Kultur | 16.07.2006

Die Jungen rocken in der Altstadt

Der frühe Abend des letzten Pod'Ring-Tages stand ganz im Zeichen der Jugend. Zuerst trafen sich junge Musiker verschiedener Bands zu einer Jamsession, danach rockten die Soundcheck-Gewinner "Hangover" die Hauptbühne im Ring.
Simon Spahr von Pegasus. Nino G, der Human Beat Boxer, und Hangover-Bassist Gregor Kaufeisen. Harte Beats vom Schlagzeug her. Julia Portmann lockert eine gitarrenlastige Jamsession mit Bluesgesang auf. Die jungen Musiker am Ende der Jamsession gemeinsam auf der Bühne. Leadsänger Lionel von Hangover begeisterte mit seinen Kollegen das Pod'Ring Publikum. Hangover-Gitarrist Lucas ist der Rockigste der vier Jungs.

Der Pod’Ring nimmt immer mal wieder Neues ins Programm auf. So fand dieses Jahr zum ersten Mal eine Jamsession von jugendlichen Musikern statt. Auf der Bühne mischten sich verschiedene Newcomerbands aus der Region zu immer wieder neuen Formationen. Nach jedem Lied spazierten neue Leute auf die Bretter, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Das Zusammenspiel geschah also grösstenteils aus dem Stegreif, die Melodien wurden spontan angepasst und erweitert.

Nino G macht Stimmung

Anfangs kam das Ganze noch etwas unkoordiniert daher und das Publikum hielt sich Hintergrund. Als aber plötzlich Human Beat Boxer Nino G auf die Bühne trat und sich ein Mikrofon schnappte, stieg die Stimmung schnell. Er dirigierte das Bühnengeschehen spontan und lockte auch das Publikum nach vorne. Als er sich zurückzog, blieb die Stimmung bestehen. Die Jugendlichen hatten den Groove jetzt gefunden. Die Bässe dröhnten durch die Altstadt und das Ganze wurde zu einer ziemlich schlagzeug- und gitarrenlastigen Angelegenheit, aufgelockert durch vereinzelte Gesangseinlagen.

Es rockt, es kracht – Hangover im Ring

Der Jamsession folgte das Konzert der diesjährigen Soundcheck-Gewinner Hangover. Zum Auftakt gaben die vier Jungs einen einfühlsamen A-Capella-Gesang zum Besten. Was danach folgte, war alles andere als Streichelmusik. Es rockte gewaltig. Hangover liessen es krachen, sprangen auf der Bühne herum und kamen dabei ganz schön ins Schwitzen. So auch das Publikum, das den sattelfesten Beats und präzisen Gitarrenriffs nicht widerstehen konnte. Manche zuckten nur mit dem Fuss, andere liessen sich zu wildem Haareschütteln hinreissen.

Zum Schluss, als die vier jungen Rocker hinter dem Vorhang verschwanden, gabs lang anhaltenden Applaus und Jubelschreie, bis sie nochmal für eine Zugabe auf die Bühne kamen.

Mit diesem begeisternden Auftritt machten Hangover deutlich, dass sie die Sache ernst nehmen und auf bestem Wege nach oben sind. Ihre Stücke schreiben sie selber, Sänger Lionel Hofstetter überzeugt mit einer tollen Stimme und auch die Bühnenshow ist ganz nach Rockmanier energievoll gestaltet.

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