattikon, wo bitte ist das denn?

Zugegeben, Gattikon ist nicht jedem bekannt, aber doch ziemlich schnell erreichbar. Einfach im Zürcher Hauptbahnhof mit der S4 nach Langnau Gattikon, oder aber bis Thalwil und weiter mit dem Bus. Angekommen muss man nur noch den Schulhausplatz Schweikrüti suchen und schon ist man dort. Einfach, oder? Für so einen viel versprechenden Anlass lohnt sich das allemal. Also, worauf wartest du noch? Los geht’s zur Spelunke in Vivo.

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“Was ist euch das Festival Wert?”

Tink.ch: Warum hat es Ihnen gerade die Strassenmusik angetan?

Christine Wyss: Strassenmusik ist eine niederschwellige Kulturvermittlung. Die Künstler kommen zum Publikum. Ihre Darbietungen sind sehr authentisch, denn verstecken können sie auf der Gasse nicht viel, sie ist ein hartes Pflaster.

Mir gefällt diese Volksnähe. Ich bin kein Fan von Sein und Schein, von so einem Zirkus für Millionen von Franken, wie er um die Rolling Stones gemacht wird.

 

Was gibt Ihnen denn die Energie Jahr für Jahr das Buskers Bern zu organisieren?

Es sind vor allem die drei Festivaltage selber. Wenn die Künstler ankommen, ist das ein Highlight, und dann die Begegnungen und die vielen Leute, die Freude haben. Es kommt sehr viel Positives zurück.

Zudem organisiere ich gern. Im Gegensatz zu meiner Schwester Lisette bin ich nicht Künstlerin und verkörpere darum im OK eher die Vertreterin des unvoreingenommenen Publikums.

 

Es fällt auf, dass immer mehr Gruppen am Buskers mit Verstärkern auftreten. Eine kritische Entwicklung?

Das ist nicht nur an unserem Festival so. Klar, wir wollen in Sachen Technik so tief wie möglich fahren, aber verschliessen können wir uns ihr nicht. Es gibt Sachen, die man ohne Strom nicht machen kann. Also stellen wir sicher, dass jeder Platz einen Stromanschluss hat. Ihr Zeug müssen die Künstler aber selber transportieren. Sie müssen flexibel sein.

 

Sollte Strassenmusik nicht so daherkommen, wie sie Nina Dimitri zelebriert?

Leider hat nicht jeder so eine Stimme, wie Nina.

 

Es gibt Kritiker, die sagen, das Buskers Bern sei zu wenig offen für spontane Aufführungen, die doch eigentlich eine Charakteristik der Strassenmusik sind?

Ich fände mehr Offenheit ja auch schön, aber es ist nicht machbar. Das zeigen die Erfahrungen in anderen Städten, am Buskers-Festival in Ferrara in Italien zum Beispiel. Da gibt es 20 programmierte Gruppen und 150 Off-Gruppen. Das ist der Horror. Wenn wir das hier machen würden, gäbe es ein riesiges Chaos, die Qualität wäre nicht gesichert, da jeder daherkommen könnte, und wir hätten Probleme mit Polizei und Anwohnern. Deshalb gilt bei uns: Weniger ist mehr. Und wenn jetzt einer spontan daher kommt und etwas Gutes zu bieten hat, dann gibt es schon Möglichkeiten.

 

Immer wieder geht’s bei einem solchen Anlass ums Geld. Wie gehen Sie damit um?

Ich bin sehr streng und drücke oft auf den Sparhahn. Ich habe die Budgethoheit. Ich will, dass es aufgeht, dass ich mich nicht verschulde. Während dem Festival arbeiten wir alle gratis, aber jenen, die Verantwortungen tragen und auch vor und nach dem Festival arbeiten, möchte ich etwas zahlen. Denn du kannst ihnen 100 Mal „merci“ sagen, aber leben müssen sie ja auch. Ich will nicht, dass uns diese professionellen Mitarbeiter davonlaufen. Darum schauen wir jetzt mit der Stadt, ob sie uns noch stärker unterstützen können. Ansonsten setzen wir auf den Verkauf der Festivalbändeli…

 

…deren Kauf von der Besucherseite aus gesehen, im Grunde freiwillig ist.

