Kultur | 27.05.2006

Musik, die in die Magengrube fährt

Text von Andrea Scherrer
Metal - für die einen nur Lärm, für andere die grosse Leidenschaft, die man hören kann. Wie zum Beispiel bei Tenebra, einer Melodic-Death-Metal-Band aus Zug. Der Bandname kommt aus dem Lateinischen und bedeutet «Dunkelheit«. Dunkel ist auch ihre Musik, wobei sie ebenfalls sehr energievoll ist und das Blut jedes Metal Fans ins Wallen bringt.
Die Band Tenebra Exhumation in der Industrie 45 in Zug Poster im Proberaum Das Bandlogo von Tenebra

Tenebra besteht aus 6 jungen Männern, die ihr Herz der Musik verschrieben haben. Auch wenn die Band erst seit dem März dieses Jahres in ihrer Besetzung komplett ist, hatte sie bereits einen Monat später ihren ersten richtigen Auftritt. Gegründet wurde die Band letzen Sommer vom Schlagzeuger Lukas von Flüe, vom Keyboarder  Mischa Podstransky und dem ersten Gitarristen Flurin Iten. Ein wenig später kam dann der Bassist  Simeon Landtwing und der Sänger Martial In Albon dazu. In dieser Aufstellung haben sie Mitte Dezember innerhalb eines Tages ihre erste Demoplatte aufgenommen.

Kurze Zeit später wurden sie auch schon gebeten als Vorgruppe bei einem Konzert zu spielen, das von der Band Pyracantha organisiert wurde. Einen Monat vor dem Konzert stiess noch Flo Muggli als zweiter Gitarrist zu Tenebra. Auch wenn ihre Texte sehr düster sind («I’m almost burnt to death- oder «I see violence every day- etc.), sind die Jungs von Tenebra in ihrer Freizeit eher fröhlicher Natur.

Ihre Liebe zur Musik zeigt sich auch in ihrem Proberaum. Die Wände sind zugekleistert mit Postern von Bands wie Dimmu Borgir, Hammerfall, Exodus, Motörhead, Iron Maiden und vielen anderen. Der Raum befindet sich in der Zivilschutzanlage des Schulhauses Ehret in Hünenberg. Diesen teilen sie jedoch mit anderen Bands. Der Raum ist ziemlich kühl, doch die Temperatur steigt schlagartig, wenn die Band zu spielen beginnt.

Es gibt für die Bandmitglieder selten etwas wichtigeres, als die Proben mit der Band. Auch wenn sie nebenbei noch die Matura zu bestehen, ein zehntes Schuljahr oder eine Lehre zu bestreiten haben, nehmen sie sich nahezu jeden Samstag ein paar Stunden Zeit um zu proben.

Bis jetzt haben sie sechs eigene Songs geschrieben. Wenn einer der Bandmitglieder eine Idee für einen neuen Song hat, schreibt er diese auf dem PC nieder und schickt sie den anderen. Diese bauen dann auf dieser Grundidee auf und feilen daran weiter bis der Song ausgereift ist. Ideen holen sie sich teilweise aus bereits bestehenden Songs wie beispielsweise von Iron Maiden oder Children of Bodom. Doch deren Einflüsse sind selten oder kaum zu hören. Im Moment konzentriert sich die Band aber vor allem aufs Auftreten, als auf neue Songs zu produzieren.

Melodische Gitarrenriffs, Deathvoices, einen einfahrenden Schlagzeugbeat und die Melodie des Keyboards kombiniert mit einem harten Doublebass, das ist es, was Tenebra ausmacht.

Weitere Informationen zur Band findet ihr auf ihrer vor kurzem fertig gestellten Homepage. Darauf sind Demos, Fotos, Biographien und noch vieles mehr zu finden.

Links