Kultur | 16.07.2006

“Unkraut vergeht nicht”

Stop the Shoppers: Ein altes Eisen der Berner Musikwelt. Am Pod'Ring präsentierten sich Schmidi Schmidhauser & Co. in Hochform. Da der ganz grosse Ansturm auf dieses Highlight des Pod'Rings 06 ausblieb, hatte es genügend Platz zum Tanzen.
Schmidi Schmidhauser singt in Mundart und Spanisch.
Bild: Marcel Meier Leidenschaft: Auch nach 18 Jahren noch voller Energie. Schmidis Bruder Jiri zupft den Bass. Präzision in Rhythmus und Melodie zeichnen die Shoppers aus. Marcel Meier

Es ist bereits nach Mitternacht. Stop the Shoppers mit Frontsänger Schmidi Schmidhauser beginnen ihr Konzert gemütlich, ehe sie immer mehr in Schwung kommen und aufblühen. 18 Jahre gibt es sie nun schon, die Shoppers, und noch immer versprühen sie Energie und viel Freude an der Musik.

Mitreissende Salsarhythmen

Das Publikum in der vordersten Reihe tanzt zu so später Stunde fröhlich mit. Immer mehr Leute geben sich den Melodien und heissen mitreissenden Salsarhythmen hin. Das Programm birgt Überraschungen und die Übergänge sind fliessend. So passen Salsa, Reggae und Mundartrock problemlos zueinander. Die Leute singen zu den Liedern von der neuen Shoppers-CD “Mambo Gimp”. Mit Texten wie «Fuschtdick hinger de Ohre« und «Mir wei z Wäutau erobere« ist der Bann gebrochen.

Den eingefleischten Musikern macht es sichtlich Spass auf der Bühne zu stehen. Sie lassen einander Raum, damit sich jeder Einzelne entfalten kann: Schmidi Schmidhauser, der ehemalige Banjo-Spieler mit seiner verstärkten akustischen Gitarre, dann ein anderes Gitarren-, Bass-, Keyboard-, Schlagzeug- und Conga-Solo. 

“Mir gseh üs wider”

So ruhig sie gekommen sind, gehen sie auch wieder. Die fast schon obligaten Zugaben sind gemächlich und runden einen tollen, schweisstreibenden Abend gelungen ab. Das zweitletzte Lied ist «Mi einzig Fründ isch dr Coiffeur« und das allerletzte Lied heisst sinnbildich «Mir gseh üs wider«, denn “Unkraut vergeht nicht”, wie Schmidi Schmidhauser selber sagt.

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