Im Banne des Balls

Bald steigt der Sommer, mit ihm die heissen Tage und die Fussball- Weltmeisterschaft. Passend zur Jahreszeit hat nun auch die Beach Soccer-Saison wieder begonnen. Im vergangenen Winter holten die Schweizer sensationell den Europameistertitel in Moskau. Vor wenigen Tagen endete die Europameisterschaft 2006 in Napoli. Mit dem vierten Schlussrang vermochte die Schweiz ihr Ziel, einen Platz unter den ersten vier, zu erreichen. Schlugen sie im Viertelfinale noch die favorisierten Spanier, so musste man sich im Halbfinale im Elfmeterschiessen gegen den fünfmaligen Europameister aus Portugal geschlagen geben. Beim alles entscheidenden Spiel um Platz drei gegen Gastgeber Italien reichte am Ende die Kraft nicht mehr und die Sandgenossen verloren die Partie nach einem 4:1-Vorsprung noch mit 4:6. Europameister in Italien wurde Portugal.  

Traditionelle Turniere in der Schweiz

Dank den durchaus erfolgreichen Partien kann nun die Schweiz guten Mutes in die Beach Soccer Saison 2006 steigen. Das Team von Captain Angelo Schirinzi hat sich den FIFA Beach Soccer Worldcup in Rio de Janeiro als Hauptziel gesetzt, doch zuvor gilt es in der Europaliga die Qualifikationsrunde zu überstehen. Die Nationalmannschaft tourt auch in diesem Jahr wieder durch die Schweiz. Die Standorte sind in Basel auf dem Oppenheim-Platz, in Bern vor dem Bundeshaus und im Zürcher Hauptbahnhof, wo auch das Tour-Finale stattfinden wird. Parallel zum Beach Soccer wird im geplanten WM-Dorf die Fussball-Weltmeisterschaft in Deutschland übertragen. So können die Zuschauer gemeinsam mit den Mannschaften auf dem grünen Rasen und denen auf dem Sandfeld mitfiebern.  

Tourdaten:  

Standorte und Daten der GE Money Bank Beach Soccer Tour  

9.-11. Juni Basel, Meret Oppenheim-Platz

21.-23. Juni Bern, Bundesplatz

4.-6. August Zürich, RailCity      

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Basel, das Sorgenkind der Euro 08

Sankt Jakob Park – der Ort, an dem in gut zwei Jahren das Eröffnungsspiel der Europameisterschaft über die Bühne gehen wird. Dazu alle Spiele der Schweizer Nationalmannschaft und einer der beiden Halbfinals. Das Stadion „Joggeli“, wie es auch genannt wird, machte nicht zuletzt vor einigen Wochen im letzten Meisterschaftsspiel schlecht von sich reden, als der FC Zürich in letzter Minute Schweizer Meister wurde und die wütenden Basler-Anhänger das Feld stürmten und das Stadion und die ganze Umgebung in ein Schlachtfeld verwandelten. Fazit: das Sicherheitskonzept hatte total versagt. Schaut man in die Vergangenheit zurück, war dies nicht der einzige negative Vorfall in Basel.  

„Nehmt den Baslern die EM weg!“

Im Cupfinal zwischen Zürich und Luzern 2005 wurden etliche Feuerwerkskörper gezündet und Richtung Feld geschmissen.  Im Jahre 2002 verlor unsere Nationalmannschaft das entscheidende Spiel gegen das damalige Jugoslawien. Trotz dem Sieg randalierten die etwa 15’000 Gästefans ungehindert im  Stadion. Ein Jahr zuvor verschafften sich die Fans des Cupsiegers Servette mit Gewalt Zutritt auf den Rasen und erdrückten beinahe ihre eigene Mannschaft. Dinge, die es 2008 zu vermeiden gilt. Verschärfte Sicherheitsmassnahmen wurden bereits am vergangenen Samstag im Freundschaftsspiel zwischen der Schweiz und der Elfenbeinküste getroffen, doch ob dies der passende Anlass war, ist mehr als nur fraglich. Tausende von Fans standen über dreiviertel Stunden vor den spärlich geöffneten Eingängen des Sankt Jakob Parks und regten sich fürchterlich über die Sicherheitskräfte auf. „Eine Frechheit ist das“, oder „nehmt den Baslern die EM weg!“, war zu hören. In der Tat waren die Kontrollen indiskutabel, denn viele der Zuschauer mussten sich die Nationalhymne sowie bis zu 20 Minuten des Spiels vor dem Stadion „zu Gemüte führen“.  

