Kultur | 30.07.2006

Schottische Gitarrenmusik und französischer Zigeunerpop am Waldstock

Am Samstag strahlte die Sonne und bescherte dem Waldstock mit über 1000 Zuschauern einen gelungenen Abend. Im Vordergrund standen die vielfältigen musikalischen Darbietungen. Den Anfang machten Intact und danach folgten Jimmie Something und The Feet Peals.
v.l. Patrick Ruoss (Geige), Michel Zurflüh (Akkordeon) und Jimmie (Gitarre) Jimmie Something auf Solopfaden The Feet Peals geniessen die Atmosphäre auf der Bühne Der Charme von Rhea (Geige) bezaubert das Publikum v.l. Rhea (Geige), Pad_ee (Akkordeon und Gesang) und Mani (Kontrabass)

Um halb sieben wurde es enger in der schwankenden Boje, als Jimmie Something mit seiner Gitarre zu spielen begann. Es war immer noch heiss und auf einer Fläche von acht auf fünf Metern mit einer Bar, einer Bühne und einigen Bänken, stiegen die Temperaturen nochmals um einige Grade.

Normalerweise spielen Patrick Ruoss, Michel Zurflüh und Jimmie Wilhelm in der Band Glenturret. Doch diesmal begleiteten sie ihren Bandkollegen ans Waldstock und brachten damit ein Stück Schottland nach Steinhausen. Ausgerüstet mit einer Geige, einem Akkordeon und einer Gitarre, unterhielten sie das Publikum mit ruhigen und besinnlichen Klängen. Obwohl keine schottischen Temperaturen vorherrschten, schafften die drei eine typische Waldstockatmosphäre. Ein Teil des Publikums lauschte gespannt und der andere Teil plauderte gemütlich bei einem kühlen Bier, während Jimmie Something mit einem schottischen Akzent seine Lieder sang. Er begeisterte sein Publikum und schloss man die Augen, sah man die schottischen Highlands vor sich. Jimmie Something bot eine interessante musikalische Darbietung und die Zuschauer waren sich einig, dass auch schottische Musikklänge einen Platz am Waldstock haben.

Nach den schottischen Highlands folgten auf der Hauptbühne die sechs Musiker von The Feet Peals, welche den Sonnenuntergang mit – wie sie es nennen – französischen Zigeunerpop einstimmten. Die Gruppe kommt aus der Berner Gegend und sie zeigten dem Publikum, dass sie zwar die Berner Gemütlichkeit in sich haben, aber durchaus zu schnelleren Rhytmen und Sprechgesängen fähig sind. Sie überzeugten das Publikum mit ihrem Charme und ihrem musikalischen Talent, so dass es einige Zugaben brauchte.

Sie unterhielten das Publikum, welches mehrheitlich auf Strohbällen sass, mit abwechslungsreichen Stücken und einigen Interpretationen von bekannten Künstlern wie beispielsweise Mani Matters «Hemmige«. Von der Musik inspiriert, gab es auch einige im Publikum, die der sitzenden Mehrheit trotzte und sich den Rhytmen hingaben. Andere dagegen nutzten die Gelegenheit für eine kleine Strohschlacht.