Kultur | 31.07.2006

Vorpremiere des Filmes Playground Station

Der Sonntag stand ganz im Zeichen von Indien. Am Abend stellte der Verein Streets of India ihren Film "Playground Station" vor. Während drei Wochen wurde gefilmt und während einem Jahr geschnitten. Tink.ch sprach kurz vor dem Film mit Raphael Tresch, einem der sechs Mitwirkenden.
Raphael Tresch, Mitglied des Vorstands vom Verein Streets of India

Seit 2000 unterstützt der Verein Streets of India das Strassenkinderprojekt Navajeevan (Hindi für «neues Leben«) in Indien. Die Kinder sollen durch professionelle Hilfe Vertrauen zu den Helfern aufbauen, um später wieder den Einstieg in die Gesellschaft zu finden.

Es war sehr gut, dass der ganze Vorstand während der drei Wochen vor Ort war. Dies erleichterte vor allem im Nachhinein die Diskussionen, weil alle mitreden konnten. Wir sind alles Amateure und konnten daher viel dazulernen. Leider hatten wir einige Hindernisse wie schlechtes Wetter und Technikausfälle zu überwinden. Aber wir hatten ein Ziel vor Augen und dies half uns durchzuhalten.

Der Film wurde selber finanziert und teilweise mit Hilfe des Vereins Streets of India. Wir wollen keine Werbung für das Projekt machen. Er soll weder die Situation von den Strassenkindern verharmlosen noch auf die Tränendrüse drücken. Der Film soll einfach den Alltag von Strassenkindern im Dorf Vijayawada (ca. 1 Million Einwohner) in Indien zeigen und vor allem Informieren. Der Film soll zeigen, dass die Strassenkinder trotz schwierigen Bedingungen ihr Lächeln nicht verloren haben.

Während dreissig Minuten entführt der Film die Zuschauer in die Welt der Strassenkinder von Vijayawada. Es wird wenig gesprochen und die hupenden Fahrzeuge sind nicht zu überhören. Es ist kaum vorstellbar, wie einige der Kinder bei solchem Lärm in den Strassenecken schlafen können. Der Film gibt dem Zuschauer unverfälscht einige Eindrücke aus dem Leben dieser Kinder und überlässt es dem Zuschauer wie er oder sie mit den Eindrücken umgehen möchte.  

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