Kaum Verpflegungsmöglichkeiten

Seit Jahren mangelhaft ist zudem die Verpflegungsmöglichkeit im Stadion, lange Schlangen bilden sich jeweils bei Spielen mit über 20’000 Zuschauern. Oft gibt es für die Hintersten nichts mehr. Das Problem ist bereits länger bekannt, unternommen wurde bis anhin noch nichts. Nun wird der umstrittene Austragungsort in Basel momentan auf rund 40’000 Sitzplätze aufgestockt. Die Probleme dürften mit der Stadionvergrösserung nicht behoben werden, im Gegenteil. Was machen die Basler Organisatoren falsch, oder was läuft beispielsweise in Bern, Genf und Zürich richtig? Nach anfänglichen Problemen präsentiert sich das Stade de Suisse in Bern nun als würdiger Austragungsort von grossen Fussballspielen. Für einen reibungslosen Ablauf der kommenden Europameisterschaft muss das Konzept dringend überarbeitet werden, denn die vielen erwarteten Gäste sollen ja schliesslich mit guten Eindrücken in ihr Land zurückkehren können. Doch wird Basel fähig sein, bis dahin einen Grossanlass zu organisieren, der reibungslos ablaufen kann?

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Anders, doch gleich

Samuel Hufschmid blickt zuversichtlich den bevorstehenden Wettkämpfen in Lausanne entgegen, wo er hinter den Kulissen mitarbeitet und wo sich vom 2. bis 4. Juni alles um den Footbag, ein rundliches, zusammengenähtes Säcklein, drehen wird. Im Schatten der Fussballweltmeisterschaft werden gegen 250 Sportlerinnen und Sportler in den drei Disziplinen Freestyle, Net und Golf um den Europameistertitel kämpfen. Bereits seit 1999 findet jährlich eine Europameisterschaft statt, dieses Jahr jedoch zum ersten Mal in der Schweiz.

“Es haben sich Personen aus über 20 Ländern angemeldet”, freut sich Hufschmid. Mit Unterstützung des Bundesamts für Sozialversicherung findet im Rahmen der europäischen Jugendkampagne “alle anders – alle gleich” die Aktion “Kick Racism” statt: Das gemeinsame Kicken soll Brücken zwischen verschiedenen Kulturen bauen. “Es ist der Sport, der uns alle verbindet”, fügt Hufschmid hinzu.

Ähnliche Begegnungen will auch Samuel Sieber am Imagine schaffen, das dieses Jahr ebenfalls unter der Kampagne “alle anders – alle gleich” läuft. Das Festival findet zur gleichen Zeit wie die Footbag-EM mitten in Basel statt und setzt mit einem vielfältigen Kulturprogramm klare Zeichen gegen Rassismus, Vorurteile und Gewalt. Dazu gehört auch ein Musikwettbewerb um den besten Antirassismus-Song.

Sensibilisierung statt Bekämpfung

Wie die beiden Startprojekte zeigen, geht es bei der Kampagne des Europarats nicht isoliert um die Bekämpfung von Rassismus oder um Interventionen nach rassistischen Vorfällen, sondern um die Sensibilisierung von Jugendlichen in Bezug auf die Vielfältigkeit unserer Gesellschaft. Mit konstruktiven Aktionen sollen Diskriminierungen gegenüber Ausländerinnen und Ausländern, Schwulen und Lesben sowie Menschen mit Behinderungen oder anderem Glauben vorgebeugt werden.

Die Kampagne dauert von Juni 2006 bis September 2007, allerdings werden dafür vom Bund keine zusätzlichen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt. Denn die Projektgelder stammen vom bestehenden Jugendfonds des Bundesamts für Sozialversicherung, der Fachstelle für Rassismusbekämpfung sowie dem Ostprojekt der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).