Ja, aber Leute, die keines haben, werden hoffentlich zehn Mal von den Verkäuferinnen und Verkäufern darauf angesprochen. Es braucht viel Überzeugungsarbeit, denn die Konsumhaltung ist gross und viele überlegen sich gar nicht, was so ein Festival alles zu tun gibt und was es kostet.

Der Grund, dass die Leute kein Bändeli kaufen, ist meist nicht Verweigerung, sondern Unwissenheit.

Wenn Leute sagen, die Festivalbändeli seien teuer, dann verstehe ich das nicht, denn einen Kinoeintritt zahlt auch jeder anstandslos. Und ich frage zurück: Was ist euch das Festival Wert? Was wir machen, ist echte Kulturvermittlung. Die Künstler sind ohne uns nicht da.

Und natürlich: Wer wirklich kein Geld hat, kann auch so kommen.

 

Was bekommen Sie jeweils selber vom Festival mit?

Eine ganze Show kann ich praktisch nie sehen, aber halt einfach Ausschnitte. Ich nehme mir pro Tag eine Stunde dafür Zeit.

 

Was ist der anspruchsvollste Punkt bei der Organisation des Festivals?

Der Rasterplan, der aufzeigt wer wann wo und wie lange auftritt. Da arbeiten wir Nächte lang dran, bis alles aufgeht. Alle Wünsche zu berücksichtigen ist heavy.

Aber auch die 150 Helferinnen und Helfer zu koordinieren, ist nicht ohne. Es gibt darunter sehr tolle, aber eben auch vereinzelt mühsame.

 

Warum braucht es auch nächsten Sommer in Bern wieder ein Strassenmusikfestival?

Weil ich mir sonst überlegen muss, auf was anderes ich mich im August freuen soll. Aber auf das nächste Buskers freuen sich auch schon viele andere Leute. Das Herzblut, es zu organisieren, ist bei mir noch da.

 

Wird das Festival weiter wachsen?

Nein. Logistisch ist das kaum möglich und ich habe auch kein Interesse daran. Die jetzige Grösse ist gerade richtig, vom Platz her jedenfalls, eine zeitliche Ausdehnung könnte man sich überlegen. Auf jeden Fall wird es wieder etwas Neues geben. Für nächstes Jahr schwebt uns eine so genannte Kunstgasse vor, wo die Künstler ihr Atelier auf die Strasse stellen.

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Ideale und Gedanken kommen ins Wanken

Versteckt in einem klapprigen, 25-jährigen Auto, das in der Schweiz schon längst auf dem Schrotthaufen läge, begeben wir uns ins Reich der Favelas in Sao Paulo. Wir mischen uns, umgeben von Hügeln, die sich bis ins Unendliche ausbreiten, mitten unter die Favela-Bewohner und werden mit tragischen Schicksalen und viel Unbekanntem konfrontiert: Menschen, die mit dem Allerwenigsten zurechtkommen müssen, junge Mädchen, die zu ihren Kindern schauen und nicht wissen, ob der Mann am Abend etwas zu Essen nach Hause bringt. Die Favelageschichten, die ich zu Hause gemütlich im Bett, in einer sicheren Umgebung, gelesen habe, beginnen sich real vor meinen Augen abzuspielen. Die Bilder schockieren. Anfangs staune ich und versuche langsam die Eindrücke in meinem Innersten aufzunehmen. Es ist, als müsste ich alle meine Ideale, Ideen, Gedanken, meine eigene Welt auf einmal hinterfragen.

Begegnung mit Favela Bewohnern

Zusammen mit Mario, dem langjährigen Mitarbeiter auf der Favela Horizonte Azul, können wir auch aussteigen aus dem Klapperwagen und eine Mutter mit zwei Kindern in einem dieser unendlich vielen Hüttchen besuchen. Das Kritzeln im Bauch und überhaupt all die herumschwirrenden Gedanken im Kopf steigern die Gespanntheit und auch die Intensität dieses einmaligen Besuchs. Angeführt von Mario treten wir in das kleine Gehäuse ein. Eine Frau, deren Gesicht mich als erstes berührt, begrüsst uns mit einer leisen, aber sicheren Stimme: “Oi-. Mein zweiter Blick fällt auf ein kleines Geschöpf, das in einem armseligen Bett, eingehüllt in Wolldecken, liegt. Das kleine Lebewesen liegt völlig hilflos da, der armseligen Umgebung ausgeliefert, und verdreht seine Augen in alle Richtungen. Sein kleiner Körper ist starr, seine Reaktionen unberechenbar und nicht einfach zu deuten. Die Mutter erklärt mit leiser Stimme in portugiesischer Sprache, dass Ivo schon 15-jährig sei und dass sie selber nicht genau wisse, ob er hören und sehen kann. Dieses einschneidende Erlebnis lässt uns verstummen und wir blieben mehr als zehn Minuten beim Kind und der Mutter stehen. Ihre Liebe zum behinderten Kind, die sie schon mehr als 15 Jahre bewiesen hat, ist so stark spürbar, dass es mir fast das Herz zerreisst vor Rührung, Ehrfurcht und Bewunderung. Berührt und erfüllt verlassen wir die Favelafamilie und begeben uns wieder zurück in den Klapperwagen und damit auf zu neuen Begegnungen und Abenteuern.

Was ist unsere Aufgabe?

Ich werde noch lange diese Begegnungen in mir herumtragen und in meine Gedanken und Gespräche einbeziehen. Ich staune, was diese Favela-Menschen leisten, ohne den geringsten Materialismus, und was für Kräfte sie immer wieder von neuem aufbringen können. Ich stelle mir die heikle Frage, was unsere Aufgabe als Schweizer ist, wenn wir uns von so einem Erlebnis prägen lassen. Richtig und falsch gibt es hier nicht. Mir wird immer bewusster, dass in jeder Tätigkeit, jeder Aktion eines Menschen Positives und Negatives mitspielt und es somit kein reines “Richtig- oder “Falsch- gibt. Also auch nicht in der Art wie wir Schweizer mit diesen brasilianischen Realitäten umgehen sollten. Ich versuche die Eindrücke, die ich hier aufnehme, die Erlebnisse die mich prägen und die Erfahrungen, die ich mache nach Hause zunehmen und hoffe, dass ich die sie in meine künstlerische Arbeit einbeziehen kann.        

Kunst und soziales Engagement

Saskia Beck, 19, aus Worben bei Biel engagiert sich seit Jahren für Kinder in Not. Zusammen mit ihrer Kollegin Fiorina Brotbeck hat sie Free the children Schweiz aufgebaut als Zweig einer internationalen Organisation, in der sich Kinder und Jugendliche hauptsächlich für die Befreiung von Kinderarbeitern einsetzen. Durch den Aufbau von Schulen beispielsweise sollen ihnen neue Perspektiven gegeben werden. Auch nach Brasilien hat Saskia Geld aus in der Schweiz stattgefundenen Aktionen mitgenommen, um es dort der Favela Monte Azul für die Bildung von Straßenkinder zu überreichen.    

Am 9. September eröffnet Saskia an der Bielstrasse 9 in Worben ihre „Atelier Galerie Worben – Plattform für Kunst und Kultur“. Um 14 Uhr ist Türöffnung. Nebst musikalischen Darbietungen, einer Eröffnungsansprache, einem Apéro und Workshops gibt es verschiedene Ausstellungen zu sehen: Linoldrucke, Graffiti, Keramik, und eine Postkartenserie in Mischtechnik.

Am 29. September dann stellt Saskia Schwarzweissfotografien, Dias, Skizzen und Bilder zum Thema „Eindrücke vor während und nach Sao Paulo“ aus. Die Vernissage beginnt um 19 Uhr.

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„Aufmerksamkeit auf uns ziehen“

Es war der erste grosse Auftritt für die vier Winterthurer Jungs, doch von Nervosität keine Spur. Um viertel vor sieben hatten sie am Samstagabend in der Winterthurer Altstadt als erste Band ihren grossen Auftritt. Abgeklärt, als wären sie schon seit Jahren im Geschäft, boten sie dem Publikum eine tolle Vorstellung. Die Stimmung erreichte zwar noch nicht das Niveau, welches später beim Auftritt von Hukedicht aufkam. Doch das lag wohl eher am Zeitpunkt, als an der positiv überraschenden Jungband, die sich diesen Auftritt mit dem Gewinn des Stairway-Nachwuchsband-Contest ergattert hatte. Besonders Sänger Yvo Petrzilek überzeugte mit seiner Stimme und einer guten Performance.

Talent ist vorhanden. Ob Tabe & Garriss den Durchbruch schaffen? Die Zukunft wird es zeigen. Noch vor ihrem Auftritt gaben sie Tink.ch ein Interview und erzählten von sich und ihren Zukunftspläne.  

Tink.ch: Ihr habt den Stairway-Contest gewonnen. Wie kann man sich den vorstellen?

Tabe & Garris: An diesem Contest nahmen ausschliesslich Winterthurer Bands teil, insgesamt waren es vier Gruppen. Die Musikrichtungen gingen ziemlich weit auseinander. Die Leistungen wurden von einer Jury bewertet, aber nicht wie zum Beispiel bei „Deutschland sucht den Superstar“. Da kam nach dem Sieg nicht Dieter Bohlen und sagte: „Hey Jungs, ihr kriegt einen fetten Plattenvertrag von mir!“.  

Ihr spielt Hardrock. Gibt es eine Band, die ihr als euer Vorbild betrachtet?

Dass wir Hardrock spielen, steht auf dem Programm, stimmt aber nicht wirklich, denn wir schauen nicht so auf die Musikrichtung. Es gibt zu viele Rockbands, dass wir ein konkretes Vorbild nennen könnten. Und es ist auch nicht so, dass wir zu Hause alle die gleiche Musik hören.  

Wie lange macht ihr nun schon zusammen Musik?

Mittlerweile spielen wir schon seit zwei Jahren zusammen. Der Schlagzeuger trommelte uns zusammen. Unser Sänger Yvo Petrzilek war auf der Suche nach einer Band, in der er singen kann, und stiess so auf uns.  

Schreibt ihr eure Songs selber?

Ja, unsere Musik schreiben wir immer selbst. Darauf legen wir auch sehr grossen Wert.  

Was macht ihr neben der Musik? Bleibt noch Zeit für Hobbies?

Neben der Musik arbeiten wir natürlich. In der Woche proben wir regelmässig drei Mal, ab und zu auch mehr. Viel Zeit für Hobbies bleibt da nicht mehr. Die Musik ist unser Leben.  

Wie würdet ihr euren Charakter beschreiben?

Zurückhaltend und emotional. Aufbrausend bis ganz still. Wir haben es nicht nötig, uns auf der Bühne gegenseitig anzuspucken oder einander anzukotzen. Wir lieben die Musik, da sind solche Sachen überflüssig.  

Tabe & Garris. Wie seid ihr auf den Namen gekommen?

Da waren wir uns sofort einig und es gab auch keine langen Diskussionen. Der Name tönt einfach cool, wie Simon & Garfunkel (schmunzelt).  

Wie seht ihr eurer Zukunft entgegen?

Es wäre schön, bald die Aufmerksamkeit von Organisatoren auf uns ziehen zu können, denn es ist sehr anstrengend, immer selber nach Auftrittmöglichkeiten zu suchen und diese zu organisieren.  

Könntet ihr euch die Musik auch als Beruf vorstellen?

Diese Möglichkeit sehe ich wie einen Sechser im Lotto. Wenn du 100’000 Franken gewinnst, nimmst du das Geld ja auch. Es wäre natürlich schon schön, von der Musik leben zu können.  

Habt ihr schon einen Plattenvertrag oder eine Tour?

Nein, eine Tour gibt es noch nicht und auch die Songs sind alles Eigenproduktionen. Wir haben aber einen grossen und schönen Proberaum hier im Grünen von Winterthur, der gute Möglichkeiten bietet und für uns einfach zu erreichen ist.

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Grosses Musikerlebnis mit kleinem Budget

Die zwölftägigen Musikfestwochen sind seit über 30 Jahren ein fester Bestandteil in der Altstadt von Winterthur. Mit der Winti-Night kommt das Festival zu einem Höhepunkt: Es treten ausschliesslich Bands aus Winterthur auf.

Tabe & Garriss, die den Stairway-Contest (Bandwettbewerb in Winterthur) für sich entscheiden konnten, eröffnen die Gratiskonzerte. Sie sind eine der vier Bands, die vom Organisationsteam der Musikfestwochen für die Winti-Night ausgesucht wurden. „In Winterthur wollen wir vor allem Entdeckungen und neue, frische Bands bringen“, erklärt David Baumgartner, Pressesprecher der Musikfestwochen. Doch auch bekannte Namen aus dem Ausland wie Eagles of Death Metal, Jan Delay und Jimmy eat World sind zugegen. „Diese Konzerte sind dann aber nicht mehr gratis. Doch der Vorverkauf für die drei Auftritte Anfang September läuft bis jetzt gut. Es sind halt auch Bands mit grossen Fangemeinschaften.“  

Ein Punk-Rock-Spektakel zum Abschluss

Tabe & Garriss spielen das letzte Lied ihres halbstündigen Auftrittes und überlassen die Bühne der Hiphop-Truppe Infantrie. Die steigenden Ansprüche eines Festivals sind auch an David Baumgartner nicht spurlos vorbeigezogen. „Eigentlich können wir auf dem Markt der Grossen schon lange nicht mehr mithalten. Bei uns erscheinen etwa 4000 Besucher an einem Abend, an anderen Orten 20’000 bis 30’000. Zudem gibt es bei uns nur wenig Ticketeinnahmen, da die meisten Konzerte kostenlos sind. Doch es gibt so immer wieder die Möglichkeit, neue Bands anzuwerben“.

Zum Auftritt von Hukedicht sind viele Besucher erschienen, die mehr und mehr zum Bühnenrand drängen. Die Punk-Rock Band spielt in Winterthur eines ihrer letzten Konzerte. Danach soll Schluss sein. Mit schnellen Gitarrenriffs, Schlagzeugwirbel und fetziger Stimme begeistern sie das Publikum. Es wird getanzt und gepogt was das Zeug hält.  

„Geniessen eine grosse Unterstützung“

Die Musikfestwochen versprechen viel mehr, als das der Name sagt. „Die Musikfestwochen sind ursprünglich als Kontrapunkt zu den Luzerner Musikfestwochen entstanden. Zugegeben ist es nicht mehr der passende Name, nach 30 Jahren ändert man aber so was nicht mehr“, meint Baumgartner. Genügend Besucher würden auch so erscheinen. Für die zwölf Festivaltage ist rund eine Million Franken investiert worden. „Diese Summe teilt sich in Gagen, Infrastruktur und Allgemeinkosten. Die Musikfestwochen funktionieren auch nur dank dem Entgegenkommen der Stadt, die uns 190’000 Franken bereitgestellt hat“, sagt Baumgartner.

Den Schlusspunkt setzt an diesem Abend My Name is George mit Beat-Rock, etwas ruhiger und melodiöser als Hukedicht, gerade richtig, um sich von dem vorangegangenen Punk-Rock-Spektakel zu erholen.

Auch zu dieser späten Stunde gibt es in der Altstadt keine Probleme mit den Anwohnern. „Wir geniessen eine grosse Unterstützung in der Stadt. Das Festival gehört einfach zu Winterthur und die, die hierher kommen, wissen das auch zu schätzen.“

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Leinwände und Legenden

Der Auftakt zum Abend fand beim Historischen Museum statt, welches momentan mit seiner Ausstellung “Ausser Rand und Band“ grosse Erfolge feiert. Passend zum Thema der Ausstellung – Die Luzerner Alternativszene der 70er und 80er Jahre – gab das Stadtoriginal Angy Burri mit seiner legendären Band The Apaches ein zweistündiges Konzert. Da begannen sogar die Pflastersteine in der Pfistergasse mitzuwippen.

Wer sich beim Tanzen nicht zu sehr verausgabt hatte, brach jetzt auf, um gemütlich von Museum zu Museum zu schlendern, und dabei immer wieder andere bekannte Luzerner Gesichter anzutreffen. Das diesjährige Programm war so vielfältig, dass es schwer fiel, nichts zu verpassen.

In der Zentral- und Hochschulbibliothek wartete ein Handleser auf die Besucher und im Richard-Wagner Museum spielte um kurz nach Acht die Pianistin Anna Kuvaja ein Stück von Franz Liszt. Ganz bezaubernd übrigens. Nicht zu vergessen all die Führungen für Kinder, welche in vielen Museen angeboten wurden. Die Sammlung Rosengart ist dabei wohl das konsequenteste Beispiel: Acht Kinder warteten dort darauf, die kleinen Besucher herumzuführen. Ist ja auch fair: Dann müssen sich immerhin alle auf die Zehenspitzen stellen, um die Bilder von Paul Klee anzuschauen.

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“Mit “Vagabondo” haben wir etwas riskiert”

Tink.ch: Wie gefällt es euch hier in Gampel?

Mauro: Man sieht es schon dem Wetter an. Wunderbar. Die Leute sind recht abgegangen heute Morgen. Es war ein Erlebnis hier auftreten zu dürfen, etwas Spezielles.    

Wie sieht euer Musikeralltag aus?

Mauro: Das hängt ganz davon ab, was wir gerade machen. Es gibt Zeiten da sind wir ziemlich dran, geben Interviews, haben Termine und spielen live Konzerte. Wenn wir auf Tour sind, wird immer geübt. Aber es gibt auch ruhigere Momente, wenn es ums Songwriting geht, wenn ich zu Hause texte.  

Adri: Fast jeder von uns hat noch einen Job und einige haben eine Familie.

Was macht ihr lieber: Im Studio eine CD aufnehmen oder live auf der Bühne ein Konzert geben?

Mauro: Klar, das Feedback vom Publikum ist schon sehr schön, aber ich mache Musik am liebsten alleine zu Hause. Da kann ich meine eigene Welt schaffen, den Moment geniessen, und niemand schaut mir zu. Da kann ich sogar im Winter einen Sommersong schreiben.

Adri: Für mich ist es interessanter auf der Bühne zu stehen. Da geschieht ein Austausch, da fliesst Energie. Man gibt etwas und bekommt etwas zurück.

Ihr singt „Jedä wot hüt ä Superstar si, doch mit äm Üäbä si fasch aui hingädri.“ Wie sieht das bei euch aus?

Mauro: Ich kann nicht verneinen, dass wir nicht gerne Superstars wären. Aber ich finde es schade, dass der Aufstieg dazu oft nicht natürlich verläuft. Ich bin kein Fan von Reality-Aufbausendungen. Die Spannung bleibt doch grösser, wenn man ans Konzert gehen muss, um den Musiker oder die Band wirklich kennen zu lernen. Ich bin jedenfalls überzeugt, dass das, was “verhäbt”, mit Aufwand und Schweiss verbunden ist.  

Der Reggae zieht sich als roter Faden durch eure Musik. Wie seid ihr darauf gestossen?

Mauro: Es war, als das Album „Legend“ von Bob Marley herauskam. Diese Platte hat mich gepackt und mir den Reggae näher gebracht. Jetzt ist er zwar nicht mehr so dominierend in unserer Musik, aber man spürt ihn noch immer. Ich habe gerne Grooves, die blackmusic-mässig einfahren. 

Ihr seid also auch offen für andere Stile?

Adri: Ja, man hört das auch auf unserer aktuellen Platte „Dä Wo’s Het“. Da geht der Reggea in den Hiphop und in den Rock über.  

Eine Band, die Songs in drei Sprachen auf die Bühne bringt, ist selten. Warum ist das bei euch so?

Adri: Wir sind bilingue und trilingue. Bärndütsch liegt uns am meisten, weil wir das täglich brauchen. Aber in unseren Familien wird Italienisch und Französisch gesprochen. Also sind wir mit diesen Sprachen auch verbunden.  

„Vagabondo“ ist euer Hit. Wann wird ein Song ein Hit?

Adri: Wenn wir das wüssten, hätten wir einen nach dem anderen geschrieben.

Mauro: Viele Leute meinen, sie wüssten was einen Hit ausmacht und darum klingt, was am Radio läuft, fast alles gleich. Einen Hit, der über Jahre hinweg einfährt, kann man nicht vorprogrammieren.

Mit „Vagabondo“ haben wir etwas riskiert, denn es ist ungewöhnlich, dass eine Mundartband einen italienischen Hit rausgibt. Tatsächlich haben uns Leute gefragt: „Ist das ein Cover einer italienischen Band?“ Solche Bemerkungen machen uns stolz.

Info: Zurzeit sind Fusion Square Garden auf Tournee. Im Herbst spielen sie unter anderem in Basel, Aarau, Bern und Biel. Die genaue Daten finden sich auf der Website der Band. Dort gibt es auch Hörproben der 13 Songs vom dritten FSG-Album “Dä Wo’s Het”, das seit April 2006 in den Läden steht.

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