Sport | 15.06.2006

Fussballparty im Hallenstadion

Während zehntausende Schweizer die Reise nach Stuttgart ans Spiel Schweiz gegen Frankreich auf sich nahmen, konnten auch die Daheimgebliebenen grosse Emotionen erleben. So beispielsweise an der Coop-Fussballparty im Hallenstadion in Zürich Oerlikon.

Viele Tickets für das Hammerspiel der Schweizer gegen die Franzosen waren bereits früh weg, einzelne wurden noch über ricardo oder ebay angeboten. Damit auch die glückloseren Schweizer Anhänger ohne Ticket ein Spiel mit toller Stadionatmosphäre miterleben konnten, wurde im neuen Hallenstadion in Zürich die Coop-Fussballparty organisiert. Während das erste Spiel der Schweizer an der Weltmeisterschaft 2006 noch an zahlreichen anderen Orten in der Stadt übertragen wurde, bot der Event im Hallenstadion noch zusätzlichen Reiz. Für lediglich fünf Franken konnte man auf der Tribüne oder auf dem Feld Platz nehmen. Piero Esteriore, QL mit Polo Hofer und Gimma, von welchem der offizielle WM-Song «Hymna« stammt, heizten dem Publikum bereits vor dem Spiel mächtig ein.  

Stadionatmosphäre mit 10’000 Fans

Jeder Besucher erhielt zudem noch eine Bratwurst und ein Getränk gratis, was für zusätzlichen Ansturm sorgte. Rund 10’000 begeisterte Fans sorgten dann auch zu Beginn der Live-Übertragung für eine Stimmung, bei welcher es manch einem kalt den Rücken hinunter lief. Während sich die 22 Akteure in Stuttgart in der  Gluthitze in Deutschland abrackern mussten, genossen die Fans an der Fussballparty ein Spiel ohne grossen Schweissverbrauch. Trotz dem bescheidenen offensiven Spektakel zeigten sich die Besucher begeistert, standen oft spontan von ihren Sitzen auf und riefen: «Hopp Schwiiz«.  

Chance fürs Weiterkommen gewahrt

Gegen Ende der zweiten Halbzeit nahmen das Tempo und die Emotionen nochmals zu, die Atmosphäre in der kühlen Halle war angespannt, sowohl unter den Schweizern als auch unter dem halben Dutzend französischer Anhänger. In der 93. Minute stieg der Lärmpegel nochmals mächtig. Alex Frei nahm eine Direkteingabe seines Mitspielers mit der Hand anstelle des Kopfes. Die Folge: gelbe Karte. Ärgerlich, denn der 19-jährige Jungstar Johan Djouru, welcher direkt neben Frei stand, hätte den Ball problemlos zum alles entscheidenden 1:0 einnicken können. Schade, denn zu gern hätte man einen Sieg der Schweiz gegen einen «Grossen« gesehen. Trotz einem eher faden Spiel verliessen die meisten der Besucher um 20 Uhr zufrieden das Hallenstadion. Für ein Weiterkommen besitzt das Team von Köbi Kuhn noch alle Möglichkeiten.

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