Obwohl es sich um eine europaweite Kampagne handelt, sind keine länderübergreifende Projekte mit der Schweiz vorgesehen. “Neue internationale Projekte sind in dieser relativ kurzen Zeit unrealistisch”, sagt Julien Jaeckle, Generalsekretär der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV). “Es geht mehr um den gemeinsamen Auftritt der Kampagne und den internationalen Austausch von Wissen und Erfahrungen.” Die SAJV übernimmt als Schweizer Vertretung im Steering Board die internationale Koordination der Kampagne.

Projekteingabe leicht gemacht

Wie das BSV im Vorfeld informiert hat, müssen die Projekte von der Basis kommen. Konkret heisst das, dass Projekte, die bereits in Planung sind und sich thematisch mit der Kampagne verknüpfen lassen, die besten Chancen haben. Auf den ersten Blick erscheint die Eingabe kompliziert. “Ist es aber nicht”, entgegnet Christian Wirz von Infoklick.ch, der die Kampagne in der Schweiz begleitet. Wer selber ein Projekt eingeben will, meldet sich am besten bei seiner Organisation. “Wir helfen und schauen, wo eine Eingabe am meisten Sinn macht.”

Denn bei den drei beteiligten Fonds findet man nur spärlich Informationen zur Kampagne. Doch Projekte, die unter dem Thema “alle anders – alle gleich” eingereicht werden, erhalten eine bevorzugte Behandlung.

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Musik, die in die Magengrube fährt

Tenebra besteht aus 6 jungen Männern, die ihr Herz der Musik verschrieben haben. Auch wenn die Band erst seit dem März dieses Jahres in ihrer Besetzung komplett ist, hatte sie bereits einen Monat später ihren ersten richtigen Auftritt. Gegründet wurde die Band letzen Sommer vom Schlagzeuger Lukas von Flüe, vom Keyboarder  Mischa Podstransky und dem ersten Gitarristen Flurin Iten. Ein wenig später kam dann der Bassist  Simeon Landtwing und der Sänger Martial In Albon dazu. In dieser Aufstellung haben sie Mitte Dezember innerhalb eines Tages ihre erste Demoplatte aufgenommen.

Kurze Zeit später wurden sie auch schon gebeten als Vorgruppe bei einem Konzert zu spielen, das von der Band Pyracantha organisiert wurde. Einen Monat vor dem Konzert stiess noch Flo Muggli als zweiter Gitarrist zu Tenebra. Auch wenn ihre Texte sehr düster sind („I’m almost burnt to death- oder “I see violence every day- etc.), sind die Jungs von Tenebra in ihrer Freizeit eher fröhlicher Natur.

Ihre Liebe zur Musik zeigt sich auch in ihrem Proberaum. Die Wände sind zugekleistert mit Postern von Bands wie Dimmu Borgir, Hammerfall, Exodus, Motörhead, Iron Maiden und vielen anderen. Der Raum befindet sich in der Zivilschutzanlage des Schulhauses Ehret in Hünenberg. Diesen teilen sie jedoch mit anderen Bands. Der Raum ist ziemlich kühl, doch die Temperatur steigt schlagartig, wenn die Band zu spielen beginnt.

Es gibt für die Bandmitglieder selten etwas wichtigeres, als die Proben mit der Band. Auch wenn sie nebenbei noch die Matura zu bestehen, ein zehntes Schuljahr oder eine Lehre zu bestreiten haben, nehmen sie sich nahezu jeden Samstag ein paar Stunden Zeit um zu proben.

Bis jetzt haben sie sechs eigene Songs geschrieben. Wenn einer der Bandmitglieder eine Idee für einen neuen Song hat, schreibt er diese auf dem PC nieder und schickt sie den anderen. Diese bauen dann auf dieser Grundidee auf und feilen daran weiter bis der Song ausgereift ist. Ideen holen sie sich teilweise aus bereits bestehenden Songs wie beispielsweise von Iron Maiden oder Children of Bodom. Doch deren Einflüsse sind selten oder kaum zu hören. Im Moment konzentriert sich die Band aber vor allem aufs Auftreten, als auf neue Songs zu produzieren.

Melodische Gitarrenriffs, Deathvoices, einen einfahrenden Schlagzeugbeat und die Melodie des Keyboards kombiniert mit einem harten Doublebass, das ist es, was Tenebra ausmacht.

Weitere Informationen zur Band findet ihr auf ihrer vor kurzem fertig gestellten Homepage. Darauf sind Demos, Fotos, Biographien und noch vieles mehr zu finden.

