Kultur | 15.07.2006

“Wir müssen einfach immer da sein”

Text von Milena Geiser
Der Info-Stand nimmt am Pod'Ring eine wichtige Rolle ein. Verantwortlich dafür sind seit drei Jahren Jerome Schütz und Pablo Ingold, beide 17 Jahre alt, beide aus Biel, beide seit elf Jahren am Pod'Ring aktiv mit dabei, lange Zeit als so genanntes Dream-Team beim Badge-Verkauf. Tink.ch hat sich zu ihnen an den Info-Stand gesellt und gefragt, was dieser Job alles so mit sich bringt.
Pablo und Jerome haben den Überblick und geben gerne Auskunft. Der Info-Stand ist ein Dreh- und Angelpunkt am Pod'Ring und Treffpunkt für viele Jugendliche.

Tink.ch: Was genau sind die Aufgaben des Info-Stand-Teams?

Jerome: Zuerst einmal sind wir da, um die Leute zu informieren, so zum Beispiel was als nächstes auf dem Programm steht, wo die verschiedenen Auftrittsorte oder wo die Toiletten sind. Danach koordinieren wir den ganzen Badge-Verkauf, machen am Schluss die Abrechnung und verpflegen die Badge-Verkäufer und -Verkäuferinnen. Zudem müssen wir Verletzte verarzten. Ich bin seit Neuestem diplomierter Nothelfer.

Pablo: Wir müssen einfach immer da sein und ansprechbar für die Mitarbeitenden vom Pod’Ring, wie auch für das Publikum. Am Info-Stand verkaufen wir nach den Konzerten jeweils noch CD’s von den Bands und T-Shirts.

Wie ist euer bisheriger Eindruck vom Pod’Rings 06?

Jerome und Pablo: Dieses Jahr haben wir Glück mit dem Wetter. Es zieht die Leute nach draussen. Doch könnten die Besucherzahlen noch etwas besser sein. Die Leute machen eine gute Stimmung. Es gefällt ihnen.

Wie läuft der Badge-Verkauf bis jetzt?

Pablo und Jerome: Wir haben etwa die Hälfte der Badges verkauft. Wir müssen etwa 2000 Badges verkaufen, das sind 400 pro Abend, damit die Rechnung stimmt. Der Verkauf geht also knapp auf.

Gab es schon irgendwelche Probleme?

Jerome: Dieses Jahr gab es noch wenige Zwischenfälle. Ein paar Betrunkene hatten wir, doch die gibt es immer. Wir haben auch immer weinende Kinder hier, die ihre Eltern verloren haben. Dann ist Trösten angesagt.

Pablo: Die Anwohnenden kommen immer wieder zu uns und reklamieren, obwohl alle mit einem Brief vom Pod’Ring-OK vorgewarnt wurden.

Gibt es eine Anekdoten zum diesjährigen Pod’Ring?

Jerome und Pablo: Der «Ürsu« wollte unbedingt eine CD von der Band «Ceux qui marchent debout« kaufen. Er hat wirklich alles unternommen, hat uns sogar ein Paar Snowboardschuhe im Wert von angeblich 200 Franken angeboten, um dafür eine CD zu bekommen. Da waren wir vom Info-Team einfach platt.

Jerome und Pablo geniessen die lustigen Begegnungen mit den Menschen am Pod’Ring und wollen sicher nächstes Jahr wieder mit dabei sein, auch wenn es manchmal ganz schön stressige Momente gibt. So zum Beispiel jetzt, da der Badge-Vorrat gerade ausgeht…

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