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Junge Bands – grosses Fest

Als 1995 das erste Bandfest in Dotzigen ganz klein anfing, dachten die Initianten noch nicht, dass es eines Tages so viele Leute anziehen würde. Vor 10 Jahren spielten hauptsächlich Bands aus der Sekundarschule Dotzigen und nur zwei auswärtige Formationen. Im Gegensatz zu heute, wo von 23 Bands nur 5 die Sek Dotzigen vertreten. Das klingt nach wenig, jedoch ist über die Hälfte der Sekschüler in einer dieser 5 Bands.

Das Bandfest jedenfalls wächst mit jedem Jahr und ging letzte Woche nun bereits zum zehnten Mal über die Bühne: Ein kleines Jubiläum. Musiklehrer Kurt Lutz verlegte die diesjährige Ausgabe in die alte Turnhalle von Dotzigen, da die Akkustik dort viel besser ist. Um zwei Uhr nachmittags fingen die ersten Bands aus der Umgebung an zu spielen, bis dann um fünf Uhr die Bands der heimischen Sek ihre Auftritte hatten. Zwischendurch war die Halle fast leer, da die meisten Leute bei dem schönen Wetter draussen waren, um Pommes Frites, Hot Dogs, Salate oder selbstgebackene Kuchen der Sekundarschüler zu essen. Das war für die Bands, die in dieser Zeit spielten, ein bisschen unglücklich, da diese kaum Zuschauer hatten.

Am späteren Abend traten dann die Bands der älteren Schüerinnen und Schüler mit mehr Erfahrung auf. Kurz vor Mitternacht spielte die letzte Band, Vane aus Dotzigen, die schon mehrere Preise gewonnen hat, so zum Beispiel die letztjährige Asutragung des Bandwettbewebs Soundcheck.

Als das Bandfest 06 zu Ende ging, waren alle recht zufrieden: Ein gelungenes, gut organisiertes Fest. Schüler und Lehrer, alle hatten ihre kleinen Aufgaben, wie zum Beispiel beim Aufräumen helfen, Fritten verkaufen, Sonnenschirme aufstellen, Parkplätze zuteilen…

Und gemeinsam hoffen sie auf viele weitere tolle Bandfeste in den nächsten Jahren.

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„Schnupperlehre ist halbe Bewerbung“

„Die Schnupperlehre ist die halbe Bewerbung“, trichtert Nicole Hirschi den Schülern ein. Nicole macht die Ausbildung zur Bäcker-Konditorin und ist im zweiten Lehrjahr. Zusammen mit Bauzeichner-Lehrling Philipp Gerber gibt sie den siebzehn Schülern Tipps und Infos zur Lehrstellensuche.

Philipp hatte von Anfang an seinen Traumberuf Informatiker. Trotz Multicheck und über zwanzig Bewerbungen, bekam er nirgends eine Zusage: „Also habe ich mich nicht mehr nur auf einen Beruf fixiert“. Und das hat sich ausgezahlt, ist er doch heute auf gutem Wege, Bauzeichner zu werden. Nicole hatte eigentlich im Sinn eine Lehre als Drogistin zu machen. Weil sie aber viel geschnuppert hat, fand sie eine Lehrstelle, die ihr viel besser gefällt.

„Verziere am liebsten Torten“

Nicole lernt drei Jahre und erzählt von ihrem Berufsalltag: „Ich bin immer auf den Beinen und stehe am Morgen sehr früh auf“. Sie hat sich aber mittlerweile an das Frühaufstehen gewöhnt. Am meisten mag sie an ihrem Beruf das kreative Arbeiten: „Ich verziere am liebsten Torten“. Nicole gibt ausserdem zu, dass sie ab und zu während der Arbeit esse: „Ich kann den süssen Leckereien kaum widerstehen“.

Philipp, der fast ausschliesslich am Computer zeichnet, sagt: „Ich arbeite vor allem im Bereich Tiefbau und konstruiere viel Strassen“. Dazu benötige er ein spezielles Computerprogramm, dass sich CAD nennt: „Mit diesem Programm lerne ich schnell und exakt zu arbeiten“. Philipp kann manchmal sogar auf die Baustelle und sich das Ganze anschauen: „Jedes Bauwerk ist einzigartig“.

Die BMS als Alternative zum Gymnasium

Nicole und Philipp besuchen beide die Gewerblich-Industrielle-Berufsschule in Bern. Nicole hat ein Tag pro Woche Schule. Sie erweitert in der Schule ihre Fachkenntnisse, aber auch die Allgemeinbildung kommt nicht zu kurz. Sie hat schon damit angefangen für die Lehrabschlussprüfung zu arbeiten: „Ich verfasse ein Rezeptbuch mit 150 Rezepten“.

Philipp besucht die Berufsschule im Blockunterricht: „Was bedeutet, dass wir zwei Wochen lang quasi en bloc Schule haben“. Er erwähnt aber auch, dass diese intensive Schulzeit auch sehr anstrengend sein könne. Zudem macht Philipp während seiner vierjährigen Lehre noch die Berufsmaturität. Und schaut dabei auch in die Zukunft: „Mit der Berufsmatur kann ich später direkt an die Fachhochschule“.

Du lernst für dich und deine Zukunft

„Was war euer schlimmster Tag?“, fragt ein Schüler der Klasse. Bei dieser Frage sind sich beide Lehrlinge einig. Nicole: „Mein erster Arbeitstag war am schlimmsten, ich kam mir ein bisschen verloren vor“. Doch dieser Tag liegt schon einige Zeit zurück. Schon bald wartet die Abschlussprüfung und Philipp sagt: „Dann haben wir einen Abschluss und dass ist heutzutage viel wert“. Auch werden die Beiden über Berufserfahrung verfügen. Sie schauen sogar in die ferne Zukunft. „Ich werde eine Zusatzlehre als Coiffeuse machen“, erklärt Nicole. Und Philipp? Vielleicht sehen wir ihn bald als Bauingenieur…

„Uns jungen Leuten hören die Schüler eher zu als älteren“

Philipp und Nicole gehören dem Projekt „Rent-a-Stift“ an, welches seit März 2003 erfolgreich läuft. In Tandems gehen Lehrlinge aus den verschiedensten Berufen in Schulklassen und berichten über ihre Erfahrungen. „Uns jungen Leuten hören die Schüler eher zu als älteren“, stellt Philipp fest. Er und Nicole haben noch einige Schulbesuche vor sich.

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Die Band ist „Intact“

Das Repertoire von Intact ist sehr abwechslungsreich gestaltet, so dass für jeden etwas dabei ist. Ob man lieber headbangen oder in kuscheligen Erinnerungen an eine schöne Zeit schwelgen will, mit dieser Band kommt keines von beiden zu kurz. Der Sound von Intact ist vielseitig und lässt sich nicht exakt beschreiben oder in irgendwelche Schubladen zwängen. Am besten nimmt man ihn einfach wie er kommt und geniesst es.

Die fünf Jungs Raphi, Martin, Elias, Pom, Päscu und ihre Sängerin Caro treffen sich mindestens zweimal pro Woche zum  proben. Seit kurzem tun sie dies nicht mehr im Bandraum der I45 in Zug, sondern an einem geheimen Ort in Hünenberg. Bei ihren Proben scheinen alle eine Menge Spass zu haben, dennoch bleiben sie ernst genug um immer besser und professioneller zu werden, was sich bei ihren Konzerten mehr als bezahlt macht. Denn genau da liegt die unbestreitbare Stärke von Intact.

Am 13 November 2005 hatten Intact ihren ersten Auftritt im Belcantos Zelt an der Baarer Chilbi. Das Zelt war schlecht geheizt, doch die Band verstand es dem Publikum so richtig einzuheizen. Schon bald war die anfängliche Kälte vergessen und die Leute tanzten auf den Festbänken. Das Zelt war so voll, dass es für das Service-Personal kein Durchkommen mehr gab und die Getränke von Person zu Person weitergereicht werden mussten. Die sechs sympathischen  Musiker überzeugten mit dynamischen Wechseln von krachenden Rock-Gitarren und butterweichen Melodien. Das Ganze wurde noch durch eine messerscharf inszenierte Rhythmussektion unterstützt. Ein paar Coverversionen von altbekannten Rockhymnen luden sogar zum mitsingen ein.

Die Freude stand den Mitgliedern von Intact beim Spielen förmlich ins Gesicht geschrieben und eben diese Freude schlug schnell auf das Publikum über, welches sich bei der Band mit reichlich Beifall und dem Schreien nach einer Zugabe bedankte. Ganz grosses Kino also.

Schon bald folgten weitere Konzerte, unter anderem am 5 Januar 2006 im prestigeträchtigen Kulturwerk 118 in Sursee, wo sich schon einige Grössen aus dem Musikgeschäft die Ehre gaben.

Leider gibt es noch keine Tonträger zum Kaufen. Wer jetzt aber scharf darauf ist Intact Live zu sehen, darf sich freuen, denn sie werden am Samstag 29. Juli 2006 am „Openairspektakel Waldstock“ in Steinhausen spielen. Also: Auf keinen Fall verpassen!

Mehr Infos, ein Gästebuch, einen sexy Newsletter, Tigerbären und vieles mehr findet ihr auf

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Am Simplon Zug um Zug

Am 19. Mai 1906 wurde nach rund acht Jahren Bauzeit die erste Röhre des Simplontunnels durch den italienischen König Vittorio Emanuele III und den damaligen Bundesbahndirektor Ludwig Forrer eröffnet. Am 1. Juni 1906 startete der Regelbetrieb mit fahrplanmässigen Zügen und hat das angrenzende Italien mit der Schweiz verbunden.

Zunächst wurden Züge zwischen Domodòssola und Brig eingesetzt. Später wird der Simplon-Express als wichtiges Bindeglied eingesetzt, welcher die Schweiz näher an Paris und Mailand brachte. Dieser wird 1919 durch den Luxuszug Simplon-Orient-Express ergänzt, welcher bis heute beinahe im Originalzustand verkehrt. Damals stellte diese Zugverbindung die Achse nach Venedig und Istambul und Athen dar.

Bereits im 1922 wurde die zweite Simplonröhre fertig gebaut, welche eine Länge von 19 823 Meter hat und damit rund 20 Meter länger ist,als die erste Röhre. Im Laufe der Zeit wurde die Strecke besser erschlossen und elektrifiziert. Bis 1982 hielt der Simplontunnel den Titel des längsten Tunnels der Welt.

Eine neue Ära beginnt

Mit dem neuen Neigezug ETR 610, der für die Cisalpino AG unterwegs sein wird und von Alstom gebaut wurde, sowie dem 2007 fertig gestellten Lötschberg-Basistunnel wird die Achse zusätzlich gestärkt und verbindet Basel in 3.5 Stunden mit Mailand. Ausserdem ist der neue Zug der Superlative mit öffentlichem W-LAN und GSM-Verstärkern ausgestattet. Gebaut wird ein ETR 610 aus 80 Tonnen Aluminium, 690 Kilo Lack, 3 Kilometer Leitungen und 240 Kilometer Stromkabel, sowie 260 Meter Neonröhren. Auffallend ist, dass pro Zug 750 Meter Schutzfolie gegen Graffiti verwendet werden.

Lokparade

Nebst dem 1:1-Modell des neuen Neigezug ETR 610 konnte auch der Französische TGV besichtigt werden.  Natürlich zeigten die SBB auch viele weitere Wagen und Züge, wie zum Beispiel die beliebten Doppelstockzüge oder auch Wartungs- und Löschwagen. Was die SBB nicht vergessen haben, ist das stille Gedenken an die nicht ganz 70 Opfer, die der Bau des Tunnels gefordert hat. Eindrücklich wurden den Besucherinnen und Besuchern die tonnenschweren Zugmaschinen in der Rotonde vorgeführt. Ausserdem gab Gianna Nanini am Abend ein exklusives Konzert im Bahnhof Brig.

Neues Büro für Tink.ch Basel

Viereinhalb Jahre lang haben die Fachstelle Kinder- und Jugendarbeit der römisch-katholischen Kirche Basel-Stadt (Ecco), die Regionalstelle Blauring und Jungwacht Basel-Stadt und Basel-Land, die Koordinationsstelle für Jugendarbeit der evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt (KOJE) sowie die Pfadi Region Basel für ein gemeinsames Zentrum gekämpft. Gestern ist der Knotenpunkt F80nun feierlich eingeweiht worden.

Künftig nutzt auch Tink.ch Basel die Räumlichkeiten im obersten Stock des Gebäudes. Die Basler Redaktion will weiter ausbauen und die Frequenz lokaler Berichte aus der Region Basel erhöhen. Wer Lust hat, über Jugendkultur, Jugendpolitik, Freizeit oder Sport in und um Basel zu berichten, kann unter basel@tink.ch weitere Infos anfordern.

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Neuer Knotenpunkt für Junge

Viereinhalb Jahre lang haben die Fachstelle Kinder- und Jugendarbeit der römisch-katholischen Kirche Basel-Stadt (Ecco), die Regionalstelle Blauring und Jungwacht Basel-Stadt und Basel-Land, die Koordinationsstelle für Jugendarbeit der evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt (KOJE) sowie die Pfadi Region Basel für ein gemeinsames Zentrum gekämpft. Gestern ist es nun feierlich eingeweiht worden.

Mehr in die Jugend investieren

Zwei als Sicherheitsmänner verkleidete Komiker bewachten das eiserne Tor am Eingang zur alten Stadtvilla an der Feierabendstrasse 80 und gewährten vorerst niemandem Zutritt. Nach kurzer Wartezeit durfte Regierungsrat Guy Morin den Vorgarten der Villa betreten. Als Überraschungsgast richtete er als erster Redner einige Gedanken an die rund 40 geladenen Gäste und überbrachte Glückwünsche von der Basler Regierung. Mit Verweis auf die gewalttätigen Ausschreitungen nach dem Fussballspiel des FC Basel gegen den FC Zürich, auf die hohe Jugendarbeitslosigkeit und die erschreckende Sozialhilfeabhängigkeit von Jugendlichen rief Morin dazu auf, dass künftig mehr in die Jugend investiert werden müsse.  

Ihm folgten als weitere Redner Christoph Nidecker (KOJE), Anton Schorer (römisch-katholischer Kirchenrat), Richard Atwood (evangelisch-reformierter Kirchenrat), Daniel Ritter (Bundespräses von Blauring und Jungwacht Schweiz), Sven Brüschweiler (Präsident der Pfadi Region Basel) und Thomas Gander (Ecco). Sie alle blendeten zurück auf die vergangenen viereinhalb Jahre und vermittelten den Gästen mit persönlichen Schilderungen einen umfassenden Eindruck des aussergewöhnlichen Jugendzentrums. Dazu gehörten die Geschichte des Hauses, die anfänglichen Bedenken gegenseitiger Konkurrenz, Stolpersteine auf dem langen Weg zum neuen Zentrum wie auch die Zusammenarbeit zwischen den beiden Konfessionen.

In einer zeitgenössischen Schilderung erklärte Atwood den Fischfang von Jesus und seinen Jüngern auf dem See Genezareth kurzerhand zum Gründungsakt der ersten Jugendorganisation der christlichen Gemeinschaft und erntete dafür Beifall vom Publikum.

Jugendinitiativen unter einem Dach

Die grösste Aufmerksamkeit schenkten die Redner jedoch der erwarteten Zusammenarbeit im neuen Knotenpunkt F80. Denn das Zentrum soll die Jugendarbeit, Jugendorganisationen und auch kleinere Projekte einzelner Jugendlichen in Basel unter einem Dach näher bringen und gegenseitig vernetzen helfen. Im obersten Stock werden aus diesem Grund zusätzlich vier Räume eingerichtet, die nicht von den Trägerorganisationen genutzt werden, sondern weiteren Jugendinitiativen zur Verfügung stehen sollen.

Finanziell ermöglicht haben den Knotenpunkt F80 abgesehen von den beiden kirchlichen Basler Synoden die Sophie-und-Karl-Binding-Stiftung, die Ernst-und-Irma-Leuthardt-Gronostay-Stiftung sowie der Lotteriefonds Basel-Stadt.  

Tink.ch Basel im Knotenpunkt F80

Künftig nutzt auch Tink.ch Basel die Räumlichkeiten im obersten Stock des Knotenpunkts F80. Die Basler Redaktion will weiter ausbauen und die Frequenz lokaler Berichte aus der Region Basel erhöhen. Wer Lust hat, über Jugendkultur, Jugendpolitik, Freizeit oder Sport in und um Basel zu berichten, kann unter basel@tink.ch weitere Infos anfordern